Baunach
2. Basketball-Liga ProA

Zu viele wilde Würfe in der Schlussphase

Die Baunacher halten in Essen lange mit, treffen aber die falschen Entscheidungen und verlieren mit 63:78.
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Neuzugang Samuel Muldrow (mit Ball) findet sich im Baunacher Team immer besser zurecht. In Essen war der US-Amerikaner mit 13 Punkten zweitbester Werfer und angelte sich zudem acht Rebounds. Foto: sportpress
Neuzugang Samuel Muldrow (mit Ball) findet sich im Baunacher Team immer besser zurecht. In Essen war der US-Amerikaner mit 13 Punkten zweitbester Werfer und angelte sich zudem acht Rebounds. Foto: sportpress
Ein deutliche 63:78-Niederlage musste der ProA-Neuling Bike-Cafe Messingschlager Baunach beim Spitzenteam in Essen hinnehmen, obwohl der Aufsteiger über weite Strecken das Spiel ausgeglichen gestaltet hatte. Dadurch hat sich auch die Ausgangslage der Baunacher verschlechtert, da der Tabellenachte aus Jena in Heidelberg gewann und damit der Abstand zu den Play-off-Plätzen der 2. Liga bereits drei Siege beträgt.

Die Begegnung begannen beide Teams etwas nervös, sodass nach fünf Minuten nur wenige Körbe (5:7) erzielt wurden. Dann kamen die Gäste besser ins Spiel und setzten mit ihrer Zonenpresse die Baskets unter Druck. Jedoch wurden einige Ballgewinne wieder leichtfertig vergeben, sonst wäre eine höhere Führung als 15:10 (8. Min.) möglich gewesen. Doch nun hatten die Gastgeber ihr Visier besser eingestellt und versenkten einige Dreier. Sechs Punkte von Steffen Walde und die gute Reboundarbeit von Sam Muldrow aber waren dafür verantwortlich, dass es nach dem ersten Viertel 18:18 stand.

Im zweiten Abschnitt gingen die Essener mit 22:18 in Führung. Nachdem ihr Scharfschütze Garry Johnson seinen dritten Dreier in Folge getroffen hatte, betrug ihr Vorsprung sechs Punkte (33:27). Muldrow, der diesmal wesentlich besser integriert wirkte und sich erheblich steigerte, konterte ebenfalls mit einem Dreier, doch vergebene Freiwurfchancen (5 von 10 zur Pause) und die Dreier Nummer 6 und 7 der Essener waren ausschlaggebend für ihre 42:33-Halbzeitführung.

In der Kabine hatte Coach Ivan Pavic scheinbar die richtigen Worte gefunden, denn seine Jungs verteidigten nun wesentlich aggressiver und gestatteten den Westdeutschen erst nach fast sieben Minuten den ersten Feldkorb. So konnte der Gast relativ schnell ausgleichen. Antony Lee brachte mit seinem zweiten Dreier die Oberfranken wieder mit 45:42 (24.) nach vorne. Jedoch vergaben sie in dieser Phase wie zu Beginn einige einfache Chancen. Da sich auch die Freiwurfquote nicht besserte, gingen die Baskets durch einen weiteren Dreier von Buljevic erneut mit 49:47 in Front und lagen auch vor dem vierten Viertel noch mit 55:54 vorne.

Korb wie vernagelt

Im letzten Abschnitt schien der Korb der Gastgeber wie vernagelt, denn es dauerte fast drei Minuten, bevor die Baunacher beim Stand von 62:54 von der Freiwurflinie punkten konnten.

Johannes Thiemann, der wieder unermüdlich kämpfte und sich elf Rebounds sicherte, agierte in der Offensive teilweise etwas unglücklich, sodass der Aufsteiger den Rückstand bis zur 35. Min. (62:58) kaum verringern konnte. Anstatt jedoch weiter den Korb zu attackieren, versuchte Baunach jetzt sein Heil mit einigen wilden Würfen, die aber ihr Ziel verfehlten (4 von 20 Dreieren). Auch an der Freiwurflinie blieb man bei 59 Prozent (17 von 29) hängen. Das nutzen die erfahrenen Gastgeber eiskalt aus und zogen 90 Sekunden vor Ende entscheidend auf 67:59 davon.

In der Schlussphase versuchten die Baunacher noch einmal dem Spiel eine Wende zu geben und schickten den Gegner oft an die Freiwurflinie. Doch da die Basketsc sehr sicher (20 von 25) von dort agierten, kam am Ende die deutliche Niederlage zu Stande. "Das Endergebnis spiegelt überhaupt nicht den ausgeglichenen Spielverlauf wider", zeigte sich Coach Pavic enttäuscht: "Wir haben in dieser sehr kampfbetonten Partie gut mitgehalten, aber in der entscheidenden Phase einfach im Rebound gepennt. So konnten wir mit unserer schlechten Wurfquote das Spiel nicht mehr drehen."

Für die Youngster aus Baunach folgen jetzt die entscheidenden Wochen. Nach der wichtigen Partie in Cuxhaven am nächsten Samstag, in der es darum geht, den Abstand zu den Abstiegsplätzen endgültig abzusichern, folgen vier Heimspiele am Stück, in denen man eine Siegesserie landen muss, um noch die Play-offs zu erreichen. hi
ETB Wohnbau Baskets Essen: Alexander (23 Punkte/2 Dreier), Johnson (16/5), Buljevic (15/3), Jost (8), Hackenesch (7), Stutz (3), White (2), Kloß (2), Gebhard (2), Bartels / Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Lee (15/2), Muldrow (13/1), Knight (8), Thiemann (7), Walde (6), Hamann (6), Kratzer (5), Dizdarevic (3/1), Engel, Dippold / Zuschauer: 1402



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