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Brose Bamberg auf der Suche nach "defensiver Identität""

Nach der Niederlage gegen ERA Nymburk peilen die Bamberger gegen die Gießen 46ers den ersten Heimsieg der Saison an.
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An das Pokalspiel in Gießen wird Assem Marei (mit Ball) lieber zurückdenken als an seine Vorstellung am Mittwoch in Nymburk. Während der Bamberger Center gegen die Tschechen ohne Korberfolg blieb, erzielte er in Gießen 17 Zähler. Hier setzt sich der Ägypter gegen Luke Petrasek von den 46ers durch. Foto: Daniel Löb
An das Pokalspiel in Gießen wird Assem Marei (mit Ball) lieber zurückdenken als an seine Vorstellung am Mittwoch in Nymburk. Während der Bamberger Center gegen die Tschechen ohne Korberfolg blieb, erzielte er in Gießen 17 Zähler. Hier setzt sich der Ägypter gegen Luke Petrasek von den 46ers durch. Foto: Daniel Löb

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen treffen die Gießen 46ers und Brose Bamberg aufeinander. Nach dem 72:66-Erfolg im Pokalwettbewerb bei den Hessen peilen die Bamberger am Samstag (18 Uhr) den ersten Heimerfolg in dieser Bundesligasaison an.

In der erst zweiten Partie in der heimischen Brose-Arena in dieser Spielzeit geht es für die Mannschaft von Trainer Roel Moors auch darum, nach der über weite Strecken schlechten Leistung in Nymburk am vergangenen Mittwoch die richtige Antwort zu geben. "Der Coach hat uns einen guten Plan mitgegeben, aber wir haben ihn nicht umgesetzt. Solche Tiefs hat man in der Saison leider manchmal. Natürlich wollen wir das vermeiden, aber das ist ein Teil des Spiels, und darauf müssen wir beim nächsten Mal einfach besser reagieren", sagte Flügelspieler Tré McLean nach der 71:91-Niederlage zum Auftakt in der Champions League bei brosebamberg.tv. "Es ist gut, dass wir am Samstag schon wieder spielen. Man vergisst dieses Spiel zwar nicht, aber es ist nicht mehr so präsent im Kopf und man wird den Geschmack der Niederlage los."

Besonders defensiv müssen sich die Bamberger gewaltig steigern. Gegen Weißenfels und Nymburk kassierten sie jeweils über 90 Punkte. Von daher wird die Partie gegen die schwach gestarteten Gießener kein Selbstläufer, zumal sich das Brose-Team beim Pokalsieg über die Hessen lange Zeit schwer tat. Den Ausschlag damals gab die deutliche Bamberger Reboundüberlegenheit (42:24) und der glänzend aufgelegte Assem Marei, der mit 17 Punkten und zehn Rebounds ein "Double-Double" erreichte. Auf Gießener Seite hatte Aufbauspieler Stephen Brown mit 20 Punkten ein erfolgreiches Debüt im Trikot der 46ers, für die es in dieser Saison ausschließlich um den Klassenerhalt geht, gegeben. Wie schwer der Kampf gegen den Abstieg werden könnte, zeigte sich jüngst bei der klaren 75:99-Heimniederlage gegen den Aufsteiger Hamburg Towers, die die Gießener Fans mit Pfiffen quittierten. Auch die Gäste haben also am Samstagabend etwas gutzumachen.

"Wichtig für uns ist, dass wir von Beginn an mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen. Das haben wir in Nymburk vermissen lassen. Wir sind noch auf der Suche nach unserer defensiven Identität. Ich hoffe aber, dass wir gegen Gießen einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gehen", meinte Brose-Trainer Moors, der kurzfristig darüber entscheiden will, ob Neuzugang Retin Obasohan mit von der Partie sein wird. Der am Donnerstag verpflichtete Belgier hat am Freitag erstmals mit seinem neuen Team trainiert.

Gäste-Check: Gießen 46ers

Die Form Die Gießen 46ers warten noch auf den ersten Sieg in dieser Spielzeit. In der Bundesliga verloren sie mit 92:108 gegen die Crailsheim Merlins und mit 75:99 gegen den Aufsteiger Hamburg Towers. Hinzu kam das Pokal-Aus gegen Bamberg. Saisonübergreifend haben die 46ers seit März nur zwei von 13 Spielen gewonnen. Die Leistungsträger Aufbauspieler Stephen Brown (22 Punkte im Schnitt) sowie der von der Bank kommende Shooting Guard Teyvon Myers (17,5) führen die Gießener an. Auf eine zweistellige Punkteausbeute kommen zudem Routinier Brandon Thomas (15) und Power Forward Luke Petrasek (11). Center-Koloss John Bryant ist noch nicht so dominant wie in der vergangenen Saison, nähert sich aber einem "Double-Double" (9,5 Punkte/9,5 Rebounds im Schnitt) an. Die Taktik "Wir müssen den Ball kontrollieren und Fastbreaks spielen, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Wir müssen aber auch strukturiert spielen, um nicht zu viele Turnover zu produzieren. Und das Reboundduell müssen wir ausgeglichen gestalten", sagte Trainer Ingo Freyer der Zeitung "Gießener Allgemeine".

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