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Schlechte erste, gute zweite Hälfte

Die Damen der DJK Brose Bamberg besiegen in der 2. Liga den TSV Speyer-Schifferstadt mit 72:67.
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Philippa Faul (Nr. 18) bekommt den Ball, kann aber nicht viel mit ihm anfangen, denn mit (von rechts) Ieva Jansone, Svea Wagner und Tanja Lehnert kümmern sich gleich drei Bambergerinnen um die Gästespielerin.Fotos: sportpress
Philippa Faul (Nr. 18) bekommt den Ball, kann aber nicht viel mit ihm anfangen, denn mit (von rechts) Ieva Jansone, Svea Wagner und Tanja Lehnert kümmern sich gleich drei Bambergerinnen um die Gästespielerin.Fotos: sportpress
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Nach 33 Minuten erstmals die Führung übernommen und ins Ziel gebracht: Dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit haben sich die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg einen weiteren Sieg gesichert. Vor 180 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle benötigte die Mannschaft am Samstag beim 72:67 (23:32) gegen den TSV Speyer-Schifferstadt eine lange Anlaufzeit, ehe sie nach dem Seitenwechsel die laut Cheftrainer Ulf Schabacker bislang beste Saisonleistung abrief.

Das Gesicht der ersten Hälfte passte zu Halloween, denn hinter ihrer Maske aus statischer Verteidigung und bisweilen harmlosen Offensivbemühungen waren die Gastgeberinnen phasenweise kaum zu erkennen. Die Pfälzerinnen präsentierten sich dagegen voller Tatendrang: Klein, zweimal Kraus und Mocanu - nach vier Minuten leuchtete ein 0:8 aus Sicht der DJK von der Anzeigetafel. Die Richtung der ersten Halbzeit war damit vorgegeben.
Die Schabacker-Schützlinge liefen der Musik - trotz lautstarken Antriebs durch die Brose-Baskets-Band - erst einmal hinterher. Größtes Manko war neben elf Ballverlusten vor allem der defensive Rebound. Durch fehlende Übersicht und Reaktionsschnelligkeit ermöglichte die DJK Brose den Gästen sieben zweite Angriffsoptionen, die diese nutzten, um mit neun Zählern Vorsprung in die Pause zu gehen (23:32).

"Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und hatten vor allem mit der Zonenverteidigung des Gegners unsere Schwierigkeiten. Anstatt zu attackieren, waren wir zu sehr damit beschäftigt, Fehler zu vermeiden und die Verantwortung weiterzuschieben. Es war die erwartet schwere Aufgabe. Speyer ist und bleibt für mich in dieser Besetzung ein Play-off-Kandidat", nannte Schabacker die Gründe für die schwache erste Hälfte, in der sein Team zwischenzeitlich bereits mit 13 Punkten (16:29) zurückgelegen hatte.

Mit Wiederbeginn waren die Masken gefallen. Die Bambergerinnen zeigten fortan ihr wahres Gesicht - aggressiv und leidenschaftlich in der Verteidigung, beherzt und teamorientiert im Angriff. Die Qualität des Gegners und die Dramaturgie des Spiels verlangten es zunächst jedoch, dass beide Seiten Mitte des dritten Durchgangs beim Stande von 32:45 noch einmal 13 Zähler trennten. Dreipunktespiele von Svea Wagner und der nach Verletzung noch gehandicapten Miranda Cantrell sowie Dreier von Kathrin Gut und Liisi Sokman leiteten dann aber die Wende ein. Daniela Vogel besorgte in der 33. Min. die erste Führung überhaupt, Ieva Jansone konterte in der 36. Min. das 58:59 durch Annika Klein. Als Sandra Schrüfer zweieinhalb Minuten vor Schluss ebenfalls von jenseits der 6,75-m-Linie zum 68:61 traf, schien die Vorentscheidung gefallen. Ein nach Ballverlust als unsportlich geahndetes Foul von Vogel in der Speyrer Zone ließ die Pfälzerinnen allerdings noch einmal Morgenluft wittern. Bis auf 69:67 verkürzten die TSV-Damen, ehe Jansone mit ihren Punkten 15, 16 und 17 von der Freiwurflinie den Endstand herstellte.

"Nach dem Rückstand in der 25. Minute das Spiel so zu drehen, spricht für den Teamgeist. Wir haben in der zweiten Halbzeit deutlich aggressiver verteidigt und Speyer mit unserem Mix aus Zone und Mann-Mann-Verteidigung den Zahn gezogen. Unser schnelles Rotieren zu den Schützinnen war sicher auch ein Grund für deren Ausbeute von 0/18 von der Dreierlinie. Durch die höhere Intensität ist dem Gegner zum Ende hin die Puste ausgegangen. Das war ein weiterer Schritt nach vorne im Hinblick auf die nächsten Aufgaben", zollte Schabacker seinem Team Respekt für dessen Leistungssteigerung. Am nächsten Sonntag (17.30 Uhr) gastieren die DJK-Damen nun bei Aufsteiger Karlsruhe. red
DJK Brose Bamberg: Jansone (17), Schrüfer (12), Lehnert (9), Sokman (9), Cantrell (8), Vogel (7), Gut K. (6), Wagner (4), Hesselbarth, Nadolski / TSV Speyer-Schifferstadt: Mocanu (19), Klein (16), Kraus (10), Weynandt (10), Gelbke (6), Faul (2), Jalalpoor (2), Verboom (2), Horz / SR: Seye, Oesterle / Zuschauer: 180

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