Bamberg
Weltkulturerbelauf 2017

Weltkulturerbelauf in Bamberg: Über 30.000 Zuschauer und bestes Wetter

Perfekter Weltkulturerbelauf in Bamberg: Am Sonntag lief aus Sicht von Teilnehmern, Zuschauern und Organisatoren alles rund.
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Traumhaftes Wetter am Sonntag, 30. April, beim Weltkulturerbelauf in Bamberg Foto: Matthias Merz
Traumhaftes Wetter am Sonntag, 30. April, beim Weltkulturerbelauf in Bamberg Foto: Matthias Merz
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Am Ende war es wieder eine rundum gelungene Sportveranstaltung in Bamberg: Bei perfektem Wetter mit Sonne und bis zu 18 Grad kamen am Sonntag über 30.000 Zuschauer zum Weltkulturerbelauf in die Innenstadt, um die rund 11.300 Läufer anzufeuern.
Um 11.30 Uhr eröffneten die Bambini die achte Ausgabe des großen Sportereignisses. Drei weitere Wettbewerbe für Schüler folgten, bevor um 14 Uhr der erste Erwachsenenlauf über 4,4 Kilometer mit dem Wieland-Lauf begann. Im Anschluss folgten der Brose-Lauf (11,2 Kilometer) und der Sparkassen-Halbmarathon.

Nach den Läufen schwärmten die Sportler von der sensationellen Stimmung am Straßenrand - und von der Kulisse. So sagte etwa Brigitte Schmidt (49), die extra für den Lauf aus dem Raum Kitzingen nach Bamberg gekommen war: "Der Lauf ist genial, Bamberg ist ein Traum und das Publikum ist ständig dabei!" Sie ging wie rund 3600 andere Teilnehmer beim Brose-Lauf an den Start, dieses Mal mussten die Läufer wegen einer Umleitung rund 320 Meter mehr, also 11 Kilometer hinter sich bringen. Doch tat das der Begeisterung keinen Abbruch.
So lief Andreas Förner bereits zum siebten Mal beim Weltkulturerbelauf mit. Sechs Mal davon in einem auffälligen Outfit, das an das Fußball-Sommermärchen in Deutschland erinnerte: Auf seinem Outfit sind schwarz-rot-goldene Blümchen aufgenäht. "Das erste Mal hat mich meine Frau nicht gesehen", scherzte der 57-Jährige. Er laufe extra etwas auffällig, damit die Zuschauer hinsehen und Stimmung machen.

Die war bestens. So feuerten auch Gerhard und Anita Jörg aus Trosdorf das Teilnehmerfeld am Grünen Markt an. "Wir kommen jedes Mal", sagte Gerhard Jörg - auch, um den Nachwuchs anzufeuern. Alle vier Enkelinnen liefen bei den Rennen mit, so der 77-jährige Großvater.


Absolut positive Bilanz des achten Weltkulturerbelaufs

Auch die Bilanz des organisierenden Weltkulturerbelaufvereins fiel durchweg positiv aus: "Es hat keine außergewöhnlichen Vorkommnisse gegeben", sagte Martin Sage, Sprecher des Orga-Teams kurz vor Ende der Großveranstaltung am Abend. Alles sei ruhig und harmonisch verlaufen.

Das bestätigte auch die Polizei Bamberg-Stadt. Es habe alles funktioniert, erklärte Polizeisprecherin Silke Gahn. Ab 18.30 Uhr (Zielschluss am Halbmarathon) wurden die Straßensperren nach und nach abgebaut. Der Verkehr konnte wieder durch die Innenstadt fahren. Erstmals wurden die Zufahrten mit Fahrzeugen von Polizei, THW und Feuerwehr abgesperrt. Damit sollte verhindert werden, dass Fahrzeuge unkontrolliert auf die Laufstrecke fahren konnten. "eine reine Vorsorgemaßnahme", erklärte Gahn. Das Bayerische Rote Kreuz hatte im Innenstadtbereich laut Einsatz-Abschnittsleiter Lars Freyer weniger zu tun als in den Jahren zuvor. Da es nicht so heiß war, seien die Sportler gut zurecht gekommen, so Freyer.
Ein besonderes Vorkommnis hat es am Sonntag dann doch noch gegeben: Neben Jonas Lehmann dem Sieger beim Halbmarathon, der mit 1:11:36 Stunden eine sehr gute Zeit lief, gewann bei den Damen Brenda Kebeya aus Fürth mit der sensationellen Zeit von 1:20: 38 Stunden. Damit unterbot die Gewinnerin die bisherige Bestzeit um ganze vier Minuten. Welten im Laufgeschäft!


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