Bamberg
Basketball-Bundesliga

Schwerer als erwartet - doch Brose Bamberg besiegt auch Göttingen

Brose Bamberg bezwingt die BG Göttingen mit 93:82 und bleibt vor dem Start in die Euroleague unbesiegt. Andrea Trinchieri musste die Halle verlassen.
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Der Bamberger Neuzugang Maodo Lo hat das Loch in der Göttinger Verteidigung gefunden und schließt per Korbleger erfolgreich ab. Fotos: Daniel Löb
Der Bamberger Neuzugang Maodo Lo hat das Loch in der Göttinger Verteidigung gefunden und schließt per Korbleger erfolgreich ab. Fotos: Daniel Löb
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Im fünften Bundesliga-Spiel trafen die Basketball von Brose Bamberg erstmals auf einen Gegner, mit dem sie nicht kurzen Prozess machen konnten. Die BG Göttingen wehrte sich tapfer, bezog aber beim deutschen Meister letztlich doch eine 82:93 (40:51)-Niederlage. Der Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri gelang damit die Generalprobe vor dem Start in die Euroleague halbwegs. Am Donnerstagnachmittag machen sich die Bamberger auf den Weg in die Türkei, wo sie am Freitagabend die schwere Auftaktpartie beim letztjährigen Vize-Champion Fenerbahce Istanbul bestreiten.


Strelnieks geschont

Bei den Gastgebern fehlte Janis Strelnieks, der wegen Oberschenkelproblemen geschont wurde. Aufbauspieler Fabien Causeur nahm wie auch Darius Miller zunächst auf der Bank Platz, wodurch Maodo Lo zu seinem Debüt in der Bamberger Startformation kam. Der Nationalspieler erzielte mit zwei Dreiern und einem Korbleger gleich die ersten acht Punkte für sein Team in Folge und sorgte für eine 8:2-Führung. Absetzen konnten sich die Bamberger anschließend aber von ihrem Gegner nicht, da sie den Göttingern Platz für Distanzwürfe ließen. Vier Dreier versenkten die Niedersachsen, die trotz klarer Unterlegenheit beim Rebound (5:11) nach dem ersten Viertel lediglich mit 19:23 zurück lagen.


Trinchieri wird der Halle verwiesen

Da sein Team die körperliche Überlegenheit unter den Körben nicht konsequent ausnutzte und in der Verteidigung weiterhin nicht die von ihm gewünschte Intensität zeigte, nahm Trinichieri nach 14 Minuten beim Stand von 29:27 eine Auszeit. Nach dieser lief der impulsive Italiener dann richtig heiß. Nach einem Foul an Daniel Theis beim Korbleger beschwerte er sich derart heftig bei Schiedsrichter Martin Matip, dass er zwei technische Fouls kassierte und deshalb die Halle verlassen musste.

Das erhöhte nun auch beim Publikum die Betriebstemperatur, und der Funke sprang wenig später auch auf das Brose-Team über: Zur Pause lag der Meister erstmals zweistellig in Führung (51:40).
Angeführt von Nicolo Melli, der sich nach der Pause erheblich steigerte, und Elias Harris, der ebenfalls konstant punktete und zudem einige Rebounds abgriff, setzten sich die Bamberger weiter ab. Göttingen versuchte zwar dem Tempo der Hausherren zu folgen, brachte jetzt aber nicht mehr die Qualität aus der ersten Hälfte aufs Parkett. Vor Beginn des Schlussdurchgangs stand eine komfortable 79:59-Führung zu Buche. Co-Trainer Ilias Kantzouris, der den Job von Trinchieri an der Seitenlinie übernommen hatte, klatschte seine Jungs nach Ende des spielentscheidenden dritten Viertels ganz entspannt ab.

Göttingen gab sich aber noch nicht geschlagen und kämpfte sich binnen zwei Minuten wieder auf zehn Punkte heran (81:71), ehe Miller mit seinem ersten Korberfolg in dieser Partie die Aufholjagd der Gäste stoppte und die Bamberger im Anschluss den Gegner wieder in den Griff bekamen.

Brose Bamberg: Lo (19 Punkte/5 Dreier), Harris (19), Melli (14/2), Causeur (12/1), Staiger (6), Miller (5/1), Theis (5/1), Heckmann (4), Zisis (4), Veeremenko (3), Nikolic (2)
BG Göttingen: Sanders (18/2), Veikalas (17/3), Eatherton (15/1), Williams (11/1), Waleskowski (5), Spohr (5/1), Schwarz (4), Mönninghoff (3/1), Grüttner (2), Carter (2), Groger
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