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Basketball

Liisi Sokman: "Wir müssen immer Vollgas geben"

Liisi Sokman geht im September in ihre vierte Spielzeit mit den Bundesliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg. Im Interview spricht die 26-jährige Estin über die Saisonvorbereitung, Unterschiede zwischen erster und zweiter Liga und ihre persönlichen Ziele.
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Foto: sportpress
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Jetzt beginnt die letzte und intensivste Phase der Vorbereitung: Wie groß ist die Vorfreude und was erwartest du dir von den nächsten vier Wochen bis zum Saisonstart?

Liisi Sokman: Die Vorfreude ist sehr groß. Wir funktionieren als Team schon gut, daher bin ich überzeugt, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen werden. Nichtsdestotrotz haben wir natürlich noch viel zu tun. Wir müssen konzentriert arbeiten, um uns als Mannschaft weiter zu finden und unser Spiel zu verinnerlichen. Wenn uns das gelingt, wird auch der nötige Spaß nicht fehlen, wenn es losgeht.

Die basketballfreie Zeit ist in diesem Jahr sehr kurz ausgefallen, bereits Ende Mai ging es wieder in die Halle. Wie lautet dein Fazit dieses Sommers?

Es war gut, dass wir so früh wie noch nie, seit ich hier bin, mit dem Training begonnen haben.
Die jüngeren Spielerinnen haben ja eine gemeinsame sportliche Vergangenheit, wir älteren kennen sie noch nicht so gut. Deshalb war es sehr wertvoll, dass wir schon seit Juni zusammen trainiert haben. Das Trainingsniveau war bis dato vielleicht nicht so hoch wie es jetzt mit dem endgültigen und vollständigen Kader sein wird. Im Hinblick auf die Saison war es aber in jedem Fall eine gute Vorbereitung.

In der Vorbereitung geht es gegen drei Erstligisten und zweimal gegen Göttingen, einen starken Vertreter aus der 2. Liga Nord. Worauf wird es in diesen Tests ankommen?

Aus den Fehlern zu lernen und sie abzustellen. Das Spiel gegen diese Teams wird wesentlich härter als im Training, weil es einfach etwas anderes ist als das Fünf gegen Fünf gegen die eigenen Mitspielerinnen. Gerade für die jüngeren Spielerinnen wird die Erfahrung der ersten blauen Flecke vielleicht schmerzhaft, aber eben auch sehr wertvoll sein, um zu sehen, wie es zur Sache geht.

Du kennst die erste und die zweite Liga. Wo liegen die Unterschiede - was wird die größte Umstellung sein?

In der ersten Liga ist alles viel schneller, körperlicher, intensiver. Da bleibt keine Zeit, einen Korberfolg zu bejubeln, ohne im Gegenzug sofort einen Treffer zu kassieren. Wir sollten aber nicht denken, dass es jetzt einfacher wird, dass das Spiel nicht mehr so schnell ist oder der Gegner nicht so groß. Wir müssen immer mit 100 Prozent trainieren und spielen. Unser Ziel ist es, in nicht allzu ferner Zukunft wieder in der ersten Liga zu spielen. Darauf gilt es sich vorzubereiten. Dementsprechend dürfen wir nicht denken, dass es in der zweiten Liga reicht, langsamer zu laufen oder weniger hoch zu springen. Es sollte keinen Unterschied machen, ob der Gegner Wasserburg oder Würzburg heißt. Wir müssen immer Vollgas geben!

In den vergangenen Wochen hast du insbesondere mit den jungen Spielerinnen intensiv zusammen trainiert. Wie schätzt du diese neue Mischung ein?

Sie gefällt mir gut. Die Jüngeren müssen Erfahrungen sammeln, denn sie sollen später einmal die Leistungsträgerinnen dieser Mannschaft sein. Es gibt viele gute Spielerinnen, die einmal in die Fußstapfen einer Alina Hartmann treten könnten.

Welche Ziele hast du dir persönlich gesetzt?

Ich gehöre inzwischen zu den Älteren im Kader, dementsprechend möchte ich Vorbild sein für die jüngeren Spielerinnen. Ihnen zeigen, dass man immer hart trainieren und kämpfen muss, denn die Bedingungen hier in Bamberg sind sehr gut. Ich will mehr Selbstvertrauen zeigen, meine Dreier treffen und spielen, spielen, spielen.

Das Gespräch führte
Sebastian Hader

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