Memmelsdorf
Fußball

Aus für Heidenreich beim SV Memmelsdorf

Die Memmelsdorfer, Tabellenletzter in der Bayernliga Nord, haben sich von ihrem Trainer getrennt. Bis zur Winterpause übernimmt Thomas Schulz die Mannschaft.
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Muss seinen Stuhl räumen: Hans-Jürgen Heidenreich ist nicht länger Trainer des abstiegsbedrohten Bayernligisten SV Memmelsdorf. Foto: sportpress
Muss seinen Stuhl räumen: Hans-Jürgen Heidenreich ist nicht länger Trainer des abstiegsbedrohten Bayernligisten SV Memmelsdorf. Foto: sportpress
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Der SV Memmelsdorf klammert sich im Abstiegskampf der Fußball-Bayernliga an den letzten Strohhalm: Am Mittwoch gab der Tabellenletzte die Trennung von Trainer Hans-Jürgen Heidenreich bekannt. "Nach 19 Spielen ohne Sieg mussten wir einfach ein Zeichen setzten. Vielleicht rüttelt das jetzt die Mannschaft wach. Wir müssen alles versuchen, um vielleicht doch noch die Kurve zu kratzen", begründete Andreas Saal, Vorstandsmitglied beim SVM, die Trennung von Heidenreich. Der Ex-Profi aus Thüngfeld hatte das Amt erst zu Saisonbeginn übernommen. Unter seiner Leitung holten die Memmelsdorfer aus 19 Spielen lediglich sechs Punkte, die allesamt aus Unentschieden resultierten.

Bis zur Winterpause wird Thomas Schulz als Interimstrainer fungieren. Schulz hatte in den vergangenen Jahren die Memmelsdorfer bereits zweimal übergangsweise betreut und sich nun ein drittes Mal zur Verfügung gestellt. Eine Dauerlösung wird er aber nicht sein. "Wir gehen jetzt auf Trainersuche. Gespräche mit möglichen Kandidaten hat es bislang noch keine gegeben", meinte Saal. Das SVM-Vorstandsmitglied hofft, dass das Team in den restlichen drei Spielen bis zur Winterpause den Rückstand zum Vorletzten DJK Ammerthal, der acht Punkte beträgt, verkürzen kann. Am kommenden Sonntag tritt der SVM zum Kellerduell in Ammerthal an, die weiteren Gegner heißen TSV Großbardorf (5.) und FSV Erlangen-Bruck (14.). "Es geht uns nur noch darum, die Saison nicht als Tabellenletzter zu beenden. Allers andere ist unrealistisch", sagte Saal. In der Bayernliga steigt in dieser Saison nur das Schlusslicht direkt ab, die Teams auf den Plätzen 14 bis 17 gehen in die Relegation.

Auch für Grasser ist nach der Winterpause Schluss

In den kommenden Wochen müssen sich die Memmelsdorfer nicht nur einen neuen Trainer, sondern auch einen neuen sportlichen Leiter suchen. Denn Horst Grasser hat angekündigt, sein Amt in der Winterpause zur Verfügung zu stellen. "Die letzten drei Spiele ziehe ich noch durch, weil ich die Mannschaft nicht im Stich lassen will. Doch dann ist Schluss. Es ist ja bekannt, dass ich mein Schicksal an das von Hans-Jürgen Heidenreich gekoppelt habe", sagte Grasser. Sein jüngerer Bruder Markus bleibt dem SVM dagegen als Co-Trainer erhalten.

Heidenreich führt den enttäuschenden Saisonverlauf auf die große Personalmisere zurück. Die vielen Abgänge nach Ende der vergangenen Spielzeit hätten nicht kompensiert werden können, zudem hätten die schweren Verletzungen von Stammspielern immer wieder zu Engpässen geführt. "Wir haben schon vor der Saison gewusst, dass es für uns schwer werden wird. Aber aufgrund der Personalnot hatte ich kaum Alternativen. Wir müssen mit 26 Spielern zwei Mannschaften bedienen. Das geht nicht", meinte der 47 Jahre alte Coach.
In den letzten Wochen seien zwar Fortschritte zu erkennen gewesen, aber Heidenreich kennt die Gesetzte des Geschäfts. "Es ist das gute Recht des Vereins, zu reagieren. Aber schade ist es schon, denn ich habe gerne mit den Jungs zusammen gearbeitet."
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