Bamberg
Basketball-Bundesliga

Bamberger Gala in Bonn

Der fünfte Sieg in Folge fällt deutlich aus: Brose Bamberg setzt sich bei den Rheinländern klar mit 106:81 durch.
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Die Bamberger (von links) Retin Obasohan, TréMcLean und Nelson Weidemann freuen sich nach dem Sieg in Bonn. Foto: Jörn Wolter
Die Bamberger (von links) Retin Obasohan, TréMcLean und Nelson Weidemann freuen sich nach dem Sieg in Bonn. Foto: Jörn Wolter
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Dank der bislang besten Leistung in dieser Saison haben sich die Basketballer von Brose Bamberg in der Bundesliga auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben. Am Sonntagabend feierten sie im Bonner Telekom Dome einen auch in der Höhe verdienten 106:81 (55:28)-Erfolg gegen schwache Gastgeber und landeten damit wettbewerbsübergreifend den fünften Sieg in Serie.

Erstmals in dieser Saison dominierten die Oberfranken die Partie von Beginn an. Das homogen auftretende Team zeigte mit 27 Assists ein hervorragendes Mannschaftsspiel und holte 15 Rebounds mehr als der Gegner. "Diese Spiel hat gezeigt, wie gut wir sind, wenn wir zusammenspielen und den Plan, den wir uns vorgenommen haben, umsetzen", freute sich Brose-Trainer Roel Moors. Der Belgier hatte vor der Partie eine aggressive Verteidigung und viel Ballbewegung in der Offensive gefordert. Beides haben seine Akteure beherzigt.

Erst als die Partie längst entschieden war, ließ bei ihnen die Konzentration etwas nach. Daher gewannen die Hausherren das letzte Viertel, in dem sich die Gäste acht Ballverluste leisteten, knapp (26:24). "Wir dürfen es uns nicht leisten, wie wir in den letzten sieben Minuten gespielt haben. Insgesamt kann ich aber nicht viel mehr von meinem Team verlangen", meinte Moors.

Zuvor hatten die Bamberger eine fast perfekte erste Halbzeit im Telekom Dome aufs Parkett gelegt. Sie fanden von Beginn an ihren Rhythmus, und mit jedem Korberfolg wuchs das Selbstbewusstsein. Zudem kauften die Gäste ihrem Gegner mit ihrer guten Verteidigung schnell den Schneid ab. Während die verunsicherten Rheinländer zu statisch agierten, lief der Ball beim Pokalsieger wie am Schnürchen. Aufbauspieler Paris Lee, der zur Pause schon sieben seiner insgesamt zehn Assists zu Buche stehen hatte, setzte seine Mitspieler sehr effektiv in Szene. Von seinen Pässen profitierten Kameron Taylor, der fünf seiner sechs Würfe im Korb unterbrachte, und Christian Sengfelder, der viermal bei sechs Versuchen traf. Beide trafen je zwei Dreier, insgesamt schlugen vor der Halbzeit zehn Distanzwürfe im Bonner Korb ein. Die Gastgeber waren nur einmal von jenseits der 6,75-Meter-Linie erfolgreich.

Die Bamberger hatten von Beginn an aufs Gaspedal gedrückt, führten kurz vor Ende des ersten Viertels erstmals zweistellig (23:12) und zur Pause mit 27 Zählern. Nach dem Seitenwechsel verlagerten die Gäste ihr Angriffsspiel mehr in Korbnähe. Davon profitierte Center Assem Marei, der 17 seiner 19 Punkte in der zweiten Halbzeit erzielte und fünf von insgesamt 14 Bamberger Offensivrebounds gegen die überforderten Bonner holte. "Wir haben aus einer guten Abwehr heraus gute Angriffe gestartet. Und jeder hat gepunktet. Das macht es für den Gegner natürlich doppelt schwer," meinte Marei.

Weidemann macht die 100 voll

Bereits nach drei Vierteln war die einseitige Partie beim Stand von 82:55 zugunsten der auswärts in der Bundesliga weiterhin ungeschlagenen Gäste entschieden. Die höchste Führung betrug 33 Punkte (90:57, 33. Minute). Nelson Weidemann machte zweieinhalb Minuten vor Schluss mit zwei Freiwürfen den "Hunderter" voll. Der 20-jährige Aufbauspieler absolvierte seine bislang beste Partie im Brose-Trikot und kam in 14:10 Minuten Einsatzzeit auf 14 Punkte.

Spieler des Spiels

Assem Marei erzielte mit 19 Punkten und elf Rebounds abermals ein "Double-Double". Neun von elf Würfen brachte der ägyptische Center im Bonner Korb unter, zudem traf er einen Bonusfreiwurf nach Foul bei Korberfolg. Trotz dreier Ballverluste kam Marei auf einen guten Effektivitätswert von 25.  

Die Statistik

Telekom Baskets Bonn - Brose Bamberg 81:106

(14:28, 14:27, 27:27, 26:24) Bonn Breunig (12 Punkte), Zimmerman (11), Frazier (10), Polas Bartolo (9/1 Dreier), Dileo (8/1), Subotic (8), Saibou (7/2), McKinney-Jones (7), Simons (7/1), Lischka (2) Bamberg Marei (19), K. Taylor (18/2), Weidemann (14/2), Sengfelder (13/3), McLean (10/3), Lee (8/2), Carrera (6), Harris (6), B. Taylor (5/1), Obasohan (4), Olinde (3/1), Stuckey SR Panther, Hack, Arik Zuschauer 5710 Gesamtwurfquote Bonn 45 Prozent (32 Treffer/71 Versuche), Bamberg 56 (36/64)

Dreierquote Bonn 27 Prozent (4/15), Bamberg 54 (14/26) Freiwurfquote Bonn 76 Prozent (13/17), Bamberg 95 (20/21) Rebounds Bonn 26 (15 defensiv/11 offensiv), Bamberg 41 (27/14) Ballgewinne/-verluste Bonn 7/10, Bamberg 3/15 Assists Bonn 19 / Bamberg 27 Fouls Bonn 21 / Bamberg 18

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