Bamberg
Basketball-Euroleague

Trinchieri: "Sie haben uns in den Hintern getreten"

Nach der Pleite in Madrid herrscht bei Brose Bamberg Frust. Chance zur Wiedergutmachung gibt es schon am Donnerstag im Heimspiel gegen Olympiakos Piräus.
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Real-Star Sergio Llull (l.) hat freie Bahn, da der Bamberger Janis Strelnieks am Block von Gustavo Ayon (r.) hängen bleibt. Foto: imago
Real-Star Sergio Llull (l.) hat freie Bahn, da der Bamberger Janis Strelnieks am Block von Gustavo Ayon (r.) hängen bleibt. Foto: imago
Mit vier seiner insgesamt sechs Dreier betrieb Lucca Staiger im letzten Viertel ein wenig Schadensbegrenzung. Doch trotz des mit 32:23 gewonnenen Schlussabschnitts waren die Basketballer von Brose Bamberg nach ihrem Auftritt in Madrid völlig frustriert. Trainer Andrea Trinchieri sprach nach der deutlichen 72:95-Niederlage bei Real von einer "Albtraumnacht". Sein Team hätte von den Spaniern einen "Tritt in den Hintern" erhalten. Es war zweifellos die bislang schlechteste Leistung des deutschen Meisters in dieser Euroleague-Saison.

Das Verhängnis nahm früh seinen Lauf. Nach einem 0:11-Fehlstart schwammen den Bambergern schnell die Felle davon. Saft- und kraftlos hatten sie den treffsicheren Spaniern wenig entgegenzusetzen. Bei ihrem über drei Viertel ungewohnt blutleeren Auftritt fügten sie sich von Minute mehr und mehr in ihr Schicksal. Am Ende hatten die Bamberger nicht nur 23 Punkte weniger auf ihrem Konto, sondern auch 17 Rebounds. Weiteres Indiz der fehlenden Aggressivität: Bis zum Ende des dritten Viertels standen sie nur zweimal an der Freiwurflinie!
Den Ausfall des zuletzt starken Fabien Causeur, der wegen eines Magen-Darm-Virus kurzfristig passen musste, wollten die Bamberger gar nicht erst als Ausrede hernehmen. "Wir haben sehr schlecht gespielt", gab Nikos Zisis zu. Der Grieche (3 Punkte) agierte wie die weiteren Leistungsträger Nicolo Melli (7), Janis Strelnieks (4) und Darius Miller (0) weit unter Normalform. "Das war der Tiefpunkt in unserer bisherigen Euroleague-Saison, ein schwarzer Abend für die Spieler und die Trainer. Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder begehen wir Selbstmord oder schlagen zurück", meinte Trinchieri.

Und Letzteres wollen sie am Donnerstag (20 Uhr) tun. Im Heimspiel gegen Olympiakos Piräus hat das auf den 14. Platz abgerutschte Brose-Team die Möglichkeit, sich schnell für die Pleite bei den "Königlichen" zu rehabilitieren. Das wird aber keine leichte Aufgabe, denn die Griechen fuhren in der Euroleague zuletzt vier Siege in Folge ein und steckten dabei die Ausfälle ihrer Leistungsträger Daniel Hackett und Georgios Printezis weg. Während der US-Amerikaner wegen einer Knöchelverletzung mehrere Monate fehlen wird, klagte Printezis zuletzt über Kniebeschwerden. Dreh- und Angelpunkt beim Tabellendritten (9 Siege/4 Niederlagen) ist weiterhin Vassilis Spanoulis. Der Routinier (13,6 Zähler und 6,6 Assists im Schnitt) punktete in zwölf der letzten 13 Partien jeweils zweistellig.


"Sicherheitsspiel" gegen Piräus

Sicherheitskonzept Aufgrund der Vorkommnisse bei den Spielen gegen Panathinaikos Athen und Roter Stern Belgrad verschärft Brose Bamberg für das Spiel gegen Olympiakos Piräus die Sicherheitsvorkehrungen.

Tickets Für die Partien gegen Piräus, Fenerbahce Istanbul und Galatasaray Istanbul ist der Online-Kartenkauf nicht möglich. Bei diesen Spielen gibt es auch keine Abendkasse.

Einlasskontrollen Brose Bamberg bittet die Zuschauer um frühzeitiges Erscheinen, da es verstärkte Sicherheitsmaßnahmen beim Einlass geben wird. Das Sicherheitspersonal wird signifikant aufgestockt und die Polizei mit Einsatzkräften auch innerhalb der Halle Präsenz zeigen.

Kein Alkohol Im Gästebereich werden keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt. Die Mitnahme eines Bechers in den Gästeblock ist verboten.

Nordtribüne Der Zugang ist nur über den Eingang "NT rechts" möglich. Zudem ist der Durchgang von der Ost- und West- auf die Nordtribüne innerhalb der Halle nicht mehr gestattet. Besucher erhalten nur noch Zugang zu dem auf ihrer Karte ausgewiesenen Block.
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