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Start in Würzburg: Neuland und Erfahrung

Die DJK Brose Bamberg startet mit einem Auswärtsspiel in Würzburg ins Halbfinal-Play-off der 2. Liga Süd.
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Vor allem die jüngeren Spielerinnen können auch in den Play-offs von der Erfahrung einer Jessica Miller profitieren. Einst Mannschaftskameradin, gibt die US-Amerikanerin bei der DJK Brose Bamberg ihr Wissen an der Seite von Ulf Schabacker jetzt als Trainerin weiter. Foto: sportpress
Vor allem die jüngeren Spielerinnen können auch in den Play-offs von der Erfahrung einer Jessica Miller profitieren. Einst Mannschaftskameradin, gibt die US-Amerikanerin bei der DJK Brose Bamberg ihr Wissen an der Seite von Ulf Schabacker jetzt als Trainerin weiter. Foto: sportpress
"Zusammenwachsen und zusammen wachsen." Unter diesem Motto starten die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg in die Play-off-Runde der 2. Liga Süd. Los geht es in der "best-of-three"-Halbfinalserie am Sonntag um 18 Uhr beim fränkischen Nachbarn Bvuk. Sharks Würzburg. Das zweite Aufeinandertreffen findet am Samstag, 1. April, um 15 Uhr in der Bamberger Stauffenberg-Halle statt. Kann sich kein Team in zwei Spielen durchsetzen, kommt es eine Woche später in der Feggrube zu einem entscheidenden dritten Duell.
Spannung versprechen die Vergleiche der beiden fränkischen Vertreter allemal. Darauf lassen alleine schon die Begegnungen in der Hauptrunde schließen, als sich nach jeweils umkämpften 40 Minuten der Gast durchsetzte. Anders als 2015, als sich beide Teams ebenfalls im Semifinale trafen, ist ein Favorit diesmal nur schwer auszumachen. Seinerzeit beendeten die Bambergerinnen die reguläre Saison auf Rang 1, setzten sich in der ersten Runde glatt gegen die Truppe von Trainerin Janet Fowler-Michel durch und wurden Vizemeister. Damals wie heute neben der nach ihrem Kreuzbandriss pausierenden Sandra Schrüfer im DJK-Trikot: Svenja Zeis und Liisi Sokman. Die beiden erfahrensten Spielerinnen im Aufgebot der Coaches Ulf Schabacker und Jessica Miller stehen vor ihrer fünften beziehungsweise vierten Play-off-Teilnahme mit dem Verein.
Während sich Würzburg seit dem Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse im Jahr 2006 in diesem Jahr erst zum zweiten Mal qualifizierte, zählten die vor sieben Jahren aufgestiegenen Bambergerinnen stets zu den vier besten Teams der 2. Liga. Im Zuge ihres Erstliga-Ausflugs (2012-2014) rutschten sie im ersten Jahr nach dem Rückzug Wolfenbüttels sogar dort in die Play-offs.
"Die zwei Titelgewinne 2011 und 2012 waren natürlich unübertroffene Highlights und Gänsehaut-Momente, aber auch die Vizemeisterschaft 2015 mit dem emotionalen Auswärtssieg in Keltern und dann dem entscheidenden dritten Spiel in eigener Halle vor unglaublicher Kulisse. Das sind die Momente mit dieser besonderen Stimmung und Atmosphäre, auf die man monatelang hinarbeitet", fiebert Zeis dem nach ihrer Aussage besten Teil der Saison entgegen. Ungeteilte Zustimmung erhält sie von Kapitänin Liisi Sokman, die sich ebenso viel vorgenommen hat: "Das erste kleine Ziel haben wir erreicht, jetzt haben wir das nächste vor Augen. Aber da sind wir nicht die einzigen. Die vier besten Mannschaften, die alle eine gute Runde gespielt haben, wollen ins Finale. Jetzt kommt es darauf an, wer mental besser vorbereitet ist. In den Play-offs ist alles möglich, wenn man daran glaubt, wenn man an sich und an sein Team glaubt. Das Wichtigste für mich sind Wille und Leidenschaft. Ich möchte sehen und spüren, dass wir mit Herz spielen."
Neuland bedeuten die Play-offs indes für die Youngsters der Brose-Korbjägerinnen. Fünf der nach dem Weggang von Mara Münder und Tonia Lohneiß in den letzten Wochen eingesetzten elf Spielerinnen stehen vor ihrer ersten Teilnahme oder bestreiten gar erst ihre erste Zweitliga-Saison. Auf immerhin schon zwei Einsätze kommt U16-Nationalspielerin Julia Förner, die im vergangenen Jahr in den Halbfinalspielen gegen Heidelberg ihr Debüt gab. "Da hat man schon gemerkt, dass der Kampf und die Intensität noch einmal um einiges höher sind. Ich bin schon aufgeregt, vor allem aber motiviert. Ich denke, es werden spannende Begegnungen, in denen beide Teams alles geben werden", freut sich die 16-Jährige, die mit ihrer Entwicklung beispielhaft für das Bekenntnis der beiden fränkischen Vertreter zur Nachwuchsförderung steht, auf die Halbfinals.
Parallel treffen die Axse BasCats USC Heidelberg als Gewinner der Hauptrunde auf den Vierten der regulären Spielzeit, die Elangeni Falcons Bad Homburg.

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