Bamberg
2. Damen-Basketball-Liga Süd

"Matchball-Spiel" für DJK-Damen in Bad Homburg

Die Bambergerinnen sind am Sonntag beim Tabellenvierten Falcons Bad Homburg zu Gast.
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Janett Perv (l.) zog sich im Heimspiel gegen Wasserburg II eine Platzwunde über dem rechten Auge zu. Foto: sportpress
Janett Perv (l.) zog sich im Heimspiel gegen Wasserburg II eine Platzwunde über dem rechten Auge zu. Foto: sportpress
Mit zwei Siegen mehr und dem 70:57-Hinspielerfolg auf der Habenseite fahren die Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg am Sonntag nach Bad Homburg, wo es zum Abschluss des 15. Spieltages der 2. Damen-Basketball-Liga Süd um 16.30 Uhr zum Aufeinandertreffen mit den dort beheimateten Elangeni Falcons kommt. Die Hessinnen belegen aktuell den vierten Tabellenplatz und unterstrichen mit vier Siegen aus den letzten fünf Begegnungen ihre Ambitionen, auch nach Abschluss der Hauptrunde zu den ersten vier Teams gehören zu wollen.

Als "eine Art Matchball-Spiel" im Rennen um den Einzug in die Play-offs bezeichnet DJK-Cheftrainer Ulf Schabacker daher die erste Auswärts-Aufgabe nach fast drei Monaten. Wobei es keine Selbstverständlichkeit und im Vorfeld auch nicht unbedingt zu erwarten gewesen sei, dass seine Mannschaft nach knapp zwei Dritteln der regulären Saison mit zehn Siegen aus 13 Partien auf Rang 2 liege. "Das spricht für die Entwicklung der Spielerinnen und des Kollektivs", verweist der noch 59-Jährige auf die gute Trainingsarbeit und -intensität seiner Schützlinge, zu denen am Mittwoch auch wieder Janett Perv zählte. Nach ihrem mit zwei Stichen genähten Cut am Augenlid war die estnische Nationalspielerin zu Wochenbeginn noch geschont worden.

Somit kann das Bamberger Trainergespann im Duell mit den in eigener Halle in der laufenden Runde noch ungeschlagenen Bad Homburgerinnen aller Voraussicht nach auf seine geplante Formation setzen.
Sechs ihrer acht Siege holte die Truppe um die letztjährige DJKlerin Tanja Lehnert im vereinseigenen Feri-Sportpark und bezwang dabei unter anderem direkte Konkurrenten wie Würzburg oder zuletzt Speyer.

"Wir haben uns im Hinspiel auch schwer getan", erinnert sich Schabacker an einen unbequemen Gegner mit herausragenden Einzelkönnerinnen. "Das Spiel ist geprägt von den beiden Amerikanerinnen. Celia Marfone ist eine Allrounderin, was wir im ersten Aufeinandertreffen zu spüren bekommen haben, und Elena Popkey eine klassische Spielgestalterin. Sie kann für ihre Nebenleute, aber auch für sich selbst kreieren", nennt Schabacker die Ansatzpunkte in der Verteidigung beim Namen.


Marfone die Liga-Topwerferin

Die Zahlen sprechen für sich: Marfone ist mit 20,1 Punkten pro Partie die erfolgreichste Korbjägerin der Liga und sammelt dazu 9,3 Abpraller ein, während Popkey nach dem Abgang von Macarena Rosset (kehrte zur Winterpause nach Italien zurück) zur besten Vorlagengeberin (3,9) im Wettbewerb aufgestiegen ist. Darüber hinaus legt sie durchschnittlich 13,7 Zähler sowie angesichts ihrer "nur" 1,70 m Körpergröße bemerkenswerte 8,0 Rebounds auf.

Neu im Kader der Falcons ist die frühere ungarische Jugend-Nationalspielerin Noemi Czirjak, die in der ersten Saisonhälfte in der Nordstaffel für Osnabrück aktiv war. Schabacker bestätigt nach dem Videostudium den Eindruck, den die Taunaus-Zeitung ("Czirjak-Debüt zum Zungenschnalzen") bei ihrer Premiere im HTG-Dress von der 23-Jährigen gewann: "Sie ist ebenso wie Elena Popkey sehr schnell auf den Beinen und eine aggressive Verteidigerin. Das bedeutet für uns, dass wir sorgfältig mit dem Ball umgehen müssen, um den Gegner nicht zu Schnellangriffen einzuladen."

Vorteile sollten die Brose-Damen derweil unter den Körben haben. Längste Spielerin in Reihen der Hessinnen ist Tanja Lehnert, die mit ihren 1,86 m rund zehn Zentimeter kleiner ist als Victoria Waldner. red

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