Bamberg

Brose Bamberg im Spitzenspiel gefordert

Die Bamberger, Tabellenvierter in der Bundesliga, empfangen am Freitagabend den Zweiten, die MHP Riesen Ludwigsburg. Die Schwaben haben in dieser Saison erst zwei Niederlagen kassiert.
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In der Vorbereitung auf diese Saison standen sich beide Teams zweimal gegenüber. Nach dem Bamberger 79:76-Erfolg in Ludwigsburg Ende August revanchierten sich die Schwaben mit einem 93:82-Sieg beim Turnier in Bayreuth. Hier versperren Jonas Wohlfarth-Bottermann (l.) und Radji Caisin (r.) dem Bamberger Center Elias Harris den Weg zum Korb in der Oberfrankenhalle. Foto: Daniel Löb
In der Vorbereitung auf diese Saison standen sich beide Teams zweimal gegenüber. Nach dem Bamberger 79:76-Erfolg in Ludwigsburg Ende August revanchierten sich die Schwaben mit einem 93:82-Sieg beim Turnier in Bayreuth. Hier versperren Jonas Wohlfarth-Bottermann (l.) und Radji Caisin (r.) dem Bamberger Center Elias Harris den Weg zum Korb in der Oberfrankenhalle. Foto: Daniel Löb

Zum Jahresausklang genießen die Bamberger Brose-Basketballer noch zweimal Heimrecht. Bevor es am Montag zum Derby gegen den noch ungeschlagenen Bundesliga-Tabellenführer Bayern München kommt, haben sie am Freitagabend (20.30 Uhr) ebenfalls eine ganz harte Nuss zu knacken. Mit den MHP Riesen Ludwigsburg kommt der Rangzweite in die Brose-Arena, der in dieser Saison erst zwei Niederlagen hat hinnehmen müssen.

Im Spitzenspiel des 13. Spieltags geben auf beiden Seiten zwei Neuzugänge ihr Debüt. Die Ludwigsburger haben in der vergangenen Woche Center Cameron Jackson vom Ligarivalen Mitteldeutscher BC losgeeist, die Bamberger bekanntlich mit Darion Atkins (bislang Iberostar Teneriffa) einen Ersatz für Michael Carrera präsentiert. Der 2,03 Meter große Power Forward trainiert seit Montag mit seinen neuen Teamkollegen, für die heute eine neuntägige Spielpause zu Ende geht.

Training über Weihnachten

Allerdings gönnte Trainer Roel Moors in dieser Zeit seinen Schützlingen nur ein freies Wochenende. An den übrigen Tagen, auch über Weihnachten, standen Trainingseinheiten auf dem Programm. Schließlich ist die Partie gegen die Schwaben eine richtungweisende, denn nur mit einem Heimsieg können die Bamberger (4.), die in der Bundesliga zuletzt zwei Niederlagen kassiert haben, ihren Platz in der Spitzengruppe behaupten.

"Die Ludwigsburger sind immer ein schwieriger Gegner. Sie spielen eine hervorragende Saison. Defensiv agieren sie sehr physisch, dazu bringen sie hohes Tempo mit. Vorne bekommen die Spieler eine Menge Freiheiten, die sie kreativ nutzen. Das macht sie extrem gefährlich. Jeder kann schießen, jeder - auch die vermeintlich kleineren - können jeden verteidigen", warnt Moors vor den Schwaben, die nach Platz 10 im Vorjahr in dieser Runde wohl locker in die Playoffs einziehen werden.

Rückkehrer Marcos Knight

Angeführt werden die Ludwigsburger von ihren Guards Khadeen Carrington (16,9 Punkte im Schnitt) und Marcos Knight (16,3). Der ehemalige Baunacher Knight ist Anfang November zum Team von Coach John Patrick zurückgekehrt und knüpfte nahtlos an seine starken Leistungen aus der Vorsaison an. Das vielseitige Kraftpaket ist wie Carrington im Schnitt für 3,7 Assists pro Spiel gut, kommt zudem auf 4,6 Rebounds und ist mit 2,3 Steals bester Balldieb der Bundesliga. Beim 89:84-Heimerfolg am vergangenen Samstag gegen Medi Bayreuth war Knight mit 22 Punkten, sechs Rebounds und vier Assists bester Mann auf dem Feld.

Viel Druck auf den Ballführenden

Die Ludwigsburger Guards geben aber nicht nur offensiv, sondern auch defensiv den Ton an. "Sie spielen mit sehr viel Druck auf den ballführenden Spieler", sagt der Bamberger Aufbauspieler Paris Lee. Das bevorzugte Abwehrsystem von Riesen-Coach Patrick ist in der Liga zwar längst bekannt - doch in dieser Saison sehr effektiv.

Gäste-Check: MHP Riesen Ludwigsburg

Die Form Die Ludwigsburger haben acht ihrer letzten neun Spiele gewonnen. Lediglich bei Rasta Vechta verloren sie in dieser Phase am 7. Dezember mit 72:77. Es war nach dem 78:83 in Oldenburg am 12. Oktober erst die zweite Auswärtsniederlage in dieser Saison. In eigener Halle sind die Schwaben unbesiegt und haben alle sechs Heimspiele gewonnen. Zuletzt mussten sie am vergangenen Samstag für den 89:84-Erfolg gegen Medi Bayreuth aber hart kämpfen. Die Mannschaft Coach John Patrick hat sein Team seit Saisonbeginn auf mehreren Positionen umgebaut. Nicht mehr im Kader stehen David Brembly (zum Mitteldeutschen BC) und Jairus Lyles (nach Braunschweig). Hinzugestoßen sind Marcos Knight (zuletzt ohne Verein) und Cameron Jackson (MBC). Mit Knight, Jackson, Khadeen Carrington, Jaleen Smith, Tanner Leissner und Nick Weiler-Babb sind alle Ausländerpositionen mit US-Amerikanern besetzt. Der Teamvergleich Die Basketballer aus Bamberg und Ludwigsburg standen sich in der Bundesliga bislang 44 Mal gegenüber. Die Bamberger entschieden 34 Duelle für sich. In der Brose-Arena stehen 19 Erfolge bei nur zwei Niederlagen zu Buche.

In dieser Saison erzielen die Ludwigsburger mit 88,2 Punkten im Schnitt pro Spiel knapp drei Punkte mehr als die Bamberger (85,5), die jedoch weniger Zähler des Gegners zulassen (Brose 77,1 /Ludwigsburg 80,5). Auffällig: Die Schwaben leisten sich im Schnitt pro Spiel vier Ballverluste weniger als die Bamberger (9,7/13,9).ps

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