Bamberg
Basketball-Eurocup

Gelingt Bambergern Revanche für das Debakel gegen die Bayern?

Die Brose Baskets wollen sich in der eigentlich bedeutungslosen Partie in München auf jeden Fall besser verkaufen, als bei der 52:90-Heimpleite im Hinspiel des Eurocups.
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Enttäuscht schlichen die Bamberger nach der Demütigung vor vier Wochen vom Parkett. Foto: sportpress
Enttäuscht schlichen die Bamberger nach der Demütigung vor vier Wochen vom Parkett. Foto: sportpress
Es geht zwar nur um die berühmte goldene Ananas - doch Partien zwischen Bayern München und den Brose Baskets sind keine normalen Spiele - und schon gar nicht seit dem 14. Januar: Vor vier Wochen revanchierte sich der deutsche Meister mit einem 90:52-Erfolg in Bamberg eindrucksvoll für die zehn Tage zuvor erlittene 63:80-Bundesliga-Pleite in der Frankenhölle. "Sie haben uns komplett zerstört", kommentierte Bambergs Trainer Andrea Trinchieri die Schlappe im Eurocup. Doch am Mittwoch (20.15 Uhr/Sport1.de und telekombasketball.de live) wollen die Bamberger im Audi Dome zeigen, dass sie durchaus in der Lage sind, mit dem Spitzenreiter der Gruppe K mitzuhalten.

Bayern bisher souverän

Mit weißer Weste marschieren die Bayern nach dem Abstieg aus der Euroleague bisher durch die Zwischenrunde des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs und stehen seit dem Erfolg letzte Woche in Dijon als Gruppensieger fest. Die Brose Baskets sicherten sich mit dem 91:90-Sieg nach Verlängerung in der Vorwoche im Krimi gegen Ljubljana den zweiten Platz. Und auch die Gegner im Achtelfinale sind bereits fix: Die Bayern treffen auf den Eurocup-Sieger 2014 aus Valencia, die Mannschaft von Andrea Trinchieri bekommt es mit Lokomotiv Kuban aus dem russischen Krasnodar zu tun (Hinspiel in Bamberg am 4. März - Rückspiel eine Woche später).

Für Bambergs Trainer ist es besonders wichtig, sich nicht gleich zu Beginn wieder von den Bayern überrollen zu lassen. "Am Anfang waren wir nachlässig und oberflächlich, das war unser größter Fehler. Erst nach dem 0:11 haben wir verstanden, was für eine Art von Spiel wir vor uns hatten - doch das war zu spät. Der amtierende Champion hat uns eine Lektion erteilt", denkt Trinchieri mit Schrecken an den Anfang vom Ende zurück.

Bamberg verliert Dreierrekord

Aber nicht nur im Eurocup, sondern auch in der Bundesliga sorgt die Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic derzeit für Furore: Mit 124:79 schossen die Bayern vor eineinhalb Wochen die Feuervögel aus Hagen ab und legten am Sonntag mit dem 117:80-Kantersieg in Tübingen nach. Sage und schreibe 23 Dreier versenkten Paul Zipser (6 Treffer bei 6 Versuchen), Heiko Schaffartzik (5 von 5), Bryce Taylor (4 von 6) und ihre Mitstreiter im Tigerkäfig und pulverisierten damit den Bundesliga-Rekord der Bamberger. Den hatten Robse Garrett (5), Karsten Tadda (4), Casey Jacobsen, Peja Suput (je 3), Brian Roberts, Maurice Stuckey und Anton Gavel (je 1) am 18. November 2009 beim 101:78-Erfolg gegen Ulm in der Brose Arena aufgestellt.

Das Selbstvertrauen für eine Partie auf Augenhöhe sollte trotz der Münchner Rekordjagd vorhanden sein - denn Brad Wanamaker und seine Teamkollegen feierten zuletzt in der Bundesliga elf Siege in Folge und präsentierten sich auch beim letzten Eurocup-Auswärtsspiel in Dijon (86:56-Erfolg) in blendender Verfassung.
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