Baunach
2. Basketball-Liga Pro A

Schwache Baunacher Vorstellung

Die Young Pikes verlieren ihr Heimspiel gegen die RheinStars Köln klar mit 54:66, bleiben aber auf Platz 7.
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Daniel Schmidt (l.) und Johannes Thiemann (r.) versuchen, den Kölner Jonathan Malu am Korberfolg zu hindern. Fotos: sportpress
Daniel Schmidt (l.) und Johannes Thiemann (r.) versuchen, den Kölner Jonathan Malu am Korberfolg zu hindern. Fotos: sportpress
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Einen Rückschlag im Kampf um die Play-offs mussten die Baunach Young Pikes am Freitagabend hinnehmen. Das Team von Trainer Fabian Villmeter verlor nach schwacher Leistung gegen die RheinStars Köln mit 54:66 (29:38), bleiben in der Tabelle aber auf dem siebten Platz. Doch das Restprogramm hat es für die Baunacher in sich. Am Sonntag sind sie beim Tabellenführer in Vechta ebenso Außenseiter wie eine Woche darauf beim Dritten in Gotha. Zum letzten Spiel der Hauptrunde haben sie dann am Karsamstag gegen Paderborn noch einmal Heimrecht.


Viel Applaus für Arne Woltmann

Gegen die von Arne Woltmann - der ehemalige Assistenztrainer der Brose Baskets wurde von den 880 Zuschauern in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle mit Applaus begrüßt - betreuten Rheinländer standen den Gastgebern wieder die zuletzt mehrere Wochen verletzungsbedingt fehlenden Andi Obst und Moritz Sanders zur Verfügung.
Aufbauspieler Aleksej Nikolic, der am Donnerstag für die Bamberger beim Euroleague-Sieg über Olympiakos Piräus auf dem Parkett stand, verfolgte die Partie nur als Zuschauer. Der Slowene zählt nun fest zum Kader der Brose Baskets und steht den Baunachern zumindest bis zum Ende der Hauptrunde nicht mehr zur Verfügung.

Wie schon in der vergangenen Woche gegen Bayer Leverkusen starteten die Gastgeber fast schon lethargisch in die Partie. Offensiv lief abermals wenig zusammen. Nur vier Treffer bei 13 Versuchen waren im ersten Viertel die Ausbeute, von der Dreierlinie trafen die Young Pikes gar nur einmal bei sechs Würfen. Doch auch die Kölner konnten im Angriff beim Gegner keinen Schrecken verbreiten, sodass das Niveau der Partie mäßig war.


Taras der einzige Lichtblick

Zwar trafen die Baunacher im zweiten Abschnitt wenigstens von der Dreierlinie etwas besser, dafür sank die Quote aus dem Zweier-Bereich dramatisch. Tibor Taras, der bis zur Halbzeit zehn Punkte erzielt hatte, war der einzige Lichtblick im Baunacher Spiel. Da die Hausherren nun auch in der Defensive trotz zweier Auszeiten, in denen Villmeter seine Schützlinge wachrütteln wollte, deutlich nachließen, war es nicht verwunderlich, dass die Kölner mit einer 38:29-Führung in die Kabine gingen.

Das erwartete Baunacher Aufbäumen nach der Pause blieb zunächst aus, Köln baute seinen Vorsprung sogar auf 15 Punkte aus. Doch dann schien der Knoten bei den Gastgebern zu platzen. Mit einem 11:2-Lauf, zu dem Malik Müller fünf Punkte beisteuerte, schoben sie sich bis zum Ende des dritten Viertels wieder auf 46:52 heran.
Doch die Aufholjagd der Young Pikes stoppte David Downs mit fünf Punkten in Folge für die Kölner. Zudem standen sich die Hausherren bei ihrem verzweifelten Versuch, das Blatt noch einmal zu wenden, oft selbst im Weg und leisteten sich viele Ballverluste. Und da selbst offene Würfe nicht in den Korb wollten, machte sich beim Villmeter-Team, das am Ende auf eine Trefferquote von nur 29 Prozent kam, mehr und mehr Frust breit. Während die Kölner ihre kleine Play-off-Chance wahrten, müssen sich die Baunacher im Endspurt gewaltig steigern, wenn sie beim Saison-Höhepunkt dabei sein wollen.
Baunach Young Pikes: Thiemann (12 Punkte), Taras (10/2 Dreier), Schmidt (9/1), Kratzer (6), Müller (5), Kulboka (5/1), Obst (4/1), Dizdarevic (3/1), Dumars / RheinStars Köln: Downs (20/2), Jackson (13), Jones (7/1), Malu (7), Foster (6/2), Petric (6/2), Steffen (5/1), Kruel (2), Baeck, Van der Velde, Pilipovic / SR: Erlwein, Steckas, Aydogdun / Zuschauer: 880
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