Bamberg
Fussball-Benefizspiel

Härtetest des FC Eintracht Bamberg gegen Bayreuth wird zu Farce

Der FC Eintracht Bamberg verliert gegen die SpVgg Bayreuth mit 0:5, zwei Spieler mit Platzverweis sowie Torwart Philipp Ullein mit einer Knieverletzung.
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Der Bayreuther Marius Strangl (l.) zieht an FCE-Neuzugang Maximilian Göbhardt vorbei; rechts Andre Jerundow. Fotos: sportpress
Der Bayreuther Marius Strangl (l.) zieht an FCE-Neuzugang Maximilian Göbhardt vorbei; rechts Andre Jerundow. Fotos: sportpress
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Ein Muster ohne Wert war die als Härtetest gedachte Generalprobe vor dem Start in die Bayernliga-Saison für die Fußballer des FC Eintracht Bamberg. Eine Woche vor dem Punktspielauftakt am nächsten Samstag (18.30 Uhr) gegen Jahn Regensburg II verlor der FCE sein letztes Vorbereitungsspiel gegen den Regionalligisten SpVgg Bayreuth mit 0:5 (0:3). Das emotionsgeladene Derby wurde mit zunehmender Spieldauer zur Farce.

Vor rund 200 Zuschauern im Fuchsparkstadion sollte in diesem Benefizspiel für einen guten Zweck geworben werden. Doch über die neu gegründete Förderinitiative "Goolkids", an die die Einnahmen gingen, sprach nach dem Abpfiff kaum noch jemand. "Das war kein normales Vorbereitungsspiel. Die zweite Halbzeit war nicht mehr zu bewerten", meinte der Bayreuther Trainer Christoph Starke, der verletzungsbedingt auf sieben Spieler verzichten musste. Dennoch kam sein Team dank des vierfachen Torschützen Tayfun Özdemir zu einem klaren Sieg.
Fast die komplette zweite Hälfte mussten die Gastgeber mit nur acht Feldspielern bestreiten, nachdem Maximilian Göbhardt die Rote Karte wegen Meckerns gesehen hatte. Aus dem selben Grund hatte bereits Mirza Mekic kurz vor dem Pausenpfiff das Feld verlassen müssen.

Umstrittene Entscheidungen

Die beiden Bamberger hatten ihren Unmut über Schiedsrichter Christopher Schwarzmann lautstark Luft gemacht. Dieser hatte in der Anfangsphase, in der die Gastgeber gleichwertig waren, dem Bayreuther Torwart Andreas Sponsel nach einer Notbremse außerhalb des Strafraums gegen Alassane Kane nur Gelb gezeigt. Wenig später rannte Sponsel im Strafraum Oliver Seybold um, doch der Unparteiische aus Scheßlitz ließ die Partie weiterlaufen.

FCE-Coach Norbert Schlegel hatte zwar während der Partie reichlich Gesprächsbedarf mit Schwarzmann, meinte aber nach dem Abpfiff: "Es wäre falsch, die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen. Gelb-Rot und Rot geht gar nicht. Meine Spieler haben sich so nicht zu verhalten."

Für die Bamberg kam es kurz nach dem zweiten Platzverweis aber noch dicker. Nach einer Ecke verletzte sich Torwart Philipp Ullein am Knie und musste ausgewechselt werden. Als Ersatz stand nur noch Torwart Nr. 3, Benedikt Hummel, zur Verfügung, da sich Sebastian Zenk in der vergangenen Woche schwer an der Schulter verletzt hatte. Der Neuzugang wird ein halbes Jahr ausfallen. Sollte nun auch Ullein länger fehlen, hat der FC Eintracht schon vor Saisonbeginn ein Torwartproblem.
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