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Basketball

Brose Bamberg ist einen Tick cleverer

Brose Bamberg startet mit einem hart erkämpften 84:80-Derbysieg in Würzburg in die Bundesligasaison.
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Nach vier Fehlwürfen fand Stevan Jelovac sein Händchen. Der Serbe erzielte 17 Punkte und beendete mit zwei erfolgreichen Freiwürfen in der Schlussminute die Würzburger Aufholjagd. Foto: Daniel Löb
Nach vier Fehlwürfen fand Stevan Jelovac sein Händchen. Der Serbe erzielte 17 Punkte und beendete mit zwei erfolgreichen Freiwürfen in der Schlussminute die Würzburger Aufholjagd. Foto: Daniel Löb
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Auf den Tag genau ein Jahr nach der Niederlage zum Saisonauftakt in Würzburg (73:76) haben es die Basketballer von Brose Bamberg am Samstagabend an gleicher Stelle besser gemacht und sind mit einem Sieg in die neue Bundesliga-Spielzeit gestartet. Allerdings stand der knappe 84:80 (37:39)-Erfolg in dem kampfbetonten Derby lange Zeit auf des Messers Schneide.

"In den entscheidenden Momenten des Spiels hatten wir vielleicht etwas mehr Glück und auch etwas mehr Erfahrung, das haben wir heute genutzt", meinte Ainars Bagatskis. Damit traf der neue Bamberger Trainer den Nagel auf den Kopf. Denn sein Team war im Vergleich der beiden neu zusammengestellten fränkischen Mannschaften nicht das wesentlich bessere Team.

Die Brose-Basketballer profitierten in der entscheidenden Phase von der Wurfschwäche ihres Gegners. Nur zwei Dreier fanden bei acht Versuchen den Weg in den Korb. Mit ihren Distanzwürfen hatten die Würzburger den Bambergern vor der Pause noch viel mehr Kopfschmerzen bereitet. "32 Prozent Dreier genügen für uns nicht. Wir müssen Richtung 40 Prozent kommen, dann können wir so ein Spiel wie heute auch gewinnen", resümierte der neue Würzburger Coach Denis Wucherer.

Genie und Wahnsinn

Seine Spieler waren besser in die Partie gestartet und zunächst stets einen Schritt schneller als die Bamberger, die die schnellen Abschlüsse des Gegners nicht verhindern konnten. Erst im zweiten Viertel stellten sich die Gäste besser auf die Spielweise des Gegners ein und fanden selbst in der Offensive ihren Rhythmus. Während neben Topscorer Augustine Rubit auch Stevan Jelovac (17 Punkte/6 Rebounds) und Maurice Stuckey (13 Zähler bei nur zwei Fehlversuchen) starke Leistungen ablieferten, lagen bei Tyrese Rice trotz dessen zehn Punkten und sechs Assists Genie und Wahnsinn ganz eng beieinander. Zwar hatte der Aufbauspieler auch Anteil daran, dass sich sein Team zu Beginn des Schlussdurchgangs erstmals auf acht Punkte absetzen konnte (71:63). Er spielte aber teilweise zu eigensinnig und verhinderte damit die Chance, sich noch weiter vom Gegner abzusetzen.

Insgesamt boten die Bamberger zum Saisonstart aber eine solide Leistung, auf der sich aufbauen lässt. Und daher verließen die knapp 300 Bamberger Fans im Gegensatz zur letzten Saison die s.Oliver-Arena, in der der Würzburger Anhang für die gewohnt laute Kulisse gesorgt hatte, mit einem Lächeln im Gesicht.

Schnelles Wiedersehen

Die Chance zur Revanche bietet sich den Unterfranken bereits am Samstag (20.30 Uhr), wenn sich beide Teams in der ersten Runde des modifizierten Pokalwettbewerbs gegenüberstehen. Dann haben aber die Bamberger den Heimvorteil auf ihrer Seite. Vielleicht können sie zudem wieder auf Elias Harris zurückgreifen, der nach seiner Oberschenkelzerrung abermals geschont wurde.

Spieler des Spiels

Augustine Rubit: Unter dem Korb konnte kein Würzburger den 29-Jährigen stoppen. Rubit traf bei zwölf Versuchen aus dem Feld achtmal und blieb an der Freiwurflinie fehlerlos (8/8). Mit elf Punkten im zweiten Viertel brachte der US-Amerikaner sein Team nach einem zwischenzeitlichen Zehn-Punkte-Rückstand (13:23) mit einem Dunking erstmals in Führung.

Die Statistik

s.Oliver Würzburg - Brose Bamberg 80:84

(19:13, 18:26, 21:22, 22:23) Würzburg Olaseni (14 Punkte), Hulls (13/2 Dreier), Koch (13/1), Bowlin (12/2), Ellis (11/1), Wells (6), Cooks (4), Loncar (3/1), Richter (2), Loesing (2), Hoffmann Bamberg Rubit (24 Punkte), Jelovac (17/2), Stuckey (13/3), Rice (10/1), Alexander (5), Zisis (4), Kulboka (4/1), Schmidt (3/1), Olinde (2), Heckmann (2) SR M. Reiter, Barth, Brendel Zuschauer 3140 ausverkauft Gesamtwurfquote Würzburg 51 Prozent (32 Treffer/63 Versuche), Bamberg 48 (30/62)

Dreierquote Würzburg 32 Prozent (7/22), Bamberg 33 (8/24) Freiwurfquote Würzburg 90 Prozent (9/10), Bamberg 89 (16/18) Rebounds Würzburg 28 (25 defensiv/3 offensiv), Bamberg 36 (28/8)

Ballgewinne/-verluste Würzburg 4/8, Bamberg 4/10 Assists Würzburg 18/ Bbg. 20 Fouls Würzburg 21/ Bamberg 16

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