Stappenbach
Spiel der Woche

Beiderseits Siegchancen im Derby Stappenbach gegen Vorra

Im Derby der Bamberger Fußball-Kreisklasse 3 trennen sich die Fußballer der DJK Stappenbach und der DJK/SC Vorra mit einem gerechten 2:2.
Artikel drucken Artikel einbetten
Marian Heuchele von der DJK/SC Vorra versucht, sich im Kopfballduell gegen den Stappenbacher Steffen Denzler (rechts) zu behaupten; links hinten Michael Kamtschatnyi. Fotos: sportpress
Marian Heuchele von der DJK/SC Vorra versucht, sich im Kopfballduell gegen den Stappenbacher Steffen Denzler (rechts) zu behaupten; links hinten Michael Kamtschatnyi. Fotos: sportpress
+12 Bilder

Die 3:5-Niederlage jüngst im Verfolgerduell beim Neuling FC Pommersfelden war für die Fußballer der DJK Stappenbach ein herber Rückschlag im Kampf um den sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisliga Bamberg. Dennoch hält Spielertrainer Mario Meth an diesem Ziel fest. Der 34-jährige Ex-Pettstadter beklagt das Verletzungspech seiner Mannschaft sowie berufsbedingte Ausfälle von Stammakteuren beim Siebten der Kreisklasse 3.

"Fakt ist aber, dass der zur Verfügung stehende breite Kader durchaus die Qualität hat, um in der Kreisklasse ganz vorne mitzuspielen", gibt sich der neue Coach zuversichtlich. Jedenfalls sind für die Stappenbacher trotz der etwas enttäuschend verlaufenen Hinrunde die beiden ersten Plätze noch in Reichweite. Die Torschützenliste führt Mario Meth mit 13 Treffern vor Markus Weisel, der elf Tore verbuchte, an. Die bislang erzielten 44 Treffer verteilen sich auf neun Schützen. Steigern muss sich in der Restrückrunde die zuweilen etwas wacklige Defensivabteilung der DJK Stappenbach, die das Hinspiel bei der DJK/SC Vorra mit 3:1 gewann.

Die Gäste sind im Aufwind

Nur schleppend kam die DJK/SC Vorra aus den Startlöchern. Als die "Vörrer" am achten Spieltag wegen personeller Engpässe zur Partie beim SV Wachenroth nicht angetreten waren, erklärte Trainer Markus Dotterweich (33) seinen Rücktritt zur Winterpause. "Das Team zeigte ab diesem Zeitpunkt ein völlig anderes Gesicht und machte deutlich, was mit der richtigen Einstellung möglich ist. Von den folgenden elf Begegnungen wurden nur zwei Partien verloren. Meine taktischen Vorgaben wurden exzellent umgesetzt. Auch spielerisch konnte unser Team von Spiel zu Spiel mehr überzeugen", so Coach Dotterweich.

Das Ziel der DJK/SC Vorra für diese Saison war die taktische und spieltechnische Weiterentwicklung der gegenüber dem Vorjahr kaum veränderten Mannschaft sowie eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld der 15er-Rangliste. "Unsere Jungs haben einen großen Schritt nach vorne gemacht und haben momentan vor der Abstiegszone einen beruhigenden Vorsprung", so die Einschätzung des scheidenden Trainers.

Verhaltener Start im Derby

Das Derby begann beiderseits verhalten. Die erste Chance der Partie hatten die Hausherren in der 18. Minute. Markus Weisel bediente den davoneilenden Daniel Lamprecht, doch dieser scheiterte an Gästekeeper Thilo Suck. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld unterlief Michael Kamtschatnyi im Strafraum ein Handspiel. Andreas Dotterweich verwandelte den Strafstoß sicher zur Gästeführung. Drei Minuten später deutete Schiedsrichter Ullrich Schönfeld bei der DJK Stappenbach auf den Punkt. Tim Purucker verwertete den Handelfmeter zum 1:1-Gleichstand und zugleich zu seinem ersten Treffer in dieser Saison. Wenig später drehte der Kreisliga-Absteiger die Partie. Daniel Lamprecht nahm einen langen Ball von Jim Röckelein mit der Brust an, spielte einen gefühlvollen Doppelpass mit Tim Purucker und donnerte das Leder zur 2:1-Führung in das rechte untere Eck.

Die DJK/SC Vorra steigert sich

Nach der Pause kamen die "Vörrer" etwas besser ins Spiel und erarbeiteten sich Einschussmöglichkeiten. Der Stappenbacher Torsteher Fabian Wazanini klärte mehrfach in höchster Not. Nach einem Eckstoß der Gäste kam Florian Dotterweich zum Kopfball. Sein Abschluss wurde aber kurz vor der Linie abgewehrt. In der 69. Min. wurden die Angriffsbemühungen des Gästeteams belohnt. Nach Vorarbeit von Mario Mohl markierte Marian Heuchele das leistungsgerechte 2:2. Kurz darauf bot sich Robin Sures eine Großchance zur Führung für Vorra. Der Angreifer war bereits an Torwart Wazanini vorbei, schob aber die Kugel völlig unbehindert am Gehäuse vorbei. Die Schlussminuten der spannenden und fairen Partie gehörten wieder den Stappenbachern. Diese konnten aber in einigen brenzlichen Situationen vor dem Gästekasten den Lucky Punch nicht mehr setzen.

Der Stappenbacher Trainer Mario Meth sagte: "Wir mussten heute sieben Stammspieler ersetzen. Dennoch machten meine Jungs ein ansprechendes Spiel. Am Ende bringt uns der Punkt in Blickrichtung nach oben nicht viel weiter. Aufgrund der Personalnot kann ich aber mit dem 2:2-Endstand einigermaßen zufrieden sein."

Thilo Suck, der Spielführer der DJK/SC Vorra, erklärte: "Unter dem Strich können wir mit dem Unentschieden auswärts gut leben. Unsere Mannschaft hat alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. In der zweiten Halbzeit hatte das Team viel Ballbesitz. Wir drängten mit aller Macht auf den Ausgleichstreffer, der uns dann auch noch gelungen ist." DJK Stappenbach Wazanini - Isick, J. Röckelein, S. Denzler, Hesse, Kamtschatnyi, Rösch (46. Genßler), Lamprecht (78. Gundalach), Geck, Weisel, Purucker DJK/SC Vorra Suck - F. Dotterweich, Mi. Dotterweich, Büttner, J. Dotterweich, Mohl (88. Hartmann), Heuchele, Neundorfer, Sures, Beck (62. Fashwal), A. Dotterweich

SR Ullrich Schönfeld (DJK Schnaid/Rothensand)

Zuschauer 135

Tore 0:1 A. Dotterweich (33., Handelfmeter), 1:1 Purucker (36., Handelfmeter), 2:1 Lamprecht (39.), 2:2 Heuchele (69.)

Gelbe Karten J. Röckelein, Isick, Genßler, Kamtschatnyi / T. Büttner, Sures

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren