Baunach
2. Basketball-Liga ProA

Zu viele Ballverluste

Die Baunach Young Pikes unterliegen dem Bundesliga-Absteiger Crailsheim Merlins mit 62:84.
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Malik Müller (r.) zieht am Crailsheimer Michael Jost vorbei. Foto: sportpress
Malik Müller (r.) zieht am Crailsheimer Michael Jost vorbei. Foto: sportpress
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Auch gegen den zweiten Bundesliga-Absteiger mussten die Baunach Young Pikes eine klare Niederlage hinnehmen. Drei Tage nach dem 71:85 beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels unterlag das Team von Trainer Fabian vor 510 Zuschauern in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle den Crailsheim Merlins mit 62:84 (28:46) und wartet damit in der 2. Basketball-Liga ProA weiter auf den ersten Saisonsieg.
Am Ende war wieder die erschreckend hohe Zahl der Ballverluste (32!) Grund für die Pleite. "Wir haben einige Dinge in der Verteidigung besser gemacht als in den Spielen zuvor. Aber so eine hohe Ballverlustquote tut sehr, sehr weh und ist eine Hypothek. Wir müssen im Training daran arbeiten, dass wir besser auf den Ball aufpassen und bessere Entscheidungen in unserem Passspiel treffen. Wenn das besser wird, werden wir unsere Spiele auch erfolgreicher bestreiten können", meinte Villmeter.
Die Baunacher mussten abermals auf den am Knie verletzten Center Yassin Idbihi verzichten. Zudem pausierte Aleksej Nikolic, der am Vortag beim Sieg von Brose Bamberg gegen Tübingen viel Einsatzzeit im Team des deutschen Meisters erhalten hatte. Die Merlins um ihr Bundesliga-erfahrenes Trio Konrad Wysocki, Michael Jost und Patrick Flomo dagegen traten in Bestbesetzung an. Baunach erwischte einen guten Start und lag nach drei Minuten mit 7:3 vorne. Dann aber passierte das, was den Young Pikes schon im ersten Heimspiel gegen Paderborn zum Verhängnis wurde: Sie leisteten sich Fehlpässe, ließen sich den Ball klauen und waren im Angriff zu überhastet, was zu weiteren Ballverlusten führte. Die Crailsheimer nahmen diese Geschenke dankend an und schlossen das erste Viertel, das 11:24 endete, mit einem 14:0-Lauf ab.
Auch im zweiten Abschnitt offenbarten die Gastgeber Schwächen im Spielaufbau. Das Fehlen von Nikolic, der in Weißenfels mit 28 Punkten und sechs Assists geglänzt hatte, machte sich schmerzlich bemerkbar. Tibor Taras, Nicolas Wolf und Jona Hoffmann ließen sich zu oft den Ball abnehmen, was zu leichten Punkten durch Schnellangriffe für die Merlins führte. Insgesamt hatte Crailsheim zur Pause schon zwölf Ballgewinne zu Buche stehen. Da der Gast zudem von der Dreierline hochprozentig traf, führte er zwei Minuten vor der Pause mit 44:21. Dank vier Zählern in Folge von Daniel Keppler drückten die Baunacher den Rückstand zur Halbzeit aber unter die 20-Punkte-Marke (28:46).
Obwohl sich die zweite Heimniederlage schon früh abzeichnete, gaben die Young Pikes zu keiner Zeit auf und versuchten, ins Spiel zu finden. Das gelang ihnen aber nicht, auch wenn sich Malik Müller, am Ende mit 19 Punkten bester Werfer seines Teams, nach Kräften mühte. Beim Stand von 36:62 (26. Min.) sah sich Villmeter bereits zu seiner vierten Auszeit gezwungen.
Sechs Minuten vor Spielende hatten die Baunacher 28 Ballverluste auf dem Statistikbogen stehen, einen mehr als beim 57:75 zum Saisonauftakt gegen Paderborn. Und auch im zweiten Heimspiel mussten sie eine empfindliche Niederlage einstecken. Für Leon Kratzer (16 Punkte/15 Rebounds) dürfte es daher nur ein schwacher Trost gewesen sein, dass er im dritten Spiel das dritte "double double" auflegte. Nicht nur der Center zeigte Moral. Auch seine Teamkollegen wehrten sich tapfer, wenn auch erfolglos. "Die Einstellung stimmte. Mein Team hat versucht, das Tempo und die Physis des Gegner mitzugehen. Wir müssen aber mehr Zutrauen in die eigenen Stärken haben, die wir zweifellos besitzen" sagte Villmeter.
Baunach Young Pikes: Müller (19 Punkte/1 Dreier), Kratzer (16), Wolf (8), Keppeler (6), Olinde (5), Edwardsson (3), Hoffmann (3), Kulboka (2), Fichtner, Taras / Crailsheim Merlins: Dunn (16/1), Griffin (11/1), Wysocki (11/3), Bradshaw (9/3), Bogdanov (9/1), Hilliard (8), Kotti (7), Jost (4), Woods (4), Gertz (3/1), Flomo (2), Haufs
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