Bamberg
Basketball

Annehmlichkeiten im Mannschaftsbus machen Ärger erträglich

42 Fans von Brose Bamberg fuhren mit dem Teambus zum Final Four nach Antwerpen.
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Erste Kaffeepause auf der Hinfahrt nach Antwerpen kurz hinter Frankfurt am Main Fotos: Peter Seidel
Erste Kaffeepause auf der Hinfahrt nach Antwerpen kurz hinter Frankfurt am Main Fotos: Peter Seidel
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Als der Mannschaftsbus von Brose Bamberg am Montagnacht um 4 Uhr auf dem Parkplatz hinter der Arena an der Forchheimer Straße zum Stehen kam, war der 71-stündige Trip nach Antwerpen und zurück zu Ende. Aus dem 14 Meter langen Luxusliner stiegen aber nicht die Basketball-Profis, sondern 42 müde Fans, die das Team beim Final Four in der Champions League unterstützt hatten.

Trotz der sportlichen Enttäuschung, die sie in der belgischen Hafenstadt erleben mussten, war die Kurzreise für sie ein nicht alltägliches Erlebnis. "Das ist überragend. Ich habe noch nie eine so komfortable Auswärtsfahrt mitgemacht", sagt Julian, der es sich mit seinen Kumpeln in den letzten beiden Reihen gemütlich gemacht hatte. Zwischen den schwarzen Ledersitzen, in denen ansonsten Augustine Rubit, Elias Harris oder Patrick Heckmann die Beine hochlegen, sind zwei der drei versenkbaren Tische hochgefahren, an denen nun Karten und mit Würfeln gespielt wird.

Kramer erzählt Anekdoten

Für das Final Four hat Brose Bamberg erstmals selbst eine Fanfahrt angeboten - ansonsten machen dies ausschließlich die Fanclubs - und dafür den Mannschaftsbus zur Verfügung gestellt. Bei der Buchung war das den meisten Mitreisenden nicht bekannt, umso größer war die Überraschung, welche Annehmlichkeiten sie dann nutzen konnten. "Jeder Sitz hat Kopfstützen mit Schlaffunktion und darunter eine Steckdose, es gibt LTE-fähiges WLAN an Bord, natürlich eine Toilette und einen zweiten Kühlschrank. Der Sitzabstand beträgt zwischen 75 und 110 Zentimeter", erklärt Thomas Kramer. Der Busfahrer und -unternehmer kutschiert nun schon im neunten Jahr die Brose-Profis quer durch die Bundesrepublik und weiß so manche Anekdote zu erzählen. Brad Wanamaker hat ihm beispielsweise einmal vor der Heimfahrt nach einem Auswärtsspiel die Hälfte seiner Pizza abgeben, weil Kramers Bestellung vergessen worden war. "Das sind alles sehr nette Jungs, auch die Spieler der jetzigen Mannschaft sind alle in Ordnung", sagt Kramer.

Sportlich lief es bei ihnen zwar nicht rund am Wochenende, und der Ärger darüber war manchem Fan anzumerken. Die Fahrt ins schmucke Antwerpen hat dennoch keiner bereut. Einen Tipp für Kramer konnte sich einer der Fans dann aber doch nicht verkneifen. Er möge doch bitte den Sitz von Ricky Hickman aus dem Bus rausschrauben. ps

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