Bamberg
Basketball-Bundesliga

Auswärtssieg in Jena ist Pflicht für Brose Bamberg

Brose Bamberg kann sich im Rennen um die Play-off-Plätze keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben.
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Duell der Generationen: Der 25-jährige Maodo Lo (mit Ball) traf im Hinspiel ohne Fehlwurf vier Mal aus der Distanz - sein zwölf Jahre älterer Kontrahent Immanuel McElroy kam nur auf zwei Zähler. Foto: Daniel Löb
Duell der Generationen: Der 25-jährige Maodo Lo (mit Ball) traf im Hinspiel ohne Fehlwurf vier Mal aus der Distanz - sein zwölf Jahre älterer Kontrahent Immanuel McElroy kam nur auf zwei Zähler. Foto: Daniel Löb
Durch den Frankfurter 78:77-Sieg in Ulm am Mittwochabend sind die Bamberger Brose-Basketballer auf den neunten Platz in der Bundesliga zurückgefallen und wären somit nicht in den Play-offs dabei. Dies ist zwar eine Momentaufnahme, doch das in dieser Saison sehr wankelmütige Brose-Team darf in den verbleibenden 14 Partien nicht mehr verlieren, wenn es auf dem Weg zur Titelverteidigung im Viertelfinale zumindest den Topteams Bayern München (1.) und Alba Berlin (2.) aus dem Weg gehen will.
Soll die Aufholjagd gelingen, muss sich die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri vor allem auswärts anders präsentieren als bisher: Mit nur drei Siegen in der Fremde (bei sieben Niederlagen) weisen alle Mannschaften bis Rang 14 eine bessere Bilanz auf als die Bamberger, die in den letzten acht Jahren sieben Mal den Titel gewannen.
Das trifft auch auf den Tabellen-13. Science City Jena (4:7 Siege) zu, der am Freitag (19 Uhr) die Bamberger herausfordert. Die Tatsache, dass den Oberfranken der letzte Sieg auf fremdem Terrain am 4. November gelang, gibt den Thüringern Zuversicht, den hohen Favoriten in Bedrängnis zu bringen. Dies ist der Mannschaft von Trainer Björn Harmsen zuletzt auch gegen den Rangzweiten Alba Berlin gelungen. Trotz eines 18-Punkte-Rückstandes im letzten Viertel zeigten Jenas Kyle Weaver (23 Punkte) und Julius Jenkins (12) an seinem 37. Geburtstag ihre Klasse und zwangen den hohen Favoriten, bis zum Ende (89:99) alles zu geben.
Dass die Bamberger wettbewerbsübergreifend seit dreieinhalb Monaten auswärts leer ausgingen, hängt vor allem auch mit der Terminhatz zusammen. Erstmals seit vier Monaten waren Nikos Zisis & Co. in dieser Woche nicht in der Euroleague gefordert und hatten somit ausreichend Zeit, sich auf die Aufgabe in Jena vorzubereiten.
"Wir haben den Jungs Montag und Dienstag zwei Tage freigegeben. Das war auch bitter nötig, da die Akkus bisher nie wirklich komplett aufgeladen werden konnten. Jetzt sind wir hoffentlich alle soweit wieder hergestellt, dass wir in Jena an unser Limit gehen können. Wir müssen über 40 Minuten mental und physisch fokussiert sein", fordert Trinchieri, der auch in Jena auf die Zähne beißen und trotz seiner schmerzenden Schulter an der Seitenlinie stehen wird.
Im Hinspiel feierte Neuzugang Dejan Musli ein gelungenes Debüt, bei dem sich die Bamberger trotz einer Galavorstellung von Julius Jenkins (23 Punkte/6 von 8 Dreier) einen 80:71-Sieg sicherten.


Weiter ohne Luka Mitrovic

Verzichten muss der Italiener weiterhin auf die Verletzten Elias Harris und Bryce Taylor sowie Luka Mitrovic. Der Serbe werde zwar vorsichtig an das Mannschaftstraining herangeführt, ein Einsatz am Freitag sei aber ausgeschlossen, betonte Me-diendirektor Thorsten Vogt.
Am Wochenende können sich die Bamberger dann in Ruhe anschauen, wer sie in Ulm als Pokalsieger ablöst. Weiter geht's erst wieder am Freitag, 23. Februar, mit dem Euroleague-Heimspiel gegen Roter Stern Belgrad. Da am gleichen Tag (19 Uhr) in Frankfurt die WM-Qualifikationspartie der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien auf dem Programm steht, wurde die Begegnung in Bamberg auf 20.45 Uhr verlegt.
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