Bamberg
Basketball-Bundesliga

Brose Bamberg jubelt nach Verlängerung

Die Bamberger kassieren 13 Dreier in der ersten Hälfte und bezwingen die Gießen 46ers dennoch mit 109:101.
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Mit viel Energie ging Maurice Stuckey (rechts) zu Werke: Nach seinen beiden Dreiern und diesem Ballgewinn gegen Siyani Chambers sprang der Funke im dritten Viertel auch auf die Fans über. Foto: Daniel Löb
Mit viel Energie ging Maurice Stuckey (rechts) zu Werke: Nach seinen beiden Dreiern und diesem Ballgewinn gegen Siyani Chambers sprang der Funke im dritten Viertel auch auf die Fans über. Foto: Daniel Löb
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Zum zweiten Mal in dieser Saison mussten Bambergs Brose-Basketballer in einem Heimspiel in die Verlängerung. Und wie schon gegen Ludwigsburg hatte die Mannschaft von Trainer Ainars Bagatskis in den fünf Extraminuten den längeren Atem: Freak City sah am Sonntag ein Offensivspektakel, in dem sich die Bamberger gegen die Gießen 46ers mit 109:101 (53:57, 98:98) durchsetzten.

53 Punkte standen für das Brose-Team zur Pause auf der Anzeigetafel, doch das war zu wenig. 13 Dreier (Trefferquote 76 Prozent) versenkten die Gießen 46ers, die sich in der ersten Halbzeit in einen Rausch gespielt hatten, aber dennoch nur mit einer Vier-Punkte-Führung in die Kabine gingen.

Larry Gordon (3), Siyani Chambers, Max Montana, Max Landis, John Bryant (alle 2), Benjamin Lischka und Brandon Thomas (je 1) durften meist mutterseelenallein an der 6,75-Meter-Linie abdrücken. Doch auch die Bamberger stellten in Halbzeit 1 ihr offensives Potenzial (Trefferquote aus dem Feld 53 Prozent/7 Dreier) unter Beweis und kämpften sich nach deutlichen Rückständen (24:34, 43:51) immer wieder zurück. Tyrese Rice und Stevan Jelovac (beide 12 Punkte) und Nikos Zisis (9) waren dabei die gefährlichsten Brose-Schützen.

"Ich habe meiner Mannschaft in der Halbzeitpause erklärt, dass sie an ihrem Spiel festhalten und die Systeme weiter durchspielen muss. Eine Dreierquote von 13 Treffern bei 17 Versuchen ist nur schwierig fortzuführen", erklärte Bagatskis.

Doch auch nach dem Seitenwechsel erlaubten die Hausherren dem Tabellendritten zunächst jede Menge einfache Punkte (56:66). Ein fragwürdiges unsportliches Foul für Rice und die Dreier von Zisis, Maurice Stuckey und Daniel Schmidt zum 67:67 weckten das Brose-Team und die Fans dann aus ihrer Lethargie. Die Hausherren warfen sich jetzt nach jedem freien Ball, sicherten sich mit einem 16:1-Lauf eine 72:67-Führung und gingen mit einem 82:76-Vorsprung ins Schlussviertel.

Rubit sichert Verlängerung

Hüben wie drüben ging es nun handfest zur Sache. Die Hausherren trafen nicht mehr aus der Distanz - Landis sorgte dreieinhalb Minuten vor dem Ende erstmals wieder für eine 92:91-Führung der Gäste. 37,5 Sekunden waren noch auf der Uhr, als Bagatskis seine Jungs bei einem 96:98-Rückstand zu einer Auszeit zusammenrief. Der starke Augustine Rubit, bereits mit vier Fouls belastet, rettete sein Team mit einem Korb und einem Ballgewinn gegen den schwer zu stoppenden John Bryant in die Verlängerung.

Nach einem Alexander-Dunking und einem Dreier des starken Patrick Heckmann bogen die Hausherren schnell auf die Siegerstraße ein. Mit 11:3 entschieden die Bamberger die Extra-Spielzeit für sich, weil sie mehr Sprit im Tank hatten.

"Es klingt fast schon makaber bei 101 Punkten der Gießener, aber unsere Verteidigung war gut genug, um das Spiel zu gewinnen. Nur vier Ballverluste sind einer der Gründe für den Sieg", analysierte Bagatskis.

" Es ist ein gutes Gefühl, ein so wichtiges Spiel gewonnen zu haben. Es ging ja zum ersten Mal gegen ein Team aus dem oberen Tabellenviertel", freute sich Rückkehrer Heckmann.

Am Mittwoch (20 Uhr) wartet im Champions-League-Heimspiel gegen Hapoel Jerusalem der nächste schwere Brocken auf das Brose-Team. Die Statistik Brose Bamberg - Gießen 46ers 109:101 (20:25, 33:32, 29:19, 16:22, 11:3) Bamberg Rice (21 Punkte/3 Dreier), Rubit (19), Zisis (16/3), Jelovac (14/2), Alexander (12), Schmidt (11/3), Heckmann (7/1), Stuckey (6/2), Kulboka (3/1), Kratzer Gießen Bryant (20/3), Chambers (15/3), Gordon (15/3), Landis (13/3), Thomas (12/1), Montana (11/3), Lischka (8/1), Agva (5), Taylor (2) SR M. Reiter, Bittner, Bohn Zuschauer 6150 Gesamtwurfquote Bamberg 49 Prozent (34 Treffer/70 Versuche), Gießen 56 (35/63)

Dreierquote Bamberg 48 Prozent (15/31), Gießen 61 (17/28) Freiwurfquote Bamberg 90 Prozent (26/29), Gießen 82 (14/17) Rebounds Bamberg 32 (22 defensiv/ 10 offensiv), Gießen 33 (27/6) Ballgewinne/-verluste Bamberg 7/4, Gießen 2/14 Assists Bamberg 27 / Gießen 29 Fouls Bamberg 21 / Gießen 25

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