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Fußball

Al Nasr für Domreiter zu stark

Der FC Eintracht Bamberg sah gegen Al Nasr Dubai kein Land und verlor das Freundschaftsspiel mit 2:8. Der Stimmung auf den Rängen tat das keinen Abbruch.
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Keine Scheu vor großen Namen: Pascal Nögel (links) sucht im Testspiel gegen Al Nasr Dubai den Zweikampf mit  Alvaro Negredo, einem spanischen Europameister von 2012. Sportlich war die Partie aber eine klare Sache: Der Wüstenklub setzte sich auch in der Höhe verdient mit 8:2 durch.sportpress
Keine Scheu vor großen Namen: Pascal Nögel (links) sucht im Testspiel gegen Al Nasr Dubai den Zweikampf mit Alvaro Negredo, einem spanischen Europameister von 2012. Sportlich war die Partie aber eine klare Sache: Der Wüstenklub setzte sich auch in der Höhe verdient mit 8:2 durch.sportpress
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Als "Spiel der Völkerverbindung" wollte der FC Eintracht Bamberg das Freundschaftsspiel gegen Al Nasr Club Dubai verstanden wissen. Dieses Motto wurde gut umgesetzt, die Zuschauer genossen das bunte Rahmenprogramm und verlebten einen schönen Abend. Einzig auf dem Platz mussten die Domreiter einstecken.

Die Gäste um Kapitän Alvaro Negredo, die sich in Nürnberg ein Trainingslager bezogen haben, gingen bereits nach sechs Minuten durch Glàuber in Führung, beim FC Eintracht steckte irgendwie der Wurm drin. Zwar vollstreckte Armend Elshani nach Vorarbeit von Pascal Nögel zwei Minuten später zum Ausgleichstreffer, dennoch lief die Begegnung von Anfang bis Ende in Richtung Bamberger Gehäuse. In Abwesenheit von Trainer Michael Hutzler unterliefen dem Bayernligisten immer wieder schwere Ballverluste, die Al Nasr ausnutzte. "Einerseits macht es Spaß, gegen einen Gegner dieser Klasse zu spielen. Andererseits ist es auch brutal. Wir haben zu viel Respekt vor diesem Gegner", erklärte Elshani.

Welche Qualität das Team aus dem Wüstenstaat mitbrachte, wurde schon im Verlauf des ersten Durchgangs klar: In der 15. Minute vollstreckte Negredo ein Zuspiel eiskalt zum 2:1, anschließend bewahrte Torhüter Patrick Oeser den FCE mehrfach vor weiteren Gegentoren. Machtlos war der junge Schlussmann hingegen in der 27. Minute. Nach einem Ballverlust auf der linken Seite spielten sich Brandley Kuwas und Esteban Pavez problemlos bis in den Strafraum, der Chilene traf zum 3:1. Elshani gelang acht Minuten später per Strafstoß der Anschlusstreffer, erneut Negredo und Kuwas sorgten für die verdiente 5:2-Pausenführung des arabischen Erstligisten.

Tänze, Moderation und Bambägga

Neben dem Sportlichen bekamen die 543 Zuschauer einiges geboten. Die lokale Rap-Crew "Bambägga" trat ebenso wie die Tanzgruppe der Hallstadter Koranschule auf. Mit zweisprachiger Moderation wurde das Geschehen begleitet, abwechselnd dröhnten deutsche und arabische Klänge aus den Boxen. "Unser Gesamtpaket wird gut angenommen, darüber freuen wir uns sehr. Das Spiel läuft aus unserer Sicht leider nicht so gut. Wir leisten uns zu viele Fehler", sagte Sascha Dorsch. Sein Kollege im Vorstand des FC Eintracht, Jörg Schmalfuß, ließ es sich trotz frischer Vaterschaft nicht nehmen, die Partie im Livestream zu kommentieren.

Besserung war im zweiten Durchgang allerdings nicht in Sicht. Weiterhin dominierte der Profiklub aus Dubai nach Belieben. Ahmed Tarik machte in der 58. Minute das halbe Dutzend voll, bald darauf hatte der Großteil der Startelf schon Feierabend. Unter lautem Applaus trabte auch Negredo vom Platz, der FC Eintracht musste noch 25 Minuten überstehen. Der eingewechselte Salem Saleh (81.) und Gabriel (87.) schraubten das Resultat weiter in die Höhe. Mit acht Gegentoren kam der FC Eintracht letztlich schmeichelhaft davon. "Wir haben Al Nasr mehrfach zu Toren eingeladen, die Jungs waren zu ängstlich. Die Qualität des Gegners ist schon beeindruckend", sagte Co-Trainer Steffen Müller.

Im Pokal zum Ligakonkurrenten

Weiter geht es für den FC Eintracht mit der ersten Runde des Totopokals. Am Mittwoch (18.30 Uhr) reist der Aufsteiger zur SpVgg Ansbach.

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