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Trinchieri lobt Brose-Team trotz der Niederlage

Die Brose Baskets müssen sich beim Euroleague-Champion in Madrid nur hauchdünn geschlagen geben. Am Sonntag ist ein Heimsieg gegen Bonn Pflicht.
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Bambergs Youngster Aleksej Nikolic (r.) stand in Madrid knapp zwei Minuten auf dem Feld und versuchte, Sergio Rodriguez zu stoppen. Foto: dpa
Bambergs Youngster Aleksej Nikolic (r.) stand in Madrid knapp zwei Minuten auf dem Feld und versuchte, Sergio Rodriguez zu stoppen. Foto: dpa
Der Premierensieg in der Euroleague-Top-16-Runde gelang zwar auch im 21. Anlauf nicht, doch es war wohl das erste Mal, dass Bambergs Erfolgstrainer Andrea Trinchieri seine Jungs nach einer Niederlage lobte. "Wir haben guten Basketball gespielt, waren eine ernst zu nehmende Mannschaft. Am Ende fehlte uns eine einzige Aktion: Im Angriff oder in der Verteidigung, ich weiß es nicht. Das Wichtigste aber ist, dass meine Spieler, als ich in die Kabine kam, richtig angepisst waren, anstatt sich zu freuen, dass sie so gegen den amtierenden Champion gespielt haben. Ich bin stolz auf meine Spieler", betonte der Italiener nach der 79:82-Niederlage beim amtierenden Champion Real Madrid.


Halbzeit-Meisterschaft sichern

Und ihr emotionaler Anführer an der Seitenlinie wird noch zufriedener mit seinem Team sein, wenn es am Sonntag (17 Uhr) gegen die derzeit schwächelnden Telekom Baskets Bonn erneut fokussiert auftritt und mit dem neunten Bundesliga-Heimsieg beim neunten Auftritt in der Brose Arena Platz 1 verteidigt und die Halbzeit-Meisterschaft sichert.

In Reihen der Bonner stehen zwar gute Spieler, doch über einen absoluten Superstar, wie es der spanische Nationalspieler Sergio Rodriguez im Real-Team nun einmal ist, verfügen sie nicht. Der 29-Jährige mit dem Rauschebart sorgte gleich nach der Pause dafür, dass die Bamberger Zehn-Punkte-Führung zusammenschmolz. Und er war es auch, der mit einem irren Dreier gegen den 15 Zentimeter größeren Bamberger Center Daniel Theis 21 Sekunden vor dem Ende die Partie doch noch zugunsten der Madrilenen entschied. "Bravo Sergio", lobte Trinchieri den Aufbauspieler von Real. Der entriss mit 22 Punkten nach der Pause Brad Wanamaker (17 Punkte), Nikos Zisis, Janis Strelnieks (je 13) und Leon Radosevic (12/6 Rebounds), der sein bisher bestes Spiel im Bamberger Dress abgeliefert hatte, noch den Sieg. "Ich bin glücklich darüber, dass wir nach der Pause zurückgeschlagen haben. Schließlich fehlten uns mit Sergio Llull und Rudy Fernandez zwei ganz wichtige Spieler. Aber wir haben gekämpft und gewonnen, also das umgesetzt, was von uns verlangt wird", war Rodriguez froh, dass der hohe Favorit mit einem blauen Auge davon gekommen ist.

"Sergio Rodriguez spielte eine herausragende zweite Halbzeit und sicherte den Sieg in der Schlussphase. Wir können viel aus dieser zweiten Halbzeit lernen, denn wir treffen in dieser Top-16-Gruppe noch auf viele starke Mannschaften", betonte Bambergs erfahrener Spielmacher Nikos Zisis.


Nur ein Bonner Sieg in 17 Spielen

Auch am Sonntag wird der Routinier wieder viel Verantwortung übernehmen müssen, denn gegen die Bonner sind Elias Harris (Bauchmuskelverletzung) und Lucca Staiger (Rippe gebrochen) weiterhin zum Zuschauen verdammt. Die Ausfälle von Tadas Klimavicius und Isaiah Philmore sind für die Telekom Baskets aber sicherlich schmerzvoller. Nur eines ihrer letzten 17 Pflichtspiele haben die Bonner gewonnen. Zum Debüt des neuen Trainers Carsten Pohl gab es am 23. Dezember einen 109:96-Erfolg gegen Tübingen. Der Nachfolger von Mathias Fischer hat vor allem die Defensive als Schwachpunkt seiner Mannschaft ausgemacht. Doch auch bei der 82:106-Pleite am Mittwoch in Hagen gelang es nicht, die Gastgeber zu stoppen. Vor allem im Rebound (29:47) wurde ein Klassenunterschied deutlich. "Hagen hat uns mit seinem Innenspiel dominiert und dann auch schwere Dreier getroffen, das war bitter", betonte Pohl, der auf der Suche nach Verstärkungen ist. Im Gespräch ist der US-Center Yancy Gates. Egal, wer für Bonn am Sonntag aufläuft, Lob würde es von Andrea Trinchieri für eine Heimniederlage gegen die Telekom Baskets sicher nicht geben.
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