Bamberg
Basketball-Bundesliga

Brose Bamberg kassiert Niederlage im Süd-Gipfel

Brose Bamberg verliert beim FC Bayern München aufgrund eines schwachen zweiten Viertels mit 68:77.
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Bryce Taylor (mit Ball) zieht an alter Wirkungsstätte gegen den Münchner Topwerfer Jared Cunningham (l.) und Alex King zum Korb. Fotos: Daniel Löb
Bryce Taylor (mit Ball) zieht an alter Wirkungsstätte gegen den Münchner Topwerfer Jared Cunningham (l.) und Alex King zum Korb. Fotos: Daniel Löb
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Nur 45 Stunden nach der Euroleague-Niederlage (62:71) in Mailand mussten die Basketballer von Brose Bamberg den nächsten Rückschlag hinnehmen. Am Sonntag verlor der deutsche Meister das Schlagerspiel beim Tabellenführer FC Bayern München mit 68:77 (33:43) und kassierte bereits die vierte Niederlage in dieser Bundesliga-Saison. Das Team von Trainer Andrea Trinchieri belegt nun den sechsten Platz.
Kurz vor Spielbeginn erhielt der vor der Saison nach Bamberg gewechselte langjährige Münchner Kapitän Bryce Taylor von seinem Ex-Verein ein rotes Bayern-Trikot mit der Nr. 44 überreicht, doch anschließend verteilten die Gastgeber keine Geschenke mehr. Die Bamberger mussten sich ihre Punkte hart erarbeiten.
Sechs Zähler in Folge von Augustine Rubit waren der Grundstein für die 13:7-Führung der Gäste nach fünf Minuten. Doch die Bayern fanden dann ins Spiel, übernahmen kurzzeitig die Führung (18:16), gingen aber mit einem 20:24-Rückstand ins zweite Viertel. In diesem leistete sich das Brose-Team zu Beginn fünf Ballverluste, die die Hausherren zu einem 13:0-Lauf nutzten. Die Bayern kamen jetzt ins Rollen und erspielten sich erstmals eine zweistellige Führung (40:29, 18. Min.), die sie auch mit in die Pause nahmen. Nur neun Punkte gelangen den Bambergern, die sich in Angriff und Abwehr zu viele Fehler leisteten, im zweiten Abschnitt.
Nach der Pause gab es auf Münchner Seite etliche Fehlwürfe, die Bayern machten die Tür für ihren Gegner damit wieder auf. Die Bamberger aber nutzten diese Chance nicht, weil sie weiterhin im Angriff zu umständlich agierten. Nach zwei vergebenen Würfen von Maodo Lo, der beim dritten Versuch von Maik Zirbes geblockt wurde, fanden die Bayern ihren Rhythmus wieder, so dass die Bamberger mit der Hypothek eines 14-Punkte-Rückstands in den letzten Abschnitt gingen.
Der bis dahin schwache Dorell Wright führte sein Team mit drei Dreiern wieder bis auf vier Punkte heran (60:64, 35. Min.), aber die Münchner wehrten das Aufbäumen des Brose-Teams ab. Am Ende musste sich der Meister im vierten Spiel innerhalb von acht Tagen seinem ausgeruhteren, aber nicht viel stärkeren Herausforderer mit 68:77 geschlagen geben.
"Wir haben zu viele Fehler gemacht, vor allem in der Defensive. Und in den umkämpften Situationen kamen wir nicht an den Ball. Auf jeden Fall wäre mehr drin gewesen, obwohl es natürlich hart für uns ist mit den vielen Spielen in kurzer Zeit", zog Bambergs Center Augustine Rubit Bilanz.
Die Statistik
Bayern München - Brose Bamberg 77:68
(20:24, 23:9, 16:12, 18:23)
München Cunningham (17 Punkte/1 Dreier), Booker (13/1), Macvan (11/1), Gavel (10/1), Redding (8), Barthel (6), King (5/1), Zirbes (4), Hobbs (3), Jovic
Bamberg Wright (14/3), Taylor (10/2), Nikolic (9), Rubit (9), Lo (8/2), Zisis (7), Radosevic (6), Heckmann (3/1), Mitrovic (2), Staiger
SR Rodriguez, Matip, Krause
Zuschauer 6700
Gesamtwurfquote München 50 Prozent (29 Treffer/58 Versuche), Bamberg 41 (22/54)
Dreier München 39 Prozent (5/13), Bamberg 36 (8/22)
Freiwurfquote München 78 Prozent (14/18), Bamberg 73 (16/22)
Rebounds München 33 (27 defensiv/ 6 offensiv), Bamberg 30 (25/5)
Ballgewinne/-verluste München 9/10, Bamberg 7/13
Assists München 17 / Bamberg 13
Fouls München 22 / Bamberg 18
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