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Bamberg
Basketball-Bundesliga

Jetzt gilt es für die Bamberger, Rang 2 zu verteidigen

Für Brose Bamberg ist nach der Niederlage gegen die starken Ulmer der Platz an der Sonne nicht mehr in Reichweite.
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Die Ulmer Braydon Hobbs (r.) und Taylor Braun nehmen Jerel McNeal in die Zange. Links lauern Raymar Morgan und Leon Radosevic auf den Ball. Foto: sportpress
Die Ulmer Braydon Hobbs (r.) und Taylor Braun nehmen Jerel McNeal in die Zange. Links lauern Raymar Morgan und Leon Radosevic auf den Ball. Foto: sportpress
Am Ende waren die deutlich bessere Dreierquote und ein überragender Raymar Morgan, den die Bamberger nie in den Griff bekamen, ausschlaggebend, dass die Ulmer auch im umkämpften Gipfeltreffen der Basketball-Bundesliga ungeschlagen blieben und mit dem 84:79-Erfolg ihre beeindruckende Serie auf nun 27 Siege in Folge ausbauen konnten. "Glückwunsch an die Ulmer. Sie haben heute eine Schlacht gewonnen, sie waren einfach besser. Jetzt sind sie natürlich der Favorit auf den Meistertitel", konstatierte Bambergs Trainer Andrea Trinchieri.
In den Play-offs werden die Karten zwar neu gemischt, doch eines ist so gut wie sicher: Bei sechs Punkten Vorsprung auf Brose Bamberg und Bayern München geht die Leibenath-Truppe als Tabellenerster in die entscheidende Saisonphase und genießt somit bis ins Finale in allen Entscheidungsspielen Heimrecht. Für den deutschen Meister geht es jetzt in den verbleibenden sechs Partien darum, Rang 2 vor den Bayern zu verteidigen, um zumindest im Halbfinale gegen den Erzrivalen ein eventuelles fünftes Spiel in Bamberg austragen zu können.
"Wir haben nicht gut gespielt, waren schwerfällig und haben den Ball nicht schnell bewegt. Aber wir haben alles versucht, mehr ging in diesem Moment nicht. Es ist einfach schwierig, binnen zehn Tagen gegen die beiden besten deutschen Mannschaften und drei Euroleague-Teams zu spielen", macht Trinchieri auch den Spielplan dafür verantwortlich, dass seine Mannschaft in den beiden Bundesliga-Schlagerspielen in München und gegen Ulm den Kürzeren zog.
Der Italiener betonte auch, dass es nach einem Doppelspieltag in der Euroleague in Spanien sicher keinen Clasico zwischen Real Madrid und Barcelona oder in der Türkei kein Duell zwischen Fenerbahce und Anadolu Efes Istanbul geben würde. "Aber es ist, wie es ist. Wir machen weiter."
"Die vielen Spiele sind keine Ausrede. Das war schon die ganze Saison so. Wir wollen Euro-league spielen und müssen mit diesem Spielplan fertig werden. Jetzt ist es nur noch wichtig, wieder besser zu werden und für die Play-offs bereit zu sein. Denn die Titelverteidigung ist unser Hauptziel in dieser Saison", richtete Darius Miller, der zusammen mit Nicolo Melli (beide 17 Punkte) bester Werfer im Brose-Team war, eine Kampfansage an die Konkurrenz.


Für Miller gibt es keine Ausreden

"Die Ulmer haben stark gespielt. Aber jeder weiß, wie wichtig Janis Strelnieks und Elias Harris für uns sind. Wir hoffen, dass sie bald wieder dabei sind. Aber eine Ausrede ist ihr Fehlen nicht", erkannte Miller die gute Leistung der Ulmer und insbesondere von Raymar Morgan (24 Punkte/9 Rebounds) an.
Wie schon öfter nach anstrengenden Euroleague-Partien brauchten die Brose-Jungs auch am Sonntag eine Zeit lang, bis sie auf Betriebstemperatur kamen. Nach den Dreiern von Braydon Hobbs (insgesamt 3 von 6) und vor allem von Chris Babb (5 von 8) zogen die Schwaben immer wieder davon (17:8, 51:43). Doch das Brose-Team kämpfte sich jedes Mal wieder heran, ging sogar dreimal in Führung (29:28, 63:61, 79:78). Doch die Aufholjagden hatten zu viel Kraft gekostet, so dass in der entscheidenden Phase die Präzision bei den Dreiern fehlte, um als Sieger vom Feld zu gehen. Insgesamt fielen nur 25 Prozent der Würfe aus der Distanz (6:24), während die Ulmer die Hälfte ihrer Versuche von jenseits der 6,75-Meter-Linie (10 von 20) verwandelten.
"Die Bamberger sind immer noch der Favorit und wir die Jäger, auch wenn wir sie schon zweimal geschlagen haben. In den Play-offs geht fast immer noch einmal eine neue Saison los, und da wird es extrem schwer sein, die Bamberger über drei Spiele zu schlagen", weist Karsten Tadda, der in seiner Heimat fünf Meisterschaften gewann, die Favoritenrolle , die Trinchieri den Ulmern zuschob, von sich.


"Stimmung jetzt noch besser"

"Wir waren voll konzentriert und wussten, dass wir die Bamberger heute auf dem falschen Fuß erwischen können, nach dieser extrem schweren Woche. Wir haben auf alle Herausforderungen geantwortet und verdient gewonnen. Dass wir die lange Siegesserie der Bamberger brechen konnten, macht die Stimmung in der Mannschaft noch mal einen Tick besser", betonte der "Bamberger Junge" vor dem nächsten Schlagerspiel der Ulmer am 8. April gegen die Bayern. Gewinnt der Vizemeister auch das zweite Duell gegen die "Roten Riesen", wäre dem Brose-Team Rang 2 wohl nicht mehr zu nehmen.
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