Baunach

Villmeter: Es wird schwerer als letztes Jahr!

Die Baunach Young Pikes startein am 24. September mit einer nochmals verjüngten Mannschaft in die neue Saison der 2. Liga Pro A.
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Die Nachwuchsförderung liegt ihm am Herzen: Fabian Villmeter ist nicht nur Trainer der Baunacher ProA-Mannschaft, sondern für das gesamte Jugendprogramm von Brose Bamberg verantwortlich. Foto: sportpress
Die Nachwuchsförderung liegt ihm am Herzen: Fabian Villmeter ist nicht nur Trainer der Baunacher ProA-Mannschaft, sondern für das gesamte Jugendprogramm von Brose Bamberg verantwortlich. Foto: sportpress
Mit dem Heimspiel gegen die Uni Baskets Paderborn starten die Baunach Young Pikes am Samstag, 24. September (19.30 Uhr), in ihre dritte Spielzeit in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Mit einem Durchschnittsalter von 18,5 Jahren betreut Trainer Fabian Villmeter abermals das jüngste Team der ProA. Im Interview warnt der Coach daher vor zu hohen Erwartungen.

Mit Johannes Thiemann, Andi Obst und Daniel Schmidt haben drei Leistungsträger den Verein verlassen. Wer soll das Baunacher Team künftig anführen?
Fabian Villmeter: Das wird sich erst noch herauskristallisieren. Wir haben viele Spieler, die aufgrund ihres Talents dafür in Frage kommen. Natürlich zielen wir ein bisschen darauf ab, dass die Spieler, die schon ein bisschen länger bei uns sind, in die nächst größere Rolle schlüpfen.
Ich denke da an Tibor Taras oder Leon Kratzer, die ja in der letzten Saison unsere U19-Mannschaft zur deutschen Meisterschaft geführt haben. Natürlich zählen dazu auch die etwas Älteren wie Malik Mülller, Dino Dizdarevic oder Ali Nikolic, wenn er uns zur Verfügung steht.

Sie mussten in den letzten Wochen einige Spieler dem Bundesliga-Team von Brose Bamberg zur Verfügung stellen. Hat dadurch die eigene Vorbereitung gelitten?
Wie im letzten Jahr hat ein Teil der Mannschaft ganz eng verzahnt mit dem Profiteam gearbeitet. Der zweite Teil hat mit der NBBL die Vorbereitung bestritten. Da wir inhaltlich ohnehin noch besser abgestimmt auf das hinarbeiten, was die Profis machen, war das ein guter Auftakt. Nachdem nun die Schule wieder begonnen hat, wird sich auch unser Trainingsrhythmus normalisieren. Wir werden vermehrt in Mannschaftsstärke trainieren können. Für unser Team ist diese Art von Vorbereitung im Vergleich zu den anderen ProA-Teams sicher ein kleiner Nachteil, den wir aber wohlwollend in Kauf nehmen. Denn viele unserer Spieler wollen ja einmal in die Bundesliga, und da ist dieser frühe Zeitpunkt in der Vorbereitung natürlich günstig, da einmal hineinzuschnuppern.

Was erwarten Sie sich von den drei Neuzugängen Louis Olinde, Jona Hoffmann und Henri Drell?
Louis Olinde ist schon jemand, den wir geholt haben, dass er uns in der ProA unmittelbar helfen kann. Er hat das Niveau, auch wenn er kaum Erfahrung in dieser Spielklasse hat. Er hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt und sich im Profitraining gut präsentiert. Die anderen beiden Jungs sind davon sicher noch einen oder zwei Schritte entfernt. Jona Hoffmann kommt aus einer einjährigen Verletzungspause (Kreuzbandriss, Anm. d. Red.). Ihn müssen wir erst einmal aufbauen und über Einsätze in der Regionalliga und der NBBL heranführen. Aufgrund seines Talents kann er es sicher schaffen, früher oder später in der ProA zu spielen. Henri ist davon noch ganz weit weg, er ist ja auch noch einmal zwei Jahre jünger als die anderen beiden. Er ist sicherlich eine Investition in die Zukunft und daher auch mit einem langen Vertrag ausgestattet.

Ihr Team ist im Vergleich zur Vorsaison noch einmal jünger geworden. Wird sich das auf die Spielweise auswirken?
Das hängt mehr davon ab, welche Spieler uns zur Verfügung stehen. Das Alter spielt eigentlich eine untergeordnete Rolle. Wir wollen grundsätzlich schlauen und schnellen Basketball spielen, aggressiv verteidigen, mehr, als uns das vielleicht in der letzten Saison gelungen ist.

Moritz Sanders hätte als U18-Nationalspieler auch weiterhin ins Baunacher Konzept gepasst. Warum war für ihn kein Platz mehr im Kader?
Wir hätten Moritz sehr gerne im Kader gehabt. Er hat für sich entschieden, dass sein Werdegang woanders offensichtlich erfolgversprechender ist. Das war nicht unsere Entscheidung.

Sie haben im vergangenen Jahr bewusst kein Saisonziel formuliert. Wird das diesmal wieder so sein?
Das ist dieses Jahr ähnlich, auch wenn uns bewusst ist, dass diese Saison für uns noch schwerer wird als die letzte. Spieler wie Schmidt, Thiemann und Obst, die schon mindestens zwei, drei Jahre Erfahrung im Seniorenbereich haben, haben wir nicht mehr. Das muss man miteinberechnen. Daher glauben wir schon, dass es für uns ein schwieriges Spieljahr wird, wenn wir über Tabellenstände sprechen. Aber es kann auch ein sehr befruchtendes Jahr werden, in dem eine junge, talentierte Mannschaft enorm wachsen kann. Wir erhoffen uns die maximale Entwicklung unserer Spieler. Und wir glauben, dass die ProA eine gute Liga ist, um sehr talentierte Spieler zu fördern. Das ist unser primäres Ziel. Unser sekundäres Ziel ist es dann, uns so gut zu entwickeln, dass wir im Verlauf der Saison soweit sind, die Klasse zu erhalten, um auch in Zukunft unsere Spieler auf diesem Level weiterentwickeln zu können.

Gerüchten zu Folge wird Brose-CenterYassin Idbhi auch für Baunach in der ProA spielen. Was können Sie dazu sagen?

Das liegt in der Entscheidung unserer sportlichen Führung. Es ist sicherlich eine Variante, muss aber nicht heißen, dass es so kommt.

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