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Auch Bambergs US-Profis fliegen nach Hause

Wie bereits bei Medi Bayreuth und vielen anderen Vereinen werden auch die amerikanischen Profis des Basketball-Bundesligisten Brose Bamberg nun in ihre Heimat zurückfliegen.
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Tré McLean (links) und Kameron Taylor fliegen wie deren amerikanische Landsleute Paris Lee, Darion Atkins und Jordan Crawford in die USA zurück.  Foto: Archiv/Daniel Löb
Tré McLean (links) und Kameron Taylor fliegen wie deren amerikanische Landsleute Paris Lee, Darion Atkins und Jordan Crawford in die USA zurück. Foto: Archiv/Daniel Löb
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Dies teilte Brose Bamberg am Sonntag mit.

Da das US-State-Department seine Bürger nach Hause gerufen hatte, ermöglichen auch die Bamberger Club-Verantwortlichen ihren Amerikanern die Rückkehr zu ihren Familien. Paris Lee, Kameron Taylor, Tré McLean, Darion Atkins und Jordan Crawford sind bereits in den USA oder werden in den nächsten Tagen fliegen. In Bayreuth sind bereits alle sechs Amerikaner abgereist.

Brose-Sportdirektor Leo de Rycke sagte zur Situation: "Keiner weiß, wie und ob es weitergeht. Umso mehr stehen wir als Club in der Verantwortung für unsere Angestellten. Darunter fallen selbstverständlich auch unsere Spieler." So kamen in den vergangenen Tagen einige Spieler auf die Vereinsverantwortlichen mit der Bitte zu, nach Hause zu ihren Familien zu dürfen. "Diesem Wunsch haben wir selbstverständlich entsprochen, da auch wir nicht absehen können, ob es eventuell in einigen Tagen oder Wochen nicht mehr möglich sein wird, problemlos in die USA zu reisen", fügte der 55-jährige Belgier an. Der Sportdirektor plant jedoch bereits für die Zukunft. Lee, Taylor und McLean werden bei einer Fortsetzung der aktuellen Saison, spätestens jedoch zur kommenden Spielzeit wieder nach Bamberg zurückkehren.

Atkins und Crawford gehen

Dies gilt jedoch nicht für die während der Saison nachverpflichteten Darion Atkins und Jordan Crawford. Beide hatten einen Vertrag bis Saisonende. "Bei ihnen bedanken wir uns für die letzten Wochen und Monate und wünschen beruflich und privat alles Gute", hieß es in der Mitteilung des Clubs. Atkins war erst Mitte Dezember von Teneriffa nach Bamberg gelotst worden. Crawford kam erst vor fünf Wochen während der Länderspielpause nach Bamberg und absolvierte danach zwei Partien für die Oberfranken, bis der Spielbetrieb am 12. März eingestellt wurde. Voraussichtlich am Mittwoch wollen Liga und Clubs beraten, wie es weiter geht. Doch eine Saisonfortsetzung wird mit jedem Abgang unwahrscheinlicher.

Raoul Korner erwartet keine Fortsetzung

Bayreuths Trainer Raoul Korner sieht keine Chance für eine Wiederaufnahme. "Eines ist für mich aber glasklar: Ich sehe kein realistisches Szenario, in dem man diese Saison in der Bundesliga zu Ende spielen kann. Meiner persönlichen Meinung nach werden wir letztlich froh sein können, wenn die nächste Saison pünktlich starten kann", sagte der Österreicher in einem Vereinsinterview.

Neben der Bundesliga sind auch internationale Wettkämpfe unterbrochen. Bayreuth hat das Halbfinale des Fiba-Europe-Cups erreicht. Die entscheidenden Partien "könnte man im Rahmen eines Final-Four Turniers in die kommende Pre-Season (Ende September) legen", schlug Korner vor. Dann würden die Teams zwar personell anders aussehen als jetzt. Aber immerhin hätten die vier Mannschaften dann ein "vernünftiges Vorbereitungsturnier auf die nächste Saison", ergänzte er.us/dpa

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