Bamberg
Basketball-Bundesliga

Brose Bamberg gewinnt in Ulm

Brose Bamberg präsentiert sich nach zwei Niederlagen in Folge gegen München und Bayreuth formverbessert und gewinnt ungefährdet mit 100:91.
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Cliff Alexander (l.) setzte sich etliche Male unter dem Ulmer Korb energisch durch. Hier nutzt der Bamberger Center seinen Größenvorteil gegen Ismet Akpinar. Foto: Daniel Löb
Cliff Alexander (l.) setzte sich etliche Male unter dem Ulmer Korb energisch durch. Hier nutzt der Bamberger Center seinen Größenvorteil gegen Ismet Akpinar. Foto: Daniel Löb
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Nach der deprimierenden Derbyniederlage gegen Medi Bayreuth haben die Basketballer von Brose Bamberg die von ihren Fans erhoffte Reaktion gezeigt. Am Sonntagnachmittag präsentierten sie sich im Bundesligaspiel bei Ratiopharm Ulm formverbessert und siegten klar mit 100:91. Die Gäste entschieden die Partie, in der sie in der ersten Hälfte 53 Punkte kassiert hatten, mit einem starken dritten Viertel für sich. 32:11 endete dieser Abschnitt zugunsten des Teams von Trainer Ainars Bagatskis. Mit dem ersten Sieg des Jahres verbesserten sich die Bamberger in der Tabelle wieder auf den vierten Platz.

Ohne Elias Harris

"Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, weil wir heute als Team agiert haben", sagte Bagatskis, der in Ulm personell nicht aus dem Vollen schöpfen konnte. Elias Harris fiel wegen einer Magen-Darm-Grippe aus, Patrick Heckmann war im Training umgeknickt und nicht voll belastbar. Die beiden Nationalspieler waren in den vergangenen Tagen noch die beiden konstantesten Spieler in einem schwächelnden Bamberger Team gewesen. Heckmann sorgte mit fünf Punkten in Folge dafür, dass sein Team das erste Viertel mit einer knappen Führung beendete. In diesem hatte es jedoch bereits 24 Zähler kassiert.

Im zweiten Viertel waren es gar 29, die die Schwaben ihrem Gegner einschenkten. Etliche Male kamen die Gastgeber zu freien Würfen oder wurden beim Zug zum Korb nicht entscheidend gestört. Doch da auch die Ulmer nicht konsequent verteidigten und sich in der ersten Halbzeit bereits acht Ballverluste leisteten, sahen die Zuschauer ein Spiel, das von der Offensive lebte. Ricky Hickman (11) und Tyrese Rice hatten zur Pause ebenso schon eine zweistellige Ausbeute wie bei den Ulmern Evans (14) und Patrick Miller (10).

Entscheidender 18:2-Lauf

Zu Beginn des dritten Viertel lief bei den Ulmern nichts mehr zusammen, bei den Bamberger klappte plötzlich alles. Mit einem 18:2-Lauf erspielte sich das Bagatskis-Team, das nun wesentlich besser verteidigte und zu einigen Schnellangriffen kam, eine Zehn-Punkte-Führung (65:55, 26. Minute). Center Cliff Alexander sorgte mit Offensivrebounds und spektakulären Alley-hoop-Abschlüssen dafür, dass es ruhig wurde in der Ratiopharm-Arena. Den Ulmern entglitt die Partie nun vollends, ihr Rückstand wuchs auf 18 Punkte an. "Insgesamt waren wir im dritten Viertel zu passiv und haben viele einfache Punkte unter dem Brett zugelassen. Die Niederlage ist sehr bitter, weil heute eigentlich mehr drin gewesen wäre", meinte der Ulmer Coach Thorsten Leibenath.

Einen Gang zurückgeschaltet

Die Bamberger steuerten zwar einem klaren Auswärtssieg entgegen, ließen aber im letzten Viertel angesichts ihres komfortablen Polsters die nötige Konsequenz in ihren Aktionen vermissen. Allerdings konnten die Ulmer daraus kein Kapital schlagen. Ihr Spiel war an diesem Tag zu fehleranfällig, um die Partie noch einmal spannend zu gestalten.

"Wir sind sehr erleichtert, dass wir nach den beiden Niederlagen zuvor diesmal gut gespielt und gewonnen haben", sagte Brose-Center Cliff Alexander.

Spieler des Spiels

Augustine Rubit Der Ex-Ulmer war an alter Wirkungsstätte mit 22 Punkten, davon 14 in der zweiten Halbzeit, der beste Bamberger Werfer. Neun seiner zehn Würfe aus dem Feld saßen, nur ein Dreier ging daneben. Von der Freiwurflinie blieb der US-Amerikaner bei vier Versuchen fehlerlos. 

Die Statistik

Ratiopharm Ulm - Brose Bamberg 91:100

(24:25, 29:22, 11:32, 27:21) Ulm Miller (18 Punkte), Evans (17/1 Dreier), Thompson (17/1), Green (8), Ugrai (6/2), Akpinar (5/1), Günther (5/1), Fotu (4), Radosavljevic (4), Schilling (4), Reinhardt (3), Krämer Bamberg Rubit (22), Hickman (16), Rice (16/2), Taylor (11/2), Alexander (10), Jelovac (8/1), Heckmann (7/1), Zisis (4), Schmidt (3/1), Stuckey (3/1), SR Panther, Streit, Brendel Zuschauer 6200 Gesamtwurfquote Ulm 49 Prozent (33/67), Bamberg 60 (33/55)

Dreierquote Ulm 32 (6/19), Bamberg 32 (8/25) Freiwurfquote Ulm 70 (19/27), Bamberg 93 (26/28) Rebounds Ulm 34 (20 defensiv/14 offensiv), Bamberg 29 (25/4)

Ballgewinne/-verluste Ulm 6/13, Bamberg 5/11 Assists Ulm 16 / Bamberg 19 Fouls Ulm 25 / Bamberg 26

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