Bamberg

Brose Bamberg hofft auf zweiten Streich

Nach dem Sieg im Pokal wollen die Bamberger auch das Bundesligaspiel in Braunschweig für sich entscheiden.
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Christian Sengfelder (rechts) hielt die Braunschweiger beim Bamberger Sieg im Pokalspiel mit zwei Dreiern im Schlussviertel auf Distanz. Foto: Daniel Löb
Christian Sengfelder (rechts) hielt die Braunschweiger beim Bamberger Sieg im Pokalspiel mit zwei Dreiern im Schlussviertel auf Distanz. Foto: Daniel Löb

Mit den Basketball-Löwen Braunschweig und Brose Bamberg treffen am Sonntag (15 Uhr) in der Volkswagenhalle zwei Mannschaften aufeinander, die nach zuvor drei Niederlagen in Folge zuletzt wieder einen Sieg landeten. Beide Teams hoffen nun auf die Bestätigung der Trendwende, die aber nur einem gelingen wird.

Die in der Bundesliga nach der Heimniederlage gegen Rasta Vechta aus den Play-off-Rängen gefallenen Bamberger (9.) haben mit dem 91:53-Kantersieg über allerdings schwache Letten aus Riga Selbstvertrauen getankt und hoffen nun, ein zweites Mal in dieser Saison in der Volkswagenhalle als Sieger vom Parkett zu gehen. Mitte Dezember waren sie bereits im Pokal-Viertelfinale in Braunschweig zu Gast und warfen die Niedersachsen mit ihrem 80:69-Erfolg aus dem Wettbewerb.

Matchwinner für die Oberfranken war damals Christian Sengfelder. Der Nationalspieler markierte an alter Wirkungsstätte 22 Punkte und holte acht Rebounds. Mit zwei Dreiern im letzten Viertel hielt er sein ehemaliges Team auf Distanz.

Für den Bamberger Coach Roel Moors hat der Sieg über die Basketball-Löwen im Cupwettbewerb eine gute und eine schlechte Seite. "Wir dürfen nicht zu sehr daran denken, dass wir dort schon einmal gewonnen haben. Das macht nachlässig. Es gibt aber auch Selbstvertrauen, denn wir haben gezeigt, dass wir dort bestehen können", meint der Belgier. "Das wird aber nur funktionieren, wenn wir wieder von Beginn an Druck ausüben. Vor allem defensiv müssen wir schnell ihre Guards attackieren." Mit Trevor Releford (12,8 Punkte/5,1 Assists im Schnitt) und Thomas Klepeisz (12,4/3,9) hat der Tabellenelfte (12:16 Punkte) zwei Aufbauspieler in seinen Reihen, die korbgefährlich sind, aber auch ihre Mitspieler in Szene setzen können.

Stärkster Braunschweiger ist jedoch Center Scott Eatherton (16,9/7,9 Rebounds). Der 28 Jahre alte US-Amerikaner markierte zuletzt beim 90:85-Erfolg in Bonn mit 24 Zählern eine Saisonbestmarke. Der Ex-Bamberger Lucca Staiger, der im Pokalspiel gegen sein ehemaliges Team erstmals das Löwen-Trikot trug und mit 14 Punkten auf Anhieb Topscorer für die Braunschweiger war, erhält mit 31:16 Minuten viel Spielzeit, die er für sieben Punkte im Schnitt nutzt. Mit seiner Dreierquote von nur 24 Prozent dürfte der Flügelspieler aber nicht zufrieden sein.

Mit dem Sieg in Bonn am 10. Januar hat Löwen-Trainer Pete Strobl seine Position gestärkt. Der US-Amerikaner, der zu Saisonbeginn Frank Menz abgelöst hatte, war nach zuvor nur einem Sieg in acht Spielen in die Kritik geraten. Da das Braunschweiger Heimspiel gegen Alba Berlin am vergangenen Wochenende verlegt wurde, hatte Strobl nun zwei Wochen Zeit, seine Mannschaft auf das Duell mit den Bambergern vorzubereiten.

Für das Moors-Team gibt es dagegen weiter kaum Zeit zum Verschnaufen. Einen Tag nach der Partie in Braunschweig fliegt es gleich weiter nach Athen zum Champions-League-Spiel gegen Peristeri BC. Im Duell mit den Griechen geht es am Dienstagabend um den vierten Platz in der Gruppe C, der noch zum Einzug in die Play-offs berechtigt.

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