Bamberg

Bandirma ist Play-off-Stammgast

Im Achtelfinale der Champions League bekommt es Brose Bamberg mit einem unberechenbaren Team zu tun. In eigener Halle will sich der Pokalsieger heute Abend eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in der Türkei verschaffen.
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Illustration: Carolin Höfler; efks/adobe.stock
Illustration: Carolin Höfler; efks/adobe.stock

Das erste Heimspiel seit dem Pokalgewinn ist für die Bamberger Brose-Basketballer gleich ein bedeutendes. Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Banvit BK Bandirma gilt es am Mittwochabend (20 Uhr), sich eine gute Ausgangssituation für das entscheidende Rückspiel in einer Woche zu schaffen. Aufgrund dieses Formats ist im Hinspiel auch ein Unentschieden möglich.

"Der Pokalsieg beflügelt uns natürlich. Wir wissen jetzt, dass wir auch wichtige Spiele gewinnen können", sagt Flügelspieler Maurice Stuckey. Ein Sieg - möglichst mit hohem Vorsprung - wäre eine gute Grundlage für den Einzug ins Viertelfinale.

Der Bamberger Kontrahent aus der Türkei ist ein Stammgast in den Play-offs der Champions League. 2017 stieß er bis ins Finale vor, das Bandirma gegen Iberostar Teneriffa mit 59:63 verlor. In der vergangenen Spielzeit scheiterte Banvit BK, das den Namen eines ortsansässigen Geflügelfleischproduzenten im Vereinsnamen trägt, im Viertelfinale am späteren Endspielteilnehmer AS Monaco.

Auch in dieser Spielzeit qualifizierte sich das Team aus der knapp 150 000 Einwohner zählenden Hafenstadt am südlichen Rand des Marmarameeres souverän für das Achtelfinale. In der Vorrundengruppe A belegte es mit der Bilanz von neun Siegen und fünf Niederlagen (der gleichen wie Bamberg) hinter Gruppensieger UCAM Murcia den zweiten Platz. Die Spanier waren das einzige Team der Gruppe, das in Bandirma gewann (63:62).

In der türkischen Liga läuft es dagegen wesentlich schlechter für die Mannschaft von Trainer Hakan Demir. Mit einer Bilanz von sechs Siegen und elf Niederlagen belegt sie nur den zwölften Tabellenplatz. Zuletzt kassierte Banvit BK, das letztmals am 11. Februar im Einsatz war, eine 85:93-Niederlage bei Anadolu Efes Istanbul. Es war die dritte in Folge. Brose-Trainer Federico Perego geht aber nicht davon aus, auf ein formschwaches Team zu treffen: "Sie hatten jetzt drei Wochen Zeit, ihre Probleme zu lösen", meint der Italiener.

Effektivster Spieler in Reihen der Türken ist Jordan Morgan. Der 2,03 Meter große Power Forward kommt im Schnitt auf 14,4 Punkte und 6,9 Rebounds pro Partie. Bester Korbschütze ist der Mitte Dezember nachverpflichtete Gary Neal. Der 34-jährige Aufbauspieler, der sieben Jahre lang in der NBA aktiv, in dieser Saison aber zunächst vereinslos war, erzielt 16,2 Zähler. Mit Flügelspieler McKenzie Moore (13,9) und Center D.J. Shelton (13,1) punkten zwei weitere US-Amerikaner zweistellig. "Banvit hat viele gute Spieler, die jedoch perfekt als Team harmonieren. Sie sind sehr physisch und mögen es, wenn sie ins Laufen kommen. Ihre Guards attackieren gerne den Korb", nennt Perego die Stärken des Gegners. Für ihn ist daher wieder die Verteidigung der Schlüssel zum Erfolg: "Wir müssen es schaffen, sie zu stoppen. Vor allem im Eins-gegen-Eins müssen wir aggressiv sein."

Bandirma hat gegen deutschen Teams bislang gut ausgesehen. In den vergangenen drei Spielzeiten der Champions League haben die Türken nur eine von zehn Partien gegen ein Team aus der Bundesliga verloren. Nach sechs Siegen in Folge gehen die Bamberger aber mit Selbstvertrauen in das erste Spiel der K.-o.-Runde und wollen die Bilanz gegen Bandirma aus deutscher Sicht verbessern. Da Bryce Taylor seine muskulären Probleme im Oberschenkel überwunden hat, stehen Perego alle Akteure zur Verfügung.

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