In Oberhausen hat der Tauchclub (TC) Bamberg die 40. deutsche Meisterschaft im Unterwasserrugby gewonnen. Der Titelverteidiger aus Bamberg hatte sich als Meister der Bundesliga Süd auch in diesem Jahr qualifiziert.
Bei der deutschen Meisterschaft starten die jeweils besten drei Mannschaften der Bundesligen Süd und West sowie die zwei besten Teams der Nord-Gruppe. Im ersten Vorrundensspiel gegen München erlitt der TCB bereits nach wenigen Spielminuten den ersten verletzungsbedingten Ausfall. Nach kurzer Diagnose stand fest: Moritz Walcher muss passen. Am Ende einer Saison ohne Gegentor für Bamberg nutzten die Münchner eine kurze Unaufmerksamkeit der Bamberger Mannschaft aus und gingen mit 0:1 in Führung. Aufgerüttelt vom ersten Gegentor in dieser Saison konzentrierte sich der Titelverteidiger wieder auf sein Spiel und besiegte München noch klar durch Tore von Csanyi, H. Hoffmann, Lange und L. Tadda mit 4:1.
Im zweiten Spiel des ersten Turniertags ging es gegen den Tabellenzweiten der Liga Nord. Göttingen hatte sich erstmals für die "Deutsche" qualifiziert. Mit ihrer spielerischen Routine kontrollierten die Bamberger das Spiel klar und brachten sich bis zur Halbzeit mit vier Toren in Führung. Drei weitere Tore in den zweiten 15 Minuten besiegelten den 7:0-Endstand von 7:0 besiegelt. Die Treffer erzielten Füßmann, Lange, Pool, L. Tadda, N. Tadda und Weißenberger.
Das wohl spannendste Spiel des ersten Spieltags war das dritte Spiel für den Tauchclub gegen den FS Duisburg. Duisburg versucht seit Jahren, sich wieder an die nationale Spitze zu spielen. Aber auch Verpflichtungen von Spielern aus anderen Ländern zeitigten nicht den gewünschten Erfolg, um an Bamberg vorbeizuziehen. Die Unterwasserrugbycracks aus Bamberg kontrollierten von Anfang an den Ball und stoppten Konterversuche der Duisburger spätestens in der Beckenmitte. Jedoch konnten die Bamberger die Überzahlspiele in Strafzeiten für Duisburger Spieler nicht nutzen, um bereits in der ersten Halbzeit in Führung zu gehen. Doch durch den stetigen Druck auf das Duisburger Tor ergab sich zu Beginn der zweiten Halbzeit die Lücke in der Verteidigung, die Sebastian Lange zum 1:0 nutze. Anschließend ließ der TC durch intelligente Spielzüge keine Möglichkeiten auf einen Ausgleich zu und hielt die Dominanz im Spiel bis zur Schlusshupe inne.
Als Erster der Gruppe B traf Bamberg tags daraif im Halbfinale auf den zweiten der Gruppe A, den DUC Bottrop. Der Tauchclub ging bereits in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Bela Csanyi in Führung gehen. Die Bottroper versuchten zwar, sich durch die Bamberger Verteidigung zu brechen, scheiterten jedoch immer wieder an den Bamberger Verteidigern und Torleuten. So konnte Bamberg mit dem 1:0 Sieg zum sechsten Mal in das Finale einer deutschen Meisterschaft einziehen.
Wie im Vorjahr standen sich im Finale der TSV Malsch und der TC Bamberg gegenüber. In einem spannenden Spiel wurde Bambergs Verteidigung immer wieder auf ihre Standfestigkeit hin geprüft. Mit Erfolg, denn das Bamberger Unterwasserrugby-Team gewann immer wieder den Ball und startete sofortige Gegenangriffe, was einige der Malscher Spieler an die Grenzen ihrer Leistungsfähig brachte und so zu einigen sehr guten Torchancen für Bamberg führte. Der TCB nutzte jedoch seine Möglichkeiten nicht. In den letzten Jahren lernten beide Mannschaften die Spieleigenheiten der jeweils anderen Mannschaft so gut kennen, dass die Abwehr-Szenarien perfekt aufeinander abgestimmt waren und so stand es nach regulärer Spielzeit 0:0. In der Verlängerung im so genannten "Sudden Death-Modus" gelang bereits nach wenigen Spielminuten erneut Bela Csanyi das Siegtor.
Der Tauchclub Bamberg hat jetztzum vierten Mal in Folge seinen Meistertitel verteidigt und qualifizierte sich erneut für den Champions Cup, das Turnier der weltweiten Landesmeister, der wie jedes Jahr im November in Berlin ausgetragen wird.
Die Bamberger Unterwasserrugby Mannschaft freut sich auf die Eröffnung des neuen Hallenbads "Bambados" in Bamberg mit der Hoffnung, die Trainingssituation zu entspannen. Das Ziel der TCBler ist auch, ein zusätzliches Nachwuchstraining zu etablieren.

DEUTSCHE MEISTERSCHAFT
(im Oberhausener Hallenbad)
FC Duisburg - WaSpo Göttingen 6:0
TC Bamberg - STC München 4:1
BUR Berlin - TSV Malsch 0:5
DUC Bottrop - DUC Krefeld 4:1
FS Duisburg - STC München 1:0
TC Bamberg - WaSpo Göttingen 7:0
BUR Berlin - DUC Krefeld 0:2
DUC Bottrop - TSV Malsch 0:3
WaSpo Göttingen - STC München 0:5
TC Bamberg - FC Duisburg 1:0
TSV Malsch - DUC Krefeld 2:0
DUC Bottrop - BUR Berlin 5:2
GRUPPE A
1. TSV Malsch 3 10:0 9
2. DUC Bottrop 3 9:6 6
3. DUC Krefeld 3 3:6 3
4. BUR Berlin 3 2:12 0
GRUPPE B
1. TC Bamberg 3 12:1 9
2. FS Duisburg 3 7:1 6
3. STC München 3 6:5 3
4. WaSpo Göttingen 3 0:18 0
ZWISCHENRUNDE
DUC Krefeld - WaSpo Göttingen 9:0
BUR Berlin - STC München 0:2
HALBFINALE
TSV Malsch - FS Duisburg 4:1
DUC Bottrop - TC Bamberg 0:1
SPIEL UM PLATZ 7
WaSpo Göttingen - BUR Berlin 3:1
SPIEL UM PLATZ 5
DUC Krefeld - STC München 1:0
SPIEL UM PLATZ 3
FS Duisburg - DUC Bottrop 1:3
FINALE
TSV Malsch - TC Bamberg 0:1