Bamberg
Basketball

"Rekord-Manager" Hans Herbst feiert 70. Geburtstag

Von 1982 bis 1999 war Hans Herbst in verantwortlicher Position für die Bamberger in der Bundesliga tätig und erlebte viele Höhen und Tiefen. Der frühere Richter ist heute noch Stammgast in der Brose Arena.
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Hans Herbst. Foto: Bertram Wagner
Hans Herbst. Foto: Bertram Wagner
Die Geburtstagsreigen verdienter Bamberger Basketball-Persönlichkeiten reißt nicht ab: Nach Bert Peßler (90) und Brose Baskets-Präsident Norbert Sieben (70) zog nun Hans Herbst "nach" und wurde am Dienstag ebenfalls 70 Jahre alt. Der Vorgänger von Wolfgang Heyder, der 1982 als sportlicher Leiter beim damaligen FC Bamberg erstmals Verantwortung übernommen hatte, übergab den Manager-Stab mit der Umgestaltung zum TSK Universa Bamberg an den aktuellen Sportdirektor der Brose Baskets. Herbst, zeitlich gesehen "Rekord"-Manager (bis 1999) der Bamberger Bundesliga-Basketballer, ist es nach teilweise turbulenten Spielzeiten in den 80er-Jahren gelungen, mit Terry Schofield einen der namhaftesten Trainer zu verpflichten.

Pokalsieg der größte Erfolg

Auch die Tatsache, dass Asse wie Armin Andres, Mike Jackel, Kai Nürnberger und Ingo Mendel in Bamberg auf Korbjagd gingen, ist einer der vielen Verdienste des Richters, der mit dem Pokalsieg 1992 seine größte Ernte einfahren konnte und mitverantwortlich war, dass Bamberg zum Stammgast unter den besten Vier wurde. "Den nächsten Schritt konnten wir nicht machen, Leverkusen hatte einfach mehr Geld zu bieten, wir konnten immer nur sechs Spieler finanzieren", so der unermüdliche Antreiber, der von Fritz Hofmann und Helmut Wurm ("toll, was beide geleistet haben") bestens unterstützt wurde. Viel Freude bereitete Herbst auch die Zeit mit Trainer Ken Scalabroni und die Tatsache, dass neben den Topstars Talente wie Volkmar Zapf, Henrik Gese und Bernd Montag Akzente setzen konnten.

Nicht mehr genügend Sponsoren waren auszumachen bzw. sind weggebrochen, die das Ende des TTL Bamberg hätten verhindern können. Mit dem Lizenz-Verkauf an TSK endete auch eine Manager-Ära, die mit viel Herzblut, Sachverstand und Einsatz fast 20 Jahre währte.

Der 70er, der zusammen mit Wolfgang Heyder über drei Viertel der Bundesligageschichte in "Freak City" lenkte, hat den Kontakt zum Basketball nie abreißen lassen und ist Stammgast in der Brose Arena.



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