Bamberg
Basketball

Bamberger dominieren am Brett

Mit dem 81:76-Erfolg gegen Mornar Bar gleicht Brose Bamberg am vierten Spieltag seine Bilanz in der Champions League aus. Die Hausherren hätten aufgrund ihrer Reboundüberlegenheit noch deutlicher gewinnen können.
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Christian Sengfelder (rechts) war mit elf Rebounds bester Bamberger in dieser Kategorie. Sechs Abpraller holte er unter dem eigenen Korb, fünf am Brett von Mornar Bar. Foto: Daniel Löb
Christian Sengfelder (rechts) war mit elf Rebounds bester Bamberger in dieser Kategorie. Sechs Abpraller holte er unter dem eigenen Korb, fünf am Brett von Mornar Bar. Foto: Daniel Löb

Der Bamberger Trainer Roel Moors hatte aufs richtige Pferd gesetzt. Die Schlussphase des Heimspiels gegen Mornar Bar verbrachte Assem Marei, bis dahin mit 17 Zählern bester Werfer des Brose-Teams, auf der Bank. Von dort aus verfolgte der ägyptische Center, wie Elias Harris beim Stand von 72:68 das Kommando übernahm und mit sieben Punkten binnen 110 Sekunden die Weichen auf Sieg stellte. "Ich hatte kurz überlegt, Assem noch einmal zu bringen. Aber Elias war gut drauf und hat uns den Sieg gesichert", sagte Moors nach dem 81:76-Erfolg gegen die in der Champions League weiterhin sieglosen Montenegriner.

Die Bamberger haben dagegen mit dem zweiten Erfolg ihre Bilanz in der Gruppe C ausgeglichen und liegen punktgleich mit dem griechischen Klub Peristeri BC auf dem vierten Rang. "Nach dem schlechten Start haben wir bewiesen, dass wir wettbewerbsfähig sind", freute sich Moors. Harris, der zehn seiner zwölf Zähler im letzten Viertel erzielte, stellte fest: "Es war eine gute Teamleistung. Wir steigern uns langsam von Spiel zu Spiel."

Allerdings schaffte es der Bundesliga-Vierte wie schon zuletzt gegen die BG Göttingen nicht, den Sack früher zuzumachen. Alleine aufgrund der frappierenden Reboundüberlegenheit (46:29) hätte er wesentlich deutlicher gewinnen können. 16 Mal schnappten sich die Bamberger den Ball unter dem gegnerischen Korb, erzielten aus den zweiten Möglichkeiten aber nur 14 Punkte.

Im Gegensatz zu den Gästen, bei denen nur von den beiden starken US-Guards Derek Needham und Jacob Pullen (jeweils 19 Punkte) sowie von Routinier Milko Bjelica (12) Gefahr ausging, stellten die Bamberger das wesentlich tiefer besetzte Team. 47 Punkte erzielten die Spieler, die von der Bank kamen, bei Mornar Bar waren es nur 13. Neben Marei und Harris punkteten bei den Oberfranken noch Tré Mc Lean (15/8 Rebounds), Kameron Taylor (12) und Paris Lee (11) zweistellig. Christian Sengfelder stach gegen die große, aber hüftsteife Centerriege des Gegners mit elf Rebounds hervor.

Zonenabwehr geknackt

Mit einem 13:0-Lauf, bei dem sie die Zonenabwehr des Gegners mit klugem Passspiel und erfolgreichen Distanzwürfen knackten, zogen die Bamberger zu Beginn des zweiten Viertels auf 31:18 davon. Den komfortablen Vorsprung verspielten sie kurz nach der Pause aber und lagen nach fast vier Minuten ohne Korberfolg sogar mit 46:47 zurück. Doch steigerten sich die Hausherren in der Folge in der Defensive erheblich und gingen wieder wesentlich konzentrierter zu Werke. Nur einen Ballverlust leisteten sie sich nach der Pause, was auch dazu beitrug, dass sie sich wieder ein bisschen von den Montenegrinern absetzen konnten. "Wir hatten die Möglichkeit, das Spiel früher zu entscheiden. Aber die Einstellung hat gestimmt. Eine Mannschaft mit so viel Offensivpotenzial wie Mornar Bar bei 76 Punkten zu halten, ist nicht schlecht", meinte Moors, der mit seinem Team am Sonntag beim Bundesligaspiel in Bonn wettbewerbsübergreifend den fünften Sieg in Folge landen will.

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