Baunach

Sieg im Kellerduell wäre Gold wert

Die Baunacher sind am Samstag beim punktgleichen Nachbarn in Essen gefordert.
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So aggressiv wie gegen den Heidelberger Niklas Ney (mit Ball) sollten die Baunacher Leistungsträger Aleksej Nikolic (r.) und Leon Kratzer auch in Essen zu Werke gehen. Foto: sportpress
So aggressiv wie gegen den Heidelberger Niklas Ney (mit Ball) sollten die Baunacher Leistungsträger Aleksej Nikolic (r.) und Leon Kratzer auch in Essen zu Werke gehen. Foto: sportpress
Zu einem sehr interessanten Vergleich in der 2. Basketball-Liga ProA kommt es am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle am Hallo in Essen, wenn die Baunacher beim Tabellennachbarn antreten. Beide Teams stecken mit jeweils fünf Siegen tief im Abstiegskampf und benötigen dringend Siege, um auch in der kommenden Saison der ProA anzugehören. Nur die abgeschlagenen Dresden Titans liegen noch dahinter. Da zwei Teams den bitteren Gang in die ProB antreten müssen, wird es wohl auf einen Zweikampf beider Teams hinauslaufen, es sei denn Ehingen oder Nürnberg, die bereits sieben Siege erreichen konnten, schwächeln noch.

Noch ist ein Drittel aller Begegnungen zu spielen, trotzdem könnte die Partie am Samstag wegweisenden Charakter haben, denn bei einem Sieg der Baunacher würde gleichzeitig auch der direkte Vergleich auf Seiten der Grün-Weißen liegen, was enorm wichtig wäre und Essen schon gewaltig unter Zugzwang bringen würde. Der Druck liegt also eindeutig mehr bei den Hausherren. Allerdings haben die Gastgeber auch den riesigen Vorteil in ihrer Heimhalle am Hallo antreten zu dürfen. Wie unangenehm die ETB Wohnbau Baskets dort zu spielen sind, mussten die Young Pikes bereits zweimal erfahren, denn sowohl in der Saison 2014/2015 (63:78) als auch in der Serie 2015/2016 (67:91) verloren die Baunacher dort deutlich.

Essen scheint kein gutes Pflaster für die Baunacher zu sein. Dennoch hoffen sie gerade in dieser wichtigen Partie wieder einmal in Bestbesetzung antreten zu können, um so alles in die Waagschale werfen zu können. Wie die Young Pikes dann mit der Drucksituation umgehen, werden die 40 Minuten auf dem Parkett zeigen.


Vier gefährliche Amerikaner

Die Gastgeber können sich dabei auf einen extrem erfahrenen und abgezockten Spieler verlassen, der beim 70:58-Heimspielerfolg der Baunacher passen musste. Aufbauspieler Chris Alexander, mit 20,1 Punkten pro Spiel der aktuelle Topscorer der ProA, lebt für solche Spiele und wird den Gästen in der Verteidigung alles abverlangen. Auch seine drei Landsleute Ashton Moore, Eric Thompson und Maurice Creek strahlen viel Gefahr in der Offensive aus. Die beiden Brüder Yannick und Robin Lodders tragen die Hauptlast auf den deutschen Positionen, wobei noch unsicher ist, ob Yannick auflaufen darf, da er im letzten Spiel disqualifiziert wurde.

Trainer Fabian Villmeter, der trotz der prekären Tabellensituation nie den Glauben an sein Team verloren hat, muss aber vor allem auf die Leistung seiner Jungs schauen. Sollten alle Spieler ihr sicherlich vorhandenes Potenzial abrufen, kann auch in Essen ein wichtiger Auswärtserfolg gelingen. Und selbst wenn nicht, hat man noch zehn weitere Begegnungen Zeit, um den einen oder anderen Sieg einzufahren. Allerdings sollte man zumindest den direkten Vergleich für sich entscheiden, der bei Punktgleichheit am Ende den Ausschlag über Abstieg oder Klassenerhalt geben wird. Marschroute muss es sein, von Spiel zu Spiel zu schauen und trotz des Zieles Klassenerhalt die Entwicklung der jungen Talente nicht aus den Augen zu verlieren. red

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