Bamberg
Fußball-Bayernliga Nord

Nach Platzverweis verliert DJK Bamberg klar

In Unterzahl hatte die DJK Don Bosco Bamberg am Freitagabend in der Fußball-Bayernliga Nord bei Viktoria Aschaffenburg mit 0:3 das Nachsehen.
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Routinier Nicolas Wunder (vorn), Johannes Jessen (dahinter), der schon früh die Rote Karte erhielt, und ihre Mannschaftskameraden verloren gestern Abend in Aschaffenburg mit 0:3.  Foto: sportpress
Routinier Nicolas Wunder (vorn), Johannes Jessen (dahinter), der schon früh die Rote Karte erhielt, und ihre Mannschaftskameraden verloren gestern Abend in Aschaffenburg mit 0:3. Foto: sportpress
In Unterzahl hatte die DJK Don Bosco Bamberg gestern Abend bei Viktoria Aschaffenburg mit 0:3 das Nachsehen. Damit kletterten die Aschaffenburger wieder auf den Relegationsrang 2, während den Bambergern weiter die Abstiegsrelegation droht. "Aufgrund der zweiten Halbzeit verdient", fasste Gästetrainer Mario Bail das Spiel vor 550 Zuschauern treffend zusammen. Zwar begannen die Mannen von Trainer Jochen Seitz in den ersten zehn Minuten wie die Feuerwehr, doch weil der ersehnte frühe Führungstreffer ausblieb und sich zudem die Abspielfehler häuften, wurden sie (und die Zuschauer) nervös.

Die Platzherren spielten zwar feldüberlegen, doch die besseren Chancen hatten die abstiegsbedrohten Gäste: Eine hundertprozentige von Sengül, der völlig frei Viktoria-Torwart Neuberger in die Arme köpfte, ein Kopfball an den Pfosten von Wunder und ein "verhungerter" Schuss erneut von Sengül. Auf der Gegenseite setzte der überragende Björn Schnitzer (alle Tore vorbereitet) einen Ball auf die Latte, Tochs Seitfallzieher und eine weitere Volleyabnahme verfehlten das Ziel. Ein enttäuschendes 0:0 zur Halbzeit - und das trotz Überzahl des Favoriten (Bail: "die spielentscheidende Szene"). In der 23. Minute hatte Johannes Jessen dem durchgebrochenen Schnitzer als letzter Mann in die Hacken getreten - "Rot" wegen Notbremse. Die Bamberger sahen dies anders: kein Platzverweis, da der zweite Innenverteidiger noch hätte eingreifen können.


Die individuelle Klasse setzt sich durch

In der zweiten Halbzeit dann eine ganz andere Viktoria, die ihre individuelle Klasse zeigte - auch begünstigt durch das frühe Führungstor durch den ebenso wie Grünewald und Toch in die Mannschaft gekommenen Gökhan Aydin (53.). Er nahm eine Schnitzer-Ecke von rechts volley, der Ball wurde noch leicht abgefälscht. Und nur zehn Minuten später die Entscheidung: Ebenfalls nach einer Ecke von rechts kam der Ball nach einem verunglückten Schuss von Kallina zu Mittelstürmer Janis Häuser, der sich aus fünf Metern die Ecke aussuchen konnte. "Die zweite Hälfte haben wir dann klar beherrscht", befand Jochen Seitz, sein Gegenüber musste zugeben, dass das Spiel dann auch 4:0 hätte ausgehen. So aber musste die Viktoria bis zur 89. Minute warten, ehe Grünewald die Aschaffenburger, nun in zweifacher Überzahl, zum standesgemäßen 3:0 schoss.

Am meisten über einen erneuten Punktverlust hätte sich wohl wohl Simon Schmidt geärgert: Der Kapitän, seit neun Jahren bei der Viktoria, bestritt sein 300. Spiel und wurde entsprechend gefeiert. Er und seine Mitspieler müssen sich aber weiter steigern, denn mit Sand und in erster Linie Großbardorf warten in den letzten beiden Saisonspielen andere Kaliber auf die Viktoria.


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