Bamberg
Basketball-Bundesliga

Brose Bamberg gewinnt klar beim Schlusslicht

Die Bamberger setzen sich bei den Crailsheim Merlins deutlich mit 93:79 durch. Rückkehrer Ricky HIckman steuert zwölf Punkte bei.
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Ricky HIckman feierte mit zwölf Punkten ein gelungenes Saisondebüt. Foto: Daniel Löb
Ricky HIckman feierte mit zwölf Punkten ein gelungenes Saisondebüt. Foto: Daniel Löb
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Am zehnten Spieltag in der Basketball-Bundesliga hat Brose Bamberg einen ungefährdeten Pflichtsieg gelandet. Die Mannschaft von Trainer Ainars Bagatskis gewann am Samstagabend bei den Crailsheim Merlins mit 93:77, fügten dem Tabellenletzen damit die sechste Niederlage in Folge zu und bleiben damit dem Tabellenführer Bayern München auf den Fersen.

Da Ricky Hickman bei den Gästen wie erwartet sein Saisondebüt gab und sogar in der Startformation stand, musste aufgrund der Ausländerbeschränkung in der Bundesliga erstmals in dieser Saison einer der sechs anderen nicht-deutschen Profis im Brose-Team seinen Platz räumen. Bagatskis entschied sich dafür, den Litauer Arnoldas Kulboka aussetzen zu lassen.

Hickman, der sich im Sommer einer Fußoperation unterziehen hatte müssen, kam in 21;26 Minuten auf zwölf Punkte und fünf Assists. Übertroffen wurde der Flügelspieler nur vom einmal mehr überzeugenden Augustine Rubit (14 Punkte/7 Rebounds) und Stevan Jelovac (14/5 Rebounds). Zweistellig punkteten bei den Bambergern außerdem Cliff Alexander, Elias Harris (je 11) und Tyrese Rice (10). Beste Werfer bei den Crailsheimern waren Sebastian Herrera (18) und Frank Turner (16).

Nach der zweiwöchigen Spielpause aufgrund des Nationalmannschaftsfensters legten beide Mannschaften ein hohes Tempo vor und vernachlässigten dabei die Defensive. Nach dem ersten Viertel führten die Bamberger mit 29:22. Überragender Mann in der Anfangsphase war Rubit. Mit seinem ersten Korberfolg erzielte er den 2000. Punkt in seiner Bundesliga-Karriere und ließ in den folgenden acht Minuten sechs weitere Zähler folgen.

Im zweiten Abschnitt häuften sich bei den Crailsheimern die Fehlwürfe, die Rebounds waren eine sichere Beute der in dieser Kategorie dominierenden Gäste. Auch aufgrund einer verbesserten Abwehrarbeit des Brose-Teams gelangen den Merlins binnen sechs Minuten nur drei Zähler, während die Gäste weiterhin hochprozentig trafen. 68 Prozent betrog die Quote zur Halbzeit, in die die mannschaftsdienlich spielenden Bamberger mit einer 18-Punkte-Führung gingen. Maurice Stuckey (8 Punkte), der zwei Dreier traf, und Alexander (6) blieben bis zu diesem Zeitpunkt ohne Fehlwurf.

Mit fünf Fouls innerhalb von 1:15 Minuten zu Beginn des dritten Viertel machten die Gäste deutlich, dass sie die Intensität in ihrem Spiel hoch halten wollten. Dennoch schafften es die Merlins, angetrieben von Frank Turner, sich wieder etwas an den Gegner heranzuarbeiten. Doch mit drei Dreiern fand Jelovac die passende Antwort und erstickte die Aufholjagd er Gastgeber im Keim. Damit war schon zu Beginn des Schlussdurchgangs beim Stand von 59:79 klar, dass der neunfache deutsche Meister das Parkett der mit 2563 Zuschauern nicht ausverkauften Arena Hohenlohe als Sieger verlassen würde.

Angesichts des klaren Vorsprungs ließ das Team von Bagatskis zu Beginn des letzten Viertels die Zügel ein wenig schleifen und blieb über drei Minuten ohne Korberfolg. Der Gegner konnte aus dieser kleinen Flaute zwar nicht entscheidend Kapital schlagen, entschied aber immerhin diesen Durchgang mit 18:14 zu seinen Gunsten.



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