Bamberg
Basketball

Niederlage im Spitzenspiel kostet auch die Tabellenführung

Die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg haben auch im zweiten Vergleich mit dem Aufstiegsfavoriten Grüner Stern Keltern den Kürzeren gezogen.
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Melissa Zornig (l.) und Mara Hjelle (r.) nehmen die DJK-Flügelspielerin Mara Münder, die am Sonntag überzeugte, in die Zange. Foto: Sebastian Hader
Melissa Zornig (l.) und Mara Hjelle (r.) nehmen die DJK-Flügelspielerin Mara Münder, die am Sonntag überzeugte, in die Zange. Foto: Sebastian Hader
In der Dietlinger Speiterling-Halle unterlagen die Schützlinge von Cheftrainer Ulf Schabacker den Gastgeberinnen am frühen Sonntagabend mit 69:78 (30:46) und rutschten aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs auf den zweiten Rang ab. Unterdessen ist die Frage nach den Play-off-Teilnehmern nach dem Heidelberger 78:74-Sieg über Mainz geklärt.
Keltern, Würzburg, Heidelberg und Bamberg kämpfen ab dem 28. März um die Meisterschaft in der Südstaffel der zweigeteilten 2. Liga. Einen Vorgeschmack darauf erhielten die DJK-Damen im Spitzenspiel des 20. Spieltages, in dem sie nach extrem nervösem Beginn frühzeitig einem Rückstand hinterherliefen.
"Keltern war ,on fire‘, und wir haben es zugelassen. Ana-Maria Kammer hat einen Sahnetag erwischt, das muss man anerkennen. Wir haben versucht, es mit Mann-Mann- oder Zonenverteidigung zu lösen, aber in dieser Saison wahrscheinlich defensiv noch nicht so schwach agiert wie heute. 46 Punkte in einer Halbzeit sind für eine solche Begegnung definitiv zu viel. Offensiv haben wir Nerven gezeigt und hatten Blockaden im Kopf. Das hat der Gegner ausgenutzt", lautete die erste Analyse von Cheftrainer Ulf Schabacker, dessen Schützlinge sich zum Seitenwechsel mit einer 16-Punkte-Hypothek konfrontiert sahen.
Schabacker erklärte: "Wir haben zur Halbzeit natürlich noch an unsere Chance geglaubt, uns herangekämpft und die zweiten 20 Minuten gewonnen, obwohl wir auch da nicht den Rhythmus gefunden haben, der im Duell um die Tabellenspitze vonnöten gewesen wäre. Das Momentum war eigentlich immer auf der Seite der Kelternerinnen, und nicht zu Unrecht. Sie haben in kritischen Phasen wichtige Würfe getroffen, die bei uns zu keinem Zeitpunkt gefallen sind." Mit starker kämpferischer Leistung halbierten die Bambergerinnen im dritten Durchgang den Rückstand (49:57), konnten das besagte Momentum aber nicht auf ihre Seite ziehen.
Auch nicht, als der Vorsprung der GSK-Damen in der Schlussphase bis auf sechs Zähler zusammengeschmolzen war (66:72). Während die Gastgeberinnen den Sieg von der Freiwurflinie ins Ziel brachten, fehlte der DJK Brose wie über weite Strecken des Spiels die nötige offensive Durchschlagskraft. Vor allem über die großen Positionen gelang es den Bambergerinnen nicht, wie gewohnt zu punkten. Mit 30:27 ging das Reboundduell knapp zu Gunsten des Gastgebers aus.
Spielentscheidend waren die Unterschiede jenseits der Dreier- und an der Freiwurflinie. Die Kelternerinnen trafen elf von 24 Distanzwürfen, Ana-Maria Kammer allein sechs von elf. Die Bamberger Ausbeute lag hier bei drei von zwölf. 15 von 16 Freiwürfen verwandelten die Gastgeberinnen, 20 von 29 dagegen die Bamberger DJK-Basketballerinnen.
Vor Jessica Miller & Co. liegt nun das letzte Heimspiel vor Beginn der Meisterschaftsrunde am 28. März. Am Samstag um 15 Uhr empfängt die DJK Brose mit den BasCats USC Heidelberg einen Play-off-Konkurrenten und möglichen Halbfinalgegner in der Graf-Stauffenberg-Halle. Zum "Kinder- und Jugendtag" ist der Eintritt bis einschließlich 16 Jahre frei. Die Zuschauer erwartet zudem ein attraktives Rahmenprogramm mit einer Tombola samt exklusiver Preise, einem Einlagespiel zweier Jugendmannschaften sowie weiteren Aktionen.
Grüner Stern Keltern: Kammer (24), Zornig (19), Hjelle (11), Elbert (9), Prötzig (7), Mauldin (5), Steidl (3), Kohlhaas / DJK Brose Bamberg: Miller (26), Münder (13), Zeis (11), Sokman (8), Gröger (6), Thorman (4), Ilmberger (1), A. Gut, Lohneiß


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