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Basketball

Brose Bamberg gewinnt einseitiges Viertelfinale

Brose Bamberg gewinnt in Göttingen klar mit 83:64 und zieht ins Halbfinale des Pokalwettbewerbs ein. Am Mittwoch folgt das Duell in der Bundesliga.
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Brose-Center Cliff Alexander (links) drehte in der zweiten Halbzeit auf, in der er zehn seiner 13 Punkte erzielte. Hier zieht der US-Amerikaner gegen seinen Landsmann Darius Carter zum Korb; links Dominic Lockhart. Foto: Daniel Löb
Brose-Center Cliff Alexander (links) drehte in der zweiten Halbzeit auf, in der er zehn seiner 13 Punkte erzielte. Hier zieht der US-Amerikaner gegen seinen Landsmann Darius Carter zum Korb; links Dominic Lockhart. Foto: Daniel Löb
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Den Auftakt in die "Mini-Play-offs" gegen die BG Göttingen haben die Basketballer von Brose Bamberg souverän für sich entschieden. Mit dem ungefährdeten und auch in der Höhe verdienten 83:64-Erfolg bei den Niedersachsen zog die Mannschaft von Trainer Ainars Bagatskis am Samstagabend ins Halbfinale des Pokalwettbewerbs ein. Am zweiten Weihnachtsfeiertag (15 Uhr) stehen sich beide Teams abermals in Göttingen gegenüber. Dann geht es um Punkte in der Bundesliga.

Im zweiten Duell wollen die "Veilchen" mehr Gegenwehr bieten. "Heute hatten wir keine Chance, aber am Mittwoch bekommen wir eine neue. Dann benötigen wir aber einen besseren Start ", meinte BG-Forward Stefan Haukohl. Sein Team wurde von spielfreudigen Bambergern im ersten Abschnitt mit 28:12 förmlich überrollt. "Wir haben im ersten Viertel den besten Basketball dieser Saison gespielt", sagte der Bamberger Brose-Coach Bagatskis. Überzeugend an beiden Endes des Spielfelds zogen die Gäste dem Gegner früh den Zahn und gaben ihm auch keine Gelegenheit, zurück ins Spiel zu finden. Die Bamberger, diesmal wieder mit Stevan Jelovac anstelle von Arnoldas Kulboka, profitierten davon, dass die Niedersachsen mit Pendarvis Williams (Fußverletzung) auf ihren besten Werfer verzichten mussten. Damit war Michael Stockton im Spielaufbau auf sich alleine gestellt. Den Sohn der NBA-Legende John Stockton legten die Gäste jedoch an die Kette.

"Wir harmonieren immer besser"

Während die Göttinger hart für jeden Korb arbeiten mussten, lief das Angriffspiel aufseiten der Gäste wesentlich flüssiger. Tyrese Rice führte ein Bamberger Quartett, das zweistellig punktete, mit 14 Punkten und fünf Assists - allerdings auch fünf Ballverlusten - an. "Bei uns sind jetzt sind wieder alle gesund, und wir arbeiten hart im Training. Da entwickelt sich etwas sehr Gutes, denke ich. Wir harmonieren immer besser", erklärte Patrick Heckmann, der mit einigen zirkusreifen Korblegern glänzte.

Nach dem starken Start der Bamberger, die im ersten Viertel vier Dreier trafen, gestalteten die Göttinger den zweiten Abschnitt ausgeglichen. Sie hatten zur Pause aber erst so viele Punkte (28) erzielt wie ihr Gegner alleine in den ersten zehn Minuten.

Gute Quote aus Zweier-Bereich

Zwar ließen Jelovac (ein Treffer bei sieben Versuchen) und Bryce Taylor (zwei von sechs) von der Dreierlinie einiges liegen, dafür sorgten Heckmann und Center Cliff Alexander dafür, dass die Bamberger aus dem Zweier-Bereich wesentlich besser abschlossen (Trefferquote 70 Prozent) als die Göttinger (43). Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Gäste im dritten Viertel etwas die Zügel schleifen. Anders als JDA Dijon am Mittwoch in der Champions League besaß die Göttinger Mannschaft trotz eines 8:0-Laufs zum 62:75 aber nicht die Qualität, zurückzuschlagen. Heckmann und Alexander sorgten schnell wieder für klare Verhältnisse.

"Auch wenn wir zu viele Ballverluste hatten und nicht gut beim Rebound waren - das Wichtigste ist der Sieg", freute sich Bagatskis. Es war wettbewerbsübergreifend der siebte in Folge.

Spieler des Spiels

Patrick Heckmann Wie man auch ohne Ball in den Händen Korbgefahr ausstrahlen kann, bewies der Nationalspieler gleich mehrere Male, indem er im richtigen Moment zum Korb zog und sich als Passempfänger förmlich aufdrängte. Hatte er den Ball dann in den Händen, schloss er bei sechs Versuchen ohne Fehlwurf ab.

Die Statistik

BG Göttingen - Brose Bamberg 64:83

(12:28, 16:16, 21:22, 15:17) Göttingen Willis (16 Punkte/1 Dreier), Carter (13), Haukohl (10/2), Grüttner Bacoul (9/1), Kramer (8/2), Stockton (5), Mönninghoff (3/1), Lockhart, Albrecht, Andric, Larysz Bamberg Rice (14/4), Heckmann (13), Alexander (13), Jelovac (10/1), Zisis (9/1), Hickman (7/1), Rubit (7), Taylor (6/2), Stuckey (2), Schmidt (2), Harris SR Matip, Panther, Straube Zuschauer 3447 (ausverk.) Gesamtwurfquote Göttingen 40 Prozent (24/60), Bamberg 52 (30/58)

Dreierquote Göttingen 30 (7/23), Bamberg 32 (9/28) Freiwurfquote Göttingen 60 (9/15), Bamberg 88 (14/16) Rebounds Göttingen 30 (18 defensiv/12 offensiv), Bamberg 36 (26/10)

Ballgewinne/-verluste Göttingen 8/17, Bamberg 7/14 Assists Göttingen 19 / Bamberg 19 Fouls Göttingen 16 / Bamberg 19

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