Bamberg
Fußball-Bayernliga Nord

Personalnöte bereiten Sorgen

Die DJK Don Bosco Bamberg tritt am Sonntag in Regensburg stark ersatzgeschwächt an.
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Simon Schmoll (l.) hat sich die Schulter ausgekugelt und fehlt den DJK-Fußballern mindestens für sechs Wochen. Foto: sportpress
Simon Schmoll (l.) hat sich die Schulter ausgekugelt und fehlt den DJK-Fußballern mindestens für sechs Wochen. Foto: sportpress
Vor einer eminent schweren Aufgabe steht die DJK Don Bosco Bamberg am Sonntag (15 Uhr) in der Fußball-Bayernliga Nord, wenn sie ihre Visitenkarte beim Tabellennachbarn und Reserveteam des Regionalligisten SSV Jahn Regensburg abgibt, zumal sich die Oberpfälzer für die 1:2-Vorrundenniederlage revanchieren wollen.

Die Partie der Jahn-"Zweiten" in Forchheim fiel vor Wochenfrist der Witterung zum Opfer, weshalb deren Trainer Ilija Dzepina kurzerhand ein Testspiel gegen den Süd-Bayernligisten TSV Bogen vereinbarte und dieses mit 2:4 verlor, dafür aber Spielpraxis sammeln ließ. Schließlich verlief der Frühjahrsrundenauftakt bei der 1:2-Niederlage beim Tabellenzweiten SV Seligenporten Ende Februar noch leicht holprig.
Der montenegrinische Coach durfte sich dennoch über die Frühform seiner beiden Leistungsträger Unal Tosun und Martin Sautner freuen.

Der 25 Jahre alte Kapitän Sautner zog geschickt die Fäden und erzielte nach der Pause den Anschlusstreffer. Dass es nicht zu mehr reichte, lag aber in erster Linie am starken Auftritt der "Klosterer" aus Seligenporten. Nicht zuletzt deshalb ist der 53-jährige Dzepina guter Dinge, gegen die Wildensorger den sechsten Heimsieg in dieser einzufahren. Er kann nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nicht dabei sein wird lediglich der bisher erfolgreichste Torschütze Michael Faber (sieben Treffer), der wegen seiner guten Leistungen den Sprung in das Regionalligateam schaffte und dort überzeugte. Ob allerdings Verstärkung aus der Ersten, die freitags bereits im Spitzenspiel gegen Illertissen ran musste, parat steht, ist für die Bamberger die große Unbekannte.


Auf Kunstrasen

DJK-Trainer Gerd Schimmer musste sich damit bereits im August letzten Jahres auseinandersetzen. Seiner Elf gelang nach Rückstand kurz vor Schluss der Ausgleich und in der Nachspielzeit der Siegtreffer. Einer möglichen Unterstützung durch Regionalligakicker sieht er gelassen entgegen. "Wir nehmen es, wie es kommt. Es muss gar kein Nachteil sein, wenn Akteure aus der Ersten hinzukommen. Vielleicht sind sie dann nicht so eingespielt", orakelt Schimmer, der erfuhr, dass die Partie auf Kunstrasen ausgetragen werden soll, was somit "für uns keine Umstellung bedeutet".

Allerdings sieht es personell alles andere als rosig aus. Ein Verletzter reihte sich zuletzt an den anderen, weshalb insgesamt fünf Stammkräfte sicher ausfallen. Keeper Sascha Haupt laboriert nach wie vor an den Folgen eines Arbeitsunfalls, Christopher Kettler und Nico Wunder müssen mit Bänderdehnungen im Sprunggelenk passen, Christos Makrigiannis plagt sich mit einer schmerzhaften Fersenprellung herum, und Simon Schmoll erlitt eine Schulterluxation, die ihn für mindestens sechs Wochen auf Eis legt. Doch den DJK-Chefanweiser drücken noch weitere Sorgen. Der Einsatz seines Co-Trainers und verlängerten Armes auf dem Spielfeld, Christoph Kaiser, ist wegen einer Zerrung fraglich, wenngleich er und auch der ebenfalls angeschlagene Doppeltorschütze gegen Würzburg Alassane Kane (Adduktorenprobleme) das Abschlusstraining absolvierten.
DJK Don Bosco Bamberg: Kraus, Trunk - Eichhorn, Fischer, Hoffmann, G. Jessen, J. Jessen, Kaiser (?), Kane (?), Leicht, Rosiwal, Ruiz, Schmitt, Schütz, Schwinn, Strobler

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