Bamberg
Basketball-Euroleague

Nur Ergebnis stimmt nicht für Brose Bamberg

Der deutsche Meister belohnt sich in Nürnberg nicht für eine tolle Leistung und verliert mit 89:91 gegen Madrid.
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Die Real-Spieler (v. l.) Gustavo Ayon, Rudy Fernandez und Anthony Randolph können nur zuschauen, wie Daniel Theis den Ball durch den Ring stopft. Fotos: Daniel Löb
Die Real-Spieler (v. l.) Gustavo Ayon, Rudy Fernandez und Anthony Randolph können nur zuschauen, wie Daniel Theis den Ball durch den Ring stopft. Fotos: Daniel Löb
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Real Madrid feiert wie im Vorjahr einen hart erkämpften 91:89 (51:47)-Erfolg in Nürnberg. Die 8000 begeisterten Zuschauer sahen dennoch ein mitreißendes Euroleague-Spiel, in dem am Ende aber die "Königlichen" unterstrichen, warum sie auch in dieser Saison als Anwärter auf den europäischen Thron gelten. Die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri begegnete Real die gesamten 40 Minuten auf Augenhöhe und musste sich unglücklich geschlagen geben. Jetzt heißt es schnell die Akkus aufzuladen, denn bereits am Freitag (20 Uhr) wartet in Piräus bereits das nächste europäische Schwergewicht auf die Bamberger.

Feuerwerk bei der Spielervorstellung, die MVP-Trophäe des Monats Dezember für Nicolo Melli - die Einstimmung auf das Basketball-Fest war perfekt. Real erwischte zwar den besseren Start, doch nach drei Minuten lagen die Gastgeber mit 8:7 vorn. Der deutsche Meister begegnete dem Starensemble aus Spanien auf Augenhöhe - allerdings kamen die "Königlichen" etwas leichter zu ihren Punkten, während die Bamberger hart um jeden Zähler kämpfen mussten. Doch Darius Miller und Janis Strelnieks sorgten von der Dreierlinie dafür, dass der Favorit nicht wegziehen konnte. Aber auch Fabien Causeur und Daniel Theis setzten sich immer wieder durch. Mit starker Defensive und kontrolliertem Passspiel fand das Brose-Team immer wieder eine Antwort auf das Offensiv-Feuerwerk der Gäste.

Erst als Jaycee Carroll in der Schlussphase der ersten Halbzeit heiß lief und sein Team mit zehn Punkten in Folge mit 51:41 in Führung schoss, kamen die ersten Zweifel auf. Er bestrafte die kleinen Fehler in Bambergs Abwehr eiskalt. Doch der überragende Melli - bis dahin der effektivste Akteur auf dem Feld - ließ bis zur Pause (47:51) wieder die Hoffnung auf die Sensation wachsen.

Die Hausherren kamen mit dem puren Willen aus der Kabine, den Rückstand wettzumachen. Es entwickelte sich ein packendes Duell zwischen Real-Star Sergio Llull und Fabien Causeur. Nach 26 Minuten war es dann aber Miller, der Bamberg wieder in Front schoss (59:58). Nach Leon Radosevics krachendem Dunking tobten die Fans. Es war der hochklassige Krimi zweier Topteams, den man sich erhofft hatte. Llull und Gustavo Ayon setzten bei Real die Akzente, doch Patrick Heckmann brachte den Gastgeber per Dreier vor dem Schlussviertel wieder auf 69:70 heran.

Theis dunkte Bamberg in Front - die Spannung stieg. Beinahe bei jedem Angriff wechselte die Führung. Leon Radosevic zeigte die beste Saisonleistung. Auf der anderen Seite nutzte Carroll immer wieder die zweiten Chancen. Die Real-Asse hatten jetzt eindeutig einen Bonus bei den Unparteiischen - und Llull traf 68 Sekunden vor Schluss den Dreier aus der Hüfte zum 82:87. Warum beim Theis-Dunking zum 85:87 kein Foul gepfiffen wurde, bleibt das Geheimnis der Unparteiischen. Nikos Zisis glich 8,9 Sek. vor Spielende an der Freiwurflinie aus. Aber Llull entschied mit dem Zauber-Korbleger die Partie, weil der Wurf von der eigenen Dreierlinie von Strelnieks um Zentimeter das Ziel verfehlte.


Die Statistik

Brose Bamberg -
Real Madrid 89:91

(21:25, 26:26, 22:19, 20:21)
Bamberg Causeur (14 Punkte/1 Dreier), Miller (13/3), Theis (12), Melli (11/1), Radosevic (11), Strelnieks (9/2), Zisis (8), Heckmann (6/1), McNeal (5/1), Veremeenko, Staiger
Madrid Llull (26/2), Carroll (24/3), Ayon (16), Fernandez (9/2), Draper (5), Reyes (4), Thomkins (3/1), Randolph (2), Hunter (2), Maciulis, Nocioni
SR Belosevic (Serbien), Pastusiak (Polen), Koljensic (Montenegro)
Zuschauer 8000 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 50 Prozent (28 Treffer/57 Versuche), Madrid 50 (35/71)
Dreierquote Bamberg 38 Prozent (9/24), Madrid 30 (8/27)
Freiwurfquote Bamberg 89 Prozent (24/27), Madrid 81 (13/16)
Rebounds Bamberg 26 (21 defensiv/5 offensiv), Madrid 40 (24/16)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 8/10, Madrid 6/12
Assists Bamberg 20 / Madrid 15
Fouls Bamberg 18 / Madrid 26
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