Wildensorg
Fußball-Bayernliga Nord

Angstgegner Ammerthal kommt nach Wildensorg

Den Oberpfälzern musste sich die DJK Bamberg zuletzt zweimal beugen. Das soll im Heimspiel am Sonntag auch ohne Kapitän Fischer anders werden.
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Kreuzbandriss: Kapitän Markus Fischer (rechts) fehlt der DJK Bamberg monatelang. Foto: sportpress
Kreuzbandriss: Kapitän Markus Fischer (rechts) fehlt der DJK Bamberg monatelang. Foto: sportpress

Nach dem 1:2 beim neuen Tabellenzweiten TSV Aubstadt messen sich die Fußballer der DJK Don Bosco Bamberg (8.) zum Abschluss der Vorrunde in der Bayernliga Nord am Sonntag (15 Uhr) mit der DJK Ammerthal, die bisher als einer der Verfolger des Führungstrios für Furore sorgte.

Mit dem Klub aus der sieben Kilometer von Amberg entfernt liegenden Gemeinde mit knapp 2100 Einwohnern ging es seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2016 stetig bergauf. Als der hauptberufliche Fußballlehrer Jürgen Press im Frühjahr seinen Abgang ankündigte, vertrauten die Verantwortlichen auf ihre vorhandenen profiähnlichen Strukturen. Der 39 Jahre alte Sportdirektor Tobias Rösl schmiedete zusammen mit seinen Vorstandskollegen einen Plan für die zügige Entscheidung in der Trainerfrage, der im März Umsetzung fand. Als neuen Chefcoach stellten sie mit Dominik Haußner einen Bayernligakenner vor, der zudem im Nachwuchsbereich durch seine Funktion als DFB-Stützpunkttrainer vernetzt ist.

Der fünfte Rang bestätigt zum einen die richtige Trainerwahl, zum anderen auch die Qualitäten des neuen Coaches und dessen Mannschaft. Der 40-jährige Haußner coachte viereinhalb Jahre lang erfolgreich den ASV Neumarkt und gilt als gewiefter Taktiker. Er kann defensiv wie offensiv auf herausragende Akteure zurückgreifen. Mit Christopher Sommerer (27 Jahre, 1,90 Meter groß) steht ein mit Gardemaß ausgestatteter Torhüter zwischen den Pfosten, der drei Spielzeiten lang dem Profikader des FC Nürnberg angehörte und im Saisonverlauf zusammen mit Kapitän Mario Zitzmann (27, 1,96) bisher keine Spielminute verpasste. Zitzmann stellt zusammen mit Routinier Johannes Kohl (33, 1,86) eine kopfballstarke Innenverteidigung. Paradestück der Nordoberpfälzer ist der Angriff. Michael Jonczy (31, 8 Tore) und Ralph Egeter (28, 5) sind schwer zu bremsen.

Dass mit Christian Knorr (29, 0) zudem ein zwar mit Ladehemmung kämpfender, aber Torjäger früherer Tage mitmischt, erhöht die Variabilität nicht nur dann, wenn wie zuletzt im Heimspiel gegen den TSV Großbardorf (0:1) Jonczy, der in der letzten Saison 32 Treffer markierte, wegen einer Verletzung ausfällt. Ob der bullige Mittelstürmer in Wildensorg dabei sein kann, ist offen. Für den Bamberger Trainer Mario Bail sind die Ammerthaler ein Angstgegner, denn in beiden Vergleichen der Vorsaison erzielte seine Elf nicht einmal ein eigenes Tor.

Mit 0:3 in Ammerthal zum damaligen Saisonauftakt und 0:2 im Rückspiel vor exakt einem Jahr mussten die Bamberger zweimal die Segel streichen. Vor allem die Heimniederlage am 22. Oktober 2017 war unglücklich, da die Don-Bosco-Elf das klar bessere Team stellte, sich deutlich mehr Tormöglichkeiten erarbeitete, aber ohne die gewünschte Effizienz blieb. Die Ammerthaler dagegen agierten meist harmlos, nutzten aber zwei Konter eiskalt aus.

Bail sah jüngst "einen couragierten Auftritt in Aubstadt, der uns aber außer Lob von allen Seiten nichts einbrachte". Er ist froh, dass die Begegnungen mit den drei Spitzenteams, "die die Meisterschaft unter sich ausspielen werden", hinter ihm liegen. "Wir hatten viele Phasen auf Augenhöhe und mussten uns erst am Ende beugen." Gegen Ammerthal erwartet er ein "Kampfspiel". Bail sagt: "Wir sind in der Lage, diesen Kampf anzunehmen, die Räume eng zu gestalten und wollen übers Kollektiv unsere Chancen nutzen. Unser achter Platz ist immer noch gut. Schließlich haben die Teams hinter uns wahrlich keinen schlechteren Kader als wir."

Bail erreichte unter der Woche eine Hiobsbotschaft. Sein Kapitän Markus Fischer fällt nach diagnostiziertem Kreuzbandriss monatelang aus. Fehlen wird auch Innenverteidiger Manuel Müller, der für seine "Notbremse" in Aubstadt zwei Spiele Sperre erhielt. Simon Allgaier ist gesundheitlich angeschlagen, Uli Spies plagen Rückenschmerzen, dagegen ist Nicolas Esparzas Kopfplatzwunde verheilt. DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier (?), Esparza, Haaf, P. Hoffmann, Kettler, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Spies (?), Strobler, R. Thomann, Trawally, Wunder



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