Bamberg
Basketball-Euroleague

Brose Bamberg schlägt sich in Moskau achtbar

Die Bamberger verlieren bei ZSKA Moskau nur das zweite Viertel, unterliegen aber beim Spitzenreiter der Königsklasse mit 72:81.
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Daniel Hackett schied zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem ausgekugelten Finger aus und wurde deshalb für den Rest der Partie nicht mehr eingesetzt. Foto: Daniel Löb
Daniel Hackett schied zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem ausgekugelten Finger aus und wurde deshalb für den Rest der Partie nicht mehr eingesetzt. Foto: Daniel Löb
Nach zwei Dritteln der Euroleague-Saison ist der Play-off-Zug wohl endgültig ohne die Bamberger Brose-Basketballer abgefahren. Im 20. Spiel der Saison kassierte der deutsche Meister am Freitagabend mit dem 81:72 (39:30) beim Liga-Primus ZSKA Moskau erwartungsgemäß die 13. Niederlage und benötigt aus den verbleibenden zehn Partien acht Siege, um zumindest noch ein ausgeglichenes Punkteverhältnis zu erreichen.
Während ZSKA gegen Bamberg erstmals in dieser Saison komplett antreten konnte, fehlten im Brose-Team die Dauerverletzten Elias Harris, Bryce Taylor und Luka Mitrovic.
Erst begann die Partie mit 15 Minuten Verspätung, weil ein riesiger weißer Vorhang in der Spielfeldmitte nicht hochgezogen werden konnte. Dann ging es endlich los, doch ein technischer Defekt sorgte schon nach gut einer Minute erneut für eine Pause. Von diesen Unterbrechungen ließen sich aber die Bamberger nicht beeindrucken und legten einen guten Start hin (7:2). Dann übernahm bei ZSKA aber Semen Antonov das Kommando und brachte sein Team erstmals in Front (9:8). Ein größtenteils starkes Passspiel und erfolgreiche Reboundarbeit bescherte den Gästen aber einen 19:18-Vorsprung nach zehn Minuten.
Im zweiten Viertel erwachten dann aber Nando de Colo und Cory Higgins. Während sich die Bamberger kaum gegen die nun deutliche aggressivere Verteidigung der Gastgeber durchsetzen konnten, gelang es dem Brose-Team nur noch, mit Fouls das Starensemble zu stoppen. An der Freiwurflinie baute der Spitzenreiter seine Führung kontinuierlich aus (34:23), entschied den zweiten Abschnitt mit 21:11 für sich und ging mit einem 39:30-Vorsprung in die Kabine. Den Bambergern taten vor allem auch die sechs Ballverluste im zweiten Viertel weh.


Hackett kugelt sich Finger aus

Die zweite Hälfte begann zwar mit einem Dreier von Ricky Hickman vielversprechend für den deutschen Meister, doch im gleichen Augenblick musste Daniel Hackett aufgrund eines ausgekugelten Fingers vom Feld und kam auch nicht zurück. In diesem dritten Viertel hatte das Brose-Team auch Probleme, schnell genug in die Verteidigung zurückzukommen, so dass Moskau wieder zweistellig in Front ging. Nach einer Durststrecke fanden Dorell Wright und seine Mitstreiter zwar wieder in einen offensiven Rhythmus (46:52), doch Higgins setzte per Dreier den Schlusspunkt unter ein ausgeglichenes Viertel (16:16).
Mit einem 9:2-Lauf zum 64:48 stellte der hohe Favorit dann aber schnell die Weichen zum Sieg. Sergio Rodriguez diktierte nun das Geschehen und schloss auch selbst erfolgreich ab. Die Schlussphase zog sich dann in die Länge, weil es auf beiden Seiten viele Fouls gab und die Spieler ständig an der Freiwurflinie standen. Man muss den Bambergern aber trotz der Niederlage bescheinigen, dass sie alles versuchten, die Niederlage in Grenzen zu halten. Letztendlich gewann das Brose-Team das letzte Viertel mit 29:26 und zog sich so achtbar aus der Affäre.
Am Samstag fliegen die Bamberger von Moskau nach Frankfurt, und von dort geht es mit dem Bus weiter nach Bonn, wo am Sonntag (17.30 Uhr) die Bundesliga-Partie beim Tabellennachbarn, der bereits eine Niederlage mehr auf dem Konto hat, auf dem Programm steht.
Die Statistik
ZSKA Moskau -Brose Bamberg 81:72
(18:19, 21:11, 16:16, 26:29)
Moskau de Colo (20 Punkte/1 Dreier), Rodriguez (13/2), Higgins (12/1), Antonov (9/1), Hunter (8), Hines (6), Clyburn (6/1), Frizdon (5/1), Kurbanov (2)
Bamberg Wrigt (11/2), Lo (10/2), Rubit (10), Radosevic (10), Zisis (9/1), Staiger (8/2), Hickman (5/1), Musli (5), Heckmann (2), Nikolic (2), Hackett
SR Garcia Gonzalez (Spanien), Latisevs (Lettland), Juras (Serbien)
Zuschauer 6601
Gesamtwurfquote Moskau 42 Prozent (24 Treffer/57 Versuche), Bamberg 44 (24/55)
Dreier Moskau 37 Prozent (7/19), Bamberg 42 (8/19)
Freiwurfquote Moskau 87 Prozent (26/30), Bamberg 67 (16/24)
Rebounds Moskau 31 (21 defensiv/10 offensiv), Bamberg 30 (23/7)
Ballgewinne/-verluste Moskau 6/11, Bamberg 4/14
Assists Moskau 18/ Bbg . 19
Fouls Moskau 21 / Bamberg 21
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