Bamberg
Kegeln

Kicker und Lupu mit Bestmarken

Bei der Mannschafts-WM in Ungarn zeigten die Keglerinnen und Kegler aus Bamberg tolle Leistungen.
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Nicolae Lupu spielte stark gegen Estland. Foto: privat
Nicolae Lupu spielte stark gegen Estland. Foto: privat
Bereits zu Beginn der fünften Mannschafts-Weltmeisterschaft im Kegeln im ungarischen Zalaergeszeg sorgten Bambergs WM-Teilnehmer für absolute Höhepunkte. Leidtragende waren dabei auch einmal die deutschen Frauen bei ihrem Vorrundenspiel gegen Rumänien.
Im ersten Gruppenspiel traf die deutsche Auswahl auf Rumänien mit der Victoria-Keglerin Ioana Vaidahazan. Hier musste sich Deutschland mit 2:6 Mannschaftspunkten (MP) geschlagen geben. Gleich zu Beginn des Spiels trafen mit Vaidahazan und Sina Beißer zwei Victorianerinnen aufeinander. Beide duellierten sich auf höchstem Niveau und am Ende hatte Vaidahazan mit 2,5:1,5 Satzpunkten die Nase vorne. Ergebnismäßig lagen sie mit 645:640 sehr nahe beieinander.
Simone Bader (563) und Daniela Kicker (568) blieben unter ihren Möglichkeiten. Einzig Kastner konnte mit 596 noch überzeugen.
Durch diese Niederlage geriet man sofort unter Druck, da der nächste Gegner Serbien im zweiten Spiel gegen Estland gewann.
Im Spiel gegen Serbien sah man eine deutlich bessere deutsche Mannschaft, die den Serbinnen nicht den Hauch einer Chance ließ. Mit 7:1 MP und 3655:3419 fuhr man den enorm wichtigen Sieg ein. Beste Spielerin war Daniela Kicker mit einer persönlichen Bestleistung von 663 Kegeln. Sina Beißer kam auf 619 und siegte ebenfalls. Simone Bader und Corinna Kastner wurden vorzeitig ausgewechselt, da das Spiel bereits entschieden war. Mit einem weiteren Sieg gegen Estland hat man sogar noch die Chance auf den Gruppensieg, sofern Serbien gegen Rumänien gewinnt.

Männer mit dem Rücken zur Wand

In der "Todesgruppe" der Männer sorgte Nicolae Lupu für den ersten Höhepunkt. Mit dem Optimum von 36 Kegeln auf vier Wurf im letzten Satz erreichte Nico Lupu die Traummarke von 701. Überboten wurde er nur von seinem Teamkollegen Paul Ciprian Rohotin, der mit 717 Kegeln lange auf Weltrekordkurs lag.
Im anderen Gruppenspiel traf Weltmeister Serbien auf Qualifikant Deutschland. Lars Pansa (635) hatte mit Weltrekordler Zavarko eine schier unlösbare Aufgabe vor sich. Ziel war es, so wenig Kegel wie möglich abzugeben. Durch einen schlechten Abräumdurchgang im letzten Satz schaffte er es nicht ganz und Zavarko zog auf 699:635 davon. Zeitler siegte bei 2:2 SP mit 642:647 und hielt Deutschland im Spiel. Im mittleren Abschnitt siegte Reiser, während Helmerich knapp unterlag. Es stand 2:2 nach MP und der Rückstand war auf drei Kegel geschrumpft. Deutschland hielt lange gut mit, musste sich am Ende aber mit 6:2 MP und 3889:3771 geschlagen geben, Schneider und das Duo Weiß/Weber unterlagen. Nun steht man bereits gehörig unter Druck und muss gegen Rumänien gewinnen, um nicht vorzeitig die Heimreise antreten zu müssen. maha
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