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Basketballer von Brose Bamberg droht das Play-off-Aus

Brose Bamberg verliert in Vechta mit 78:87 und muss nun am Dienstag in eigener Halle gewinnen, um in der Viertelfinalserie ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen.
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Josh Young  von Rasta Vechta kommt frei zum Wurf, weil ihn die Bamberger Cliff Alexander (links) und Patrick Heckmann nicht stören. Foto: Christian Becker
Josh Young von Rasta Vechta kommt frei zum Wurf, weil ihn die Bamberger Cliff Alexander (links) und Patrick Heckmann nicht stören. Foto: Christian Becker

Brose Bamberg steht im Play-off-Viertelfinale der Basketball-Bundesliga mit dem Rücken zur Wand. Der Pokalsieger verlor am Samstagabend nach einer über weite Strecken schwachen Leistung bei Rasta Vechta mit 78:87 (39:48). Damit ging der Aufsteiger aus Niedersachsen in der der best-of-five-Serie mit 2:1 Siegen in Führung und kann nun am Dienstag (20.30 Uhr) in Bamberg den Halbfinaleinzug perfekt machen. Reißt sich das Team von Federico Perego nicht gewaltig am Riemen und legt nicht den gleichen Siegeswillen an den Tag wie das Überraschungsteam dieser Saison, dann endet diese Spielzeit in drei Tagen in der Brose-Arena mit einer großen Enttäuschung.

"Wir müssen einfach mit der gleichen Energie spielen wie Vechta. Wir haben ihnen zu viele einfache Punkte erlaubt", meinte Brose-Flügelspieler Maurice Stuckey bei Magentasport.de. Die wieder nur mit sieben Spielern agierenden Niedersachsen stellten das weitaus homogenere Team, aus dem Austin Hollins (21 Punkte) und T.J. Bray (13 Punkte/13 Rebounds) wieder einmal hervorstachen. Bei den Bambergern wehrten sich Elias Harris (16) und Tyrese Rice (15/9 Assists) noch am meisten gegen die bereits dritte Niederlage gegen den Aufsteiger in dieser Saison. Bei den Werten in den einzelnen Kategorien lagen beide Mannschaften zwar nicht weit auseinander, in der Körpersprache lagen aber Welten zwischen ihnen.

Bei den ohnehin verletzungsgeplagten Vechtaern fehlte auch noch Robin Christen (Risswunde an der Hand), dafür stand Center Michael Kessens nach überstandener fiebriger Erkältung erstmals in dieser Play-off-Serie zur Verfügung. Die Bamberger mussten auf Louis Olinde (Rückenprobleme) verzichten.

Perego veränderte im Vergleich zu den ersten beiden Duellen seine Startformation und schickte Ricky Hickman, Nikos Zisis, Bryce Taylor, Patrick Heckmann und Cliff Alexander aufs Feld. Diese erste Fünf harmonierte aber nicht. Schon nach vier Minuten sah sich Perego beim Stand von 4:13 zu einer Auszeit gezwungen. Während die Gäste viel zu statisch agierten, machte Rasta wie erwartet von Beginn an Druck und war das wachere Team. Nach dem ersten Viertel betrug der Vorsprung der Hausherren zehn Punkte (23:13).

Rice, der in den ersten zehn Minuten noch keinen Zähler erzielt hatte, drehte im zweiten Viertel auf und sorgte mit elf Punkten dafür, dass die Bamberger zunächst dran blieben. Defensiv waren die Gäste aber überhaupt nicht im Bild. Mehrere Male bekamen Vechta-Spieler den Ball direkt unter dem Korb serviert, von einem Gegenspieler war weit und breit nichts zu sehen. Die Zuordnung stimmte bei Brose überhaupt nicht. So war es kein Wunder, dass die Niedersachsen zur Pause mit 48:39 vorne lagen, zumal sie auch beim Rebound (21:12) klar dominierten.

Zwei Bamberger Ballverluste zu Beginn der zweiten Halbzeit nahm Rasta dankbar an, um schnell wieder Fahrt aufzunehmen. Den Gästen fiel in der Folge wenig ein, die Abwehr des Aufsteigers auszuhebeln. Oft versuchten sie es aus der Distanz, doch die Würfe fielen nicht. Erst nach sieben Minuten sah sich Vechta zum ersten Foul gezwungen, da von Bamberg keinerlei Druck ausging. Beim 64:47 (27. Minute) hatte Vechta seine bis dahin höchste Führung erreicht, ehe Stuckey mit zwei Dreiern den Gästen noch einmal die Hoffnung gab, vielleicht doch noch für eine Wende zu sorgen. Allerdings schafften sie es erst zwei Minuten vor Spielende, den Rückstand in den einstelligen Bereich zu drücken. Rastas Rumpfteam schwanden zwar die Kräfte, doch es war clever genug, den Sieg sicher nach Hause zu bringen.

Rasta Vechta: Hollins (21 Punkte/5 Dreier), Young (15/1), Bray (13), Herkenhoff (12), Kessens (10), Carter (9/1), DiLeo (7/1)

Brose Bamberg: Harris (16), Rice (15/3), Rubit (13/1), Heckmann (12/1), Zisis (6/1), Stuckey (6/2), Hickman (4), Alexander (4), Taylor (2), Schmidt

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