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Basketball

Berliner sind heiß auf Revanche

In der Neuauflage des Pokalfinales erwartet Brose Bamberg am Sonntag ein hochmotiviertes Alba-Team.
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Der Wurf ins Glück: Nikos Zisis trifft den letzten Dreier, der den Bambergern den Pokalsieg beschert. Der Berliner Niels Giffey (links) kann den Distanzwurf des Brose-Kapitäns zwei Sekunden vor der Schlusssirene nicht verhindern. Foto: Daniel Löb
Der Wurf ins Glück: Nikos Zisis trifft den letzten Dreier, der den Bambergern den Pokalsieg beschert. Der Berliner Niels Giffey (links) kann den Distanzwurf des Brose-Kapitäns zwei Sekunden vor der Schlusssirene nicht verhindern. Foto: Daniel Löb

Zwischen Hin- und Rückspiel im Viertelfinale der Basketball-Champions-League bleibt Brose Bamberg keine Zeit zum Verschnaufen. Nur vier Tage nach dem hart erkämpften 71:67-Heimerfolg wartet in der heimischen Arena eine weitere Herkulesaufgabe auf die Mannschaft von Trainer Federico Perego. Im Bundesliga-Duell mit Alba Berlin kommt es am Sonntag (18 Uhr) zur Neuauflage des Pokalfinales.

Mitte Februar gingen die Bamberger als Außenseiter ins Cupendspiel, schnappten sich aber mit dem 83:82-Erfolg die Trophäe. Im morgigen Duell stehen die Chancen angesichts der starken Vorstellungen beider Teams in den vergangenen Wochen wohl 50:50. "Es ist ein sehr wichtiges Spiel. Ich hoffe, dass wir alle mit der gleichen Einstellung in dieses Spiel gehen wie gegen AEK Athen", sagt Brose-Flügelspieler Patrick Heckmann. Denn die Berliner sind natürlich auf Revanche aus für die bittere Finalniederlage, die Nikos Zisis mit seinem Dreier zwei Sekunden vor der Schlusssirene besiegelt hatte.

"Verrückter April"

Der "verrückte April", wie der Bamberger Coach Perego das schwere Restprogramm in der Bundesliga-Hauptrunde bezeichnet, beginnt für sein Team eigentlich schon am letzten Tag des Monats März. Mit dem Duell gegen Alba (5./32:10 Punkte) am Sonntag, zwei Vergleichen gegen den Tabellenzweiten EWE Baskets Oldenburg (38:8), und dem Gastspiel beim Ligaprimus Bayern München (44:4) stehen für die Brose-Basketballer (3./36:10) in den kommenden Wochen vier Spitzenspiele an. Hinzu kommen schwere Auswärtspartien in Bonn, Ludwigsburg und Frankfurt. Alle drei Teams kämpfen noch um die Play-off-Teilnahme.

"Wir müssen gegen Berlin gewinnen, um im Play-off-Rennen weit vorne zu landen", meint Heckmann. Denn sein Team möchte, wie alle anderen Verfolger, den Münchner Bayern in der K.-o.-Runde möglichst lange aus dem Weg gehen. Als Zweiter oder Dritter nach der Hauptrunde würden die Bamberger erst im Finale auf den Meister treffen. Gegen die nach Minuspunkten punktgleichen Berliner wäre daher ein Heimsieg am Sonntag Gold wert. Das Hinspiel im November entschied Alba mit 92:88 für sich.

Alba hatte neun Tage Pause

Im Gegensatz zu den Bambergern gehen die Berliner ausgeruht ins dritte Duell in dieser Saison. Das Team aus der Hauptstadt hatte nach dem Sieg in Andorra, der ihnen den Einzug ins Finale des Eurocups gegen Valencia BC bescherte, neun Tage Zeit, sich auf die Partie in der Brose-Arena vorzubereiten. "Das ist natürlich ein Vorteil. Wir müssen versuchen, ihrer Energie unsere entgegenzusetzen. Wir müssen aufs Parkett gehen und hungrig sein", fordert Perego.

Überragender Spieler in den Reihen Berlins bei den beiden Siegen über Andorra war Peyton Siva. Der Aufbauspieler erzielte im Schnitt 19,5 Punkte und sechs Assists. Zudem traf er sieben Dreier bei zwölf Versuchen und verwandelte zwölf Freiwürfe. Aufgrund dieser Werte wurde Siva zum MVP des Eurocup-Halbfinales gewählt.

In der Bundesliga ist der Litauer Rokas Giedraitis (13,3 Punkte im Schnitt pro Spiel) bester Werfer des offensivstärksten Teams (91,5). Fünf weitere Akteure kommen ebenfalls auf eine zweistellige Ausbeute, darunter Luka Sikma (11,2). Der Power Forward und Bundesliga-MVP der Vorsaison war im Pokalfinale gerippegeschwächt und daher kein Faktor. Das dürfte am Sonntag anders sein.

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