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Basketball

Baunach Young Pikes sind nicht mehr Brose-Farmteam

Bundesligist Brose Bamberg und die Baunach Young Pikes aus der ProB beenden ihre Zusammenarbeit.
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Die Baunacher werden künftig nicht mehr in der ProB spielen; von links: Brandon Tischler, Mateo Seric (verdeckt), Teammanager Jörg Mausolf, Felix Edwardsson, Trainer Mario Dugandzic, Nicholas Tischler und Leo Saffer. Foto: sportpresss
Die Baunacher werden künftig nicht mehr in der ProB spielen; von links: Brandon Tischler, Mateo Seric (verdeckt), Teammanager Jörg Mausolf, Felix Edwardsson, Trainer Mario Dugandzic, Nicholas Tischler und Leo Saffer. Foto: sportpresss

Wie Brose mitteilte, sind die Baunacher ab der kommenden Saison nicht mehr Farmteam des neunmaligen deutschen Meisters. Brose begründet den Schritt mit dem zu Beginn des Jahres 2019 eingeleiteten Konsolidierungsprozess. Überraschend kam das Ende der Zusammenarbeit deshalb für Jörg Mausolf, Abteilungsleiter der Young Pikes, nicht: "Ich war über Wochen in sehr engem Austausch mit Arne Dirks, der mir fair und nachvollziehbar die Gründe dargelegt hat."

Rückzug aus der ProB

Glücklich sei er über die Entscheidung aber "natürlich nicht". Schließlich steht der Verein nun vor einer unsicheren Zukunft. "Eine Teilnahme an der 2. Bundesliga ProB ist aus finanziellen und organisatorischen Gründen ausgeschlossen", sagt Mausolf. Der Verein habe deshalb fristgerecht für die Regionalliga gemeldet. "Es wird aber eine Mammutaufgabe, diesen Startplatz wahrnehmen zu können", betont er mit Blick auf die Hallensituation und die Kaderzusammenstellung. Sollte es mit der Regionalliga nicht klappen, werde der Verein das Startrecht der zweiten Mannschaft in der Bezirksoberliga wahrnehmen. "Es ist alles noch sehr frisch, aber wenn ich im Sport eins gelernt habe: Man muss nach vorne schauen und nicht zurück", bleibt Mausolf optimistisch.

Siebenjährige Zusammenarbeit

Sieben Jahre hielt die Kooperation zwischen Brose und den Young Pikes, aus der National- und Bundesligaspieler wie Johannes Thiemann, Andreas Obst und Leon Kratzer hervorgingen. Im aktuellen Brose-Kader stehen mit Louis Olinde, Mateo Seric und Moritz Plescher drei Spieler mit Baunacher Vergangenheit. Brose-Geschäftsführer Arne Dirks lobt die Baunacher als "Ausbildungsstätte für viele Bamberger Jugendspieler", betont aber auch: "Um unseren angepeilten Konsolidierungskurs allerdings beizubehalten, müssen wir die Kooperation schweren Herzens beenden."

Biegt Bamberger Weg nach Coburg ab?

Auf Nachfrage bestätigte Brose, dass in der kommenden Saison  auf ein Farmteam verzichtet wird. Das Ende des viel zitierten Bamberger Wegs – Dirks beschrieb  ihn vor einigen Monaten mit den Worten: „Wir müssen unsere Wurzeln wieder stärken und pflegen: Aus jungen, talentierten Spielern, die in Bamberg den nächsten Schritt ihrer Karriere gehen wollen, ein Team formen, das mit Herz und Engagement auf dem Platz couragiert fightet“ – bedeute das Ende der Kooperation  aber nicht.   

Konkrete Information zur künftigen Ausrichtung des Wegs gab es von Brose jedoch nicht. Zuletzt wurde immer wieder gemunkelt, dass Brose eine Zusammenarbeit mit dem ProB-Ligisten BBC Coburg  anstreben könnte. Auch dieses Gerücht kommentierte der Bundesligist nicht. 

Offen ist auch die Zukunft des bisherigen Baunacher Trainers Mario Dugandzic: Bleibt er im Brose-Programm? Die kurze Antwort des Bundesligisten darauf: „Keine Aussage zu Personalien.“