Laden...
Memmelsdorf
Fussball

Zukolo reagiert auf fehlende Unterstützung

Im Gespräch klang es durch: Mario Zukolo ist es nicht leichtgefallen, als Trainer des SV Memmelsdorf zurückzutreten. Seines Heimvereins, den er in die neue Bayernliga führte und dessen Jugend er einst schon erfolgreich in der höchsten Klasse des Freistaats betreute - immer mit viel Herzblut.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mario Zukolo Foto: sportpress
Mario Zukolo Foto: sportpress
Am Montag führte der junge Familienvater die Gründe für seinen Schritt näher
aus, bezog klar Stellung.
Der bald 38-Jährige sagt: "Die Entscheidung, als Trainer zurückzutreten, war für mich eine notwendige Reaktion auf die doch andauernden Unstimmigkeiten zwischen dem Trainergespann und dem A-Jugendtrainer." Zusammen mit Zukolo traten auch Co-Trainer Rolf Lamprecht und Torwarttrainer Holger Denzler zurück. Zukolo: "Ich hatte den Eindruck, dass die A-Jugend im Verein wichtiger ist als die erste Mannschaft. Man hat zwar immer wieder versucht, aufeinander zuzugehen, konnte jedoch nie eine gemeinsame Linie finden, um weiter erfolgreich in die Zukunft zu gehen. Hierbei vermisste ich auch immer wieder einen ehrlichen Umgang mit uns Trainern."
Der Kader der ersten Mannschaft sei mit Sicherheit nicht groß, jedoch habe das Team sehr viel Potenzial und sei in seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende, stellt Zukolo fest, vor allem, wenn man auch auf das große Talent der A-Jugendlichen schaue. "Aufgrund des kleinen Kaders wollten wir immer wieder Jugendspielern die Chance geben, in der ersten Mannschaft zu spielen, um sich weiterentwickeln zu können, was sich als sehr schwierig bis unmöglich herausstellte." Es gebe wohl keinen Verein von der Kreisklasse bis zur Bundesliga, betont Zukolo, bei dem ein A-Jugendspieler, der für die erste Garnitur eine Verstärkung ist und zudem auch gerne für sie spielen würde, dort nicht spielen dürfe. "Dies war letztendlich der ausschlaggebende Grund für unseren Rücktritt."
Für ihn sei es natürlich sehr schwer gewesen, diesen Schritt zu gehen, so der Memmelsdorfer abschließend, "da ich vor der letzten Saison eine sehr junge, talentierte Mannschaft zusammengestellt habe und noch vieles mit meinen Jungs erreichen wollte. Jetzt werde ich erst einmal versuchen abzuschalten, dann geht's im Winter mit der Familie in den Urlaub und danach wird man sehen. Dass der Fußball zu meinem Leben dazugehört, ist ganz klar. In welcher Hinsicht ich jedoch dem Fußball verbunden bleibe, ist offen und darüber mache ich mir momentan auch keine Gedanken. Ich wünsche der Mannschaft alles Gute und werde als Memmelsdorfer natürlich auch weiter die Spiele des SVM verfolgen."

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren