Bamberg
Basketball-Bundesliga

Brose Bamberg macht Schritt nach vorne

Formverbesserte Bamberger besiegen dank einer starken Teamleistung die BG Göttingen klar mit 100:77.
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Bryce Taylor (mit Ball) zieht am Göttinger Dominic Lockhart (links) vorbei und tritt dabei Mathis Mönninghoff auf den Fuß. Der Bamberger verletzte sich bei dieser Aktion aber nicht. Foto: Daniel Löb
Bryce Taylor (mit Ball) zieht am Göttinger Dominic Lockhart (links) vorbei und tritt dabei Mathis Mönninghoff auf den Fuß. Der Bamberger verletzte sich bei dieser Aktion aber nicht. Foto: Daniel Löb
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Die Basketballer von Brose Bamberg haben die Göttinger eine Woche nach deren Überraschungssieg über Alba Berlin schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Niedersachsen bezogen am Sonntagnachmittag in der Brose-Arena eine deutliche 77:100-Abfuhr gegen stark formverbesserte Oberfranken, die ihren dritten "Hunderter" in der laufenden Bundesligasaison feierten, in der Tabelle aber auf dem fünften Platz bleiben.

Die gute Laune nach der über weite Strecken überzeugenden Vorstellung ließ sich Brose-Trainer Federico Perego auch von Cliff Alexander nicht verderben. Der Center wurde für das Spiel gegen die Göttinger vom italienischen Coach suspendiert. "Wir fordern von den Spielern ein professionelles Verhalten, das ist Teil ihres Jobs. Es gibt Regeln, an die sie sich halten müssen. Es ist nichts Schlimmes. Ich glaube, Cliff hat seine Lektion gelernt", meinte Perego. Der Italiener wollte aber nicht verraten, was der 23 Jahre alte US-Amerikaner ausgefressen hatte. Ob Alexander am Mittwoch im letzten Gruppenspiel in der Champions League gegen CEZ Nymburk wieder mitwirken darf, ließ der Coach offen.

Sollten die Bamberger auch gegen den tschechischen Serienmeister so auftreten wie am Sonntag gegen den Bundesliga-13., dürfte ein weiterer klarer Heimsieg herausspringen. Erstmals seit langem zeigten sie über fast die gesamte Spielzeit hinweg eine in Abwehr und Angriff gleichermaßen gute Leistung. Ein 12:0-Lauf der Gäste im ersten Viertel sorgte zwar dafür, dass die Hausherren zunächst wieder einmal hinterherliefen, den Rückstand von neun Punkten machten sie aber schnell wett und lagen zur Halbzeit mit 56:47 vorne.

"Wir sind nicht tief genug besetzt, um gegen die Bamberger 40 Minuten lang dagegenzuhalten, wenn sie so spielen wie heute", meinte der Göttinger Trainer Johan Roijakkers treffend. Denn die Gastgeber spielten im letzten Viertel wie aus einem Guss. Jeder, der von der Bank kam, trug seinen Teil dazu bei, dass Brose seinen Vorsprung immer weiter ausbaute.

Kulboka trifft vier Dreier

Arnoldas Kulboka nutzte seine knapp zehn Minuten Einsatzzeit zu zwölf Punkten (allesamt per Dreier), Patrick Heckmann präsentierte sich mit sieben Punkten, sieben Rebounds und sechs Assists enorm vielseitig, Augustine Rubit (17/7 Rebounds) und Tyrese Rice (18) spielten gewohnt zuverlässig. Das variable Angriffsspiel der Bamberger spiegelte sich nicht nur in 26 Assists wider. Die Göttinger konnten ihren Gegner oft nur mit Fouls stoppen. Die Folge: Mit Dominic Lockhart, Derek Willis, Michael Stockton und Darius Carter mussten gleich vier BGler das Feld vorzeitig verlassen.

"Mir hat gut gefallen, wie wir den Ball bewegt haben", sagte Perego, der lediglich mit der Defensive im ersten Viertel nicht zufrieden war, als seine Spieler die Göttinger Schützen gewähren ließen. 27 Punkte kassierten die Bamberger. Im letzten Viertel gestatteten sie ihren Gästen dann aber über fünf Minuten keinen Feldkorb.

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