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Baunach
Basketball

Baunacher im zweiten Viertel von der Rolle

Die Baunach Young Pikes stecken tief im Tabellenkeller der ProA fest. Nach dem 70:91 in Paderborn kommt es nun auf die Vergleiche mit Schalke 04 an.
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In Paderborn starteten die Baunacher mit dem 16-jährigen Elias Baggette auf der Spielmacherposition in die Partie. Foto: sportpress
In Paderborn starteten die Baunacher mit dem 16-jährigen Elias Baggette auf der Spielmacherposition in die Partie. Foto: sportpress

Auch im neunten Spiel in Folge war den Basketballern der Baunach Young Pikes (15.) in der 2. Liga ProA kein Erfolg vergönnt. Das Kellerduell bei den Uni Baskets Paderborn (12.) verloren sie am Samstag klar mit 70:91 (30:44). Da sie auch im direkten Vergleich schlechter sind, liegen sie schon vier Siege hinter Paderborn.

Die Baunacher starteten mit dem 16-jährigen Elias Baggette, der statt des erkältungsgeschwächten Marvin Heckel die Hauptlast im Spielaufbau trug (Matej Jelovcic konnte wegen einer Grippe gar nicht spielen) und diese Aufgabe sehr ordentlich erfüllte. Mit jeweils vier Punkten sorgten er und Adam Pechacek für einen ausgeglichenen 10:10-Start nach fünf Minuten. Nach zwei Baunacher Ballverlusten kamen die Gastgeber durch Martin Seiferth, den Bruder des Bayreuther Nationalspielers, erstmals zu einer Vier-Punkte-Führung. Nach dem ersten Viertel stand es 20:18.

Drei Freiwürfe in Folge versenkt

Matteo Seric war es, der in der 13. Minute mit drei Freiwürfen in Folge das 25:22 für die Baunacher herausholte, doch prompt wendete Kahl mit zwei Dreiern wieder das Blatt. Da die Young Pikes dagegen keinen ihrer sechs Versuche aus der Distanz im Korb unterbrachten, zogen die Uni Baskets in der 17. Minute erstmals zweistellig auf 35:25 davon. Erst Nicholas Tischler beendete nach einer fünfminütigen Flaute den 11:0-Lauf der Gastgeber, doch zur Pause lagen die Ostwestfalen mit 44:30 in Führung. Ausschlaggebend für den Rückstand war in erster Linie eine schwache Zweierquote von 44 Prozent bei den jungen Hechten, während die Schützlinge von Uli Naechster hier zu 79 Prozent getroffen hatten.

Trainer sorgen für neue Motivation

Frisch motiviert von den Trainern Felix Czerny und Mario Dugandzic starteten die Oberfranken nach dem Wechsel aggressiver. Daniel Keppeler verkürzte mit vier Punkten auf 50:38 (23. Minute), doch nachdem die Baunacher einige Chancen an der Freiwurflinie ausgelassen hatten, baute Benzinger mit einem Dreier zum 59:38 den Vorsprung erstmals auf über 20 Punkte aus. Die Gäste versuchten, mit einer Ganzfeldpresse zurück ins Spiel zu kommen.

Zwar gelang es ihnen, Paderborn in Bedrängnis zu bringen, aber sie agierten etwas glücklos und belohnten sich nicht für den Aufwand. Die ersten beiden Dreier durch Kristian Kullamäe, der lange gebraucht hatte, um ins Spiel zu finden, weckten kurzfristig Hoffnung bei den Baunachern, doch näher als auf 71:54 nach 30 Minuten kamen sie nicht heran.

Auch im letzten Viertel sahen die 1434 Zuschauer eine kämpfende Youngster-Truppe. Henri Drell verkürzte mit einem Dreier zum 75:63 (34.) nochmals. Da die Hechte jedoch schlecht von der Freiwurflinie trafen und einige Paderborner Defensivrebounds zuließen, gelang die Wende nicht mehr. Coach Czerny meinte: "Uns war unsere Tabellensituation sehr bewusst. Leider hat unser Herangehen das nicht widergespiegelt, und der Lauf von Paderborn im zweiten Viertel war einfach zu lang gewesen. Wir sind nicht zufrieden mit unserer Leistung. Aber nur teils wegen des Ausgangs, vielmehr wegen der Art unseres Auftritts."

Zweimal gegen Schalke

Für die Young Pikes kommt es nun zu zwei ganz wichtigen Spielen gegen den FC Schalke 04, der am Samstag in Karlsruhe mit 82:59 unterlag. Am morgigen Dienstag in Oberhausen und acht Tage später in Bamberg (19.30 Uhr) besteht die Chance, mit zwei Siegen die Abstiegsplätze zu verlassen. Bei zwei Niederlagen dagegen rückt der Klassenerhalt in weite Ferne.

Die Statistik

Uni Baskets Paderborn: Seiferth (20 Punkte), Benzinger (19/3 Dreier), Klinewski (15), Mixich (10/1), Kahl (10/2), Wood (9/1), Buntic (6), Ward (2), Nagora, Demirbas / Baunach Young Pikes: Pechacek (13), Keppeler (13), Seric (11), Drell (11/1), Kullamäe (10/2), Baggette (6), Tischler (4), Heckel (2), Edwardsson, Plescher, Köppel / Zuschauer: 1434

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