Baunach

Baunach lässt Reaktion vermissen

Die Baunach Young Pikes kassieren in der ProB eine klare Niederlage gegen die Skyliners Juniors
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Per Dunk versenkt der Baunacher Nicholas Tischler den Ball, nach einer schwachen zweiten Spielhälfte haben die Young Pikes aber gegen die Skyliners Juniors mit 70:93 verloren.sportpress
Per Dunk versenkt der Baunacher Nicholas Tischler den Ball, nach einer schwachen zweiten Spielhälfte haben die Young Pikes aber gegen die Skyliners Juniors mit 70:93 verloren.sportpress

In der 2. Basketball-Liga ProB haben die Baunach Young Pikes zu Hause gegen die Fraport Skyliners Juniors deutlich mit 70:93 verloren und müssen nun weiterhin um die Qualifikation für die Play-offs bangen. Vor gut 300 Zuschauern in der Strullendorfer Hauptsmoorhalle waren die Gastgeber nur in der ersten Halbzeit ebenbürtig, konnten dann aber den zahlreichen Dreiern der Frankfurter nichts mehr entgegensetzen.

Führung zur Spielmitte

Schon zu Beginn zeigten die Hessen, dass sie sich mit aller Macht für die Niederlage im Hinspiel revanchieren wollten, und gingen gleich mit 11:0 in Führung. Es dauerte knapp drei Minuten, bevor Nicholas Tischler mit einem wuchtigen Dunking den ersten Korb für die Gastgeber erzielte. Danach kamen die jungen Hechte, die auf die genesenen Elias Baggette, Brandon Tischler und Leon Bulic zurückgreifen konnten, besser ins Spiel und kamen Punkt für Punkt heran. Bis zum Ende des ersten Viertels war die Partie beim 17:17 wieder ausgeglichen.

Im zweiten Abschnitt hatten die Baunacher ihre beste Phase. Mit einer Ganzfeldpresse zwangen sie Frankfurt zu zahlreichen Ballverlusten (15 bis zur Pause), die sie in einfache Korbleger ummünzen konnten. Außerdem trafen sie sieben ihrer 16 Dreier und erzielten in diesem Abschnitt alleine 31 Punkte. Baunach nahm eine scheinbar beruhigende 48:37-Führung mit in die Halbzeitpause.

Frankfurt wie ausgewechselt

Nach der Pause aber kamen die Frankfurter wesentlich aggressiver aus der Kabine und stellten rasch den Anschluss her. Nach sieben Minuten hatten sie das Spiel gedreht und lagen nach einem Dreier von Nigel Pruitt mit 54:53 vorne. Jetzt war der Amerikaner, der bis zur 30. Minute bereits sieben Dreier bei neun Versuchen getroffen hatte, nicht mehr unter Kontrolle zu bringen. Auch Aaron Kayser war unter dem Korb nicht zu stoppen. Beim 58:64 war vor dem letzte Viertel aber noch alles möglich.

In dem zeigten die Skyliners gleich, dass sie sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen wollten, und hatten nach 35 Minuten ihren Vorsprung auf 78:60 erhöht. Zwar gaben die Gastgeber in keiner Phase auf, aber Frankfurt konnte sich auf seine hervorragende Dreierquote (63 Prozent) und Reboundüberlegenheit (37:29) verlassen, sodass sie mit einem klaren 93:70 als Sieger vom Platz gingen.

"Wir waren wie gelähmt"

Trainer Mario Dugandzic war nach dem Spiel entsprechend enttäuscht: "Wir waren auf einmal komplett leer, träge und haben uns natürlich auch beeinflussen lassen von der sehr hohen Trefferquote von Pruitt. Er hat ein komplettes Spiel übernommen und zehn von zwölf Dreiern getroffen. Wir haben nicht reagiert, waren wie gelähmt. So treten wir normalerweise zu Hause nicht auf."

Bleibt zu hoffen, dass sich das Team bis zum Samstag die Worte ihres Coaches zu Herzen nimmt, wenn sich in Coburg beim Derby gegen den BBC die nächste Chance bietet, einen Schritt in Richtung Play-offs zu machen.

Baunach Young Pikes: Heckel (18/ 4 Dreier), Keppeler (12/2), Baggette (8/2), Plescher (8/1), N. Tischler (8), Beck (8), Bulic (4), B. Tischler (4) / Fraport Skyliners: Pruitt (32/10), Kaiser (14), Kamdem (13), Grün (12/2), Peric (7/1), Schoormann (7/1), Begue (4), Schaum (3/1), Onyia (1) / Zuschauer: 310

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